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Kinder strömen ins Haus der Jugend

Ferienprogramm Kinder strömen ins Haus der Jugend

Im Haus der Jugend ist wieder Ferienalarm. Seit Montag können Kinder und Jugendliche von sechs bis 15 Jahren in der Einrichtung in der Maschstraße 22-24 wieder kreativ werden. Schon zum ersten Tag des Osterferien-Alarms kamen 230 Kinder.

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Paula (rechts) und Jule zeigen stolz ihre Häschen-Eierwärmer, die sie beim Näh-Workshop im Haus der Jugend gebastelt haben.

Quelle: Franson

Hannover . „Wir mussten dann dicht machen, weil wir keine Plätze mehr in den Workshops hatten“, sagt Mitarbeiterin Uschi Grüber. „Der Bedarf in den kleinen Ferien ist immer hoch“, weiß sie. Besonders beliebt ist die Zirkus-Gruppe. Bei Christian Ehlers können etwa 40 Kinder Artistik am Trapez, Jonglage und Turnübungen lernen. Auch auf einer großen Laufkugel zu balancieren, übt der Artistennachwuchs.

Die anderen Workshops kommen ebenfalls gut an. Die Ferienkinder können nähen, Schmuck basteln, tanzen, Figuren aus Holz sägen, Marmelade kochen oder einen eigenen Rap schreiben und einsingen. Wer gerade bei keinem Workshop mitmachen möchte, kann sich in der Spielzone beschäftigen oder im Alarm-Kino einen Film ansehen. Eine halbe Stunde vor Schluss treffen sich dann alle und zeigen einander, was sie den Tag über gemacht haben.

Das Haus der Jugend lädt noch heute und morgen, jeweils von 10 bis 16 Uhr, und am Donnerstag, von 10 bis 14 Uhr, zum Spielen, Tanzen und Basteln ein. Das Mitmachbändchen kostet pro Tag 4 Euro, mit HannoverAktivPass 2 Euro. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Rapsongs schreiben und aufnehmen

Wie schreibe ich eine gängige „Hook“? Das und mehr lernen die Ferienkinder bei Sam Aidara. Jeder darf einen eigenen Rapsong verfassen. Der elfjährige Juscha schreibt beispielsweise über sein Leben. Darüber, dass er schon mit einer Lungenentzündung auf die Welt gekommen ist. Darüber, dass er es nicht immer leicht hatte. Und darüber, dass er nicht alles versteht, was im Leben so passiert.

Lehrer Aidara ist beeindruckt. „Die ersten Texte sind meistens sehr aussagekräftig“, sagt er. Wer mit dem eigenen Text fertig ist, kann mit den anderen aus dem Workshop noch einen gemeinsamen Song schreiben. Auch ein Tonstudio gibt es im Haus der Jugend. Dort können die Nachwuchsmusiker ihre selbst verfassten Lieder aufnehmen. „Die Kinder sollen alles mal ausprobieren können“, sagt Aidara. „Auch mal selbst am Mikrofon zu stehen und zu rappen.“

Holzsägen

Passend zur Jahreszeit hat Werner Theil die Hasenschablonen rausgeholt. Aber auch Vögel, Fische, Schweine oder Puzzleteile können die Kinder in seinem Workshop aussägen. Danach können die kleinen Handwerker ihre Holzkunstwerke noch passend bemalen. „Das macht großen Spaß“, sagt der sechsjährige Jayd.

Zirkus

Kunststücke am Trapez, jonglieren, einen Hula-Hoop-Reifen oben halten und auf einer Laufkugel balancieren: All das lernen die Zirkuskinder im Workshop von Christian Ehlers. Er leitet auch den Zirkus Salto im Haus der Jugend und hofft, mit dem Ferienalarm Artistennachwuchs zu finden. Außerdem gehören zum Trainerstab für die kleinen Akrobaten die 14-jährige Mareen, Expertin am Trapez, und die 21-jährige Daria, die gerade aus der Ukraine gekommen ist und dort zur Zirkusschule in Kiew gegangen ist.

Marmelade kochen

Apfel, Erdbeere, Birne, Himbeere und andere Sorten: Die Auswahl ist groß, das Resultat schmeckt in jedem Fall. Luisa und Naëmi stellen im Workshop „Marmelade kochen“ leckeren Brotaufstrich her. „Zum Beispiel fürs Osterfrühstück mit den Eltern“, sagt Uschi Grüber vom Haus der Jugend. „Oder als Ostergeschenk.“ Außerdem können die Kinder ihre Gläser selbst gestalten und sich natürlich die Obstkombination aussuchen.

Masken basteln

„Das ist Cat, die Katze“, stellt die sechsjährige Emilie ihre selbst gemachte Gipsmaske vor. Bei Heike Wahlen und Dieter Berg können die Kinder sogenannte Sprechmasken basteln, wie sie im Theater genutzt werden. Dazu müssen Mund und Kinn frei bleiben. Dafür konnten sich die Bastler Besonderheiten für ihre Masken überlegen. Bei Emilies Katzenversion sind das die kleinen Ohren. Die zwölfjährige Amelie wollte an ihrer orangefarbenen Gesichtsbedeckung gerne Hörner haben.

„Die Kinder arbeiten immer zu zweit und tragen abwechselnd den Gips beim anderen auf“, sagt Wahlen. „So passen sie natürlich auch perfekt.“ Ist die erste Maske dann fertig, ist der Partner dran. Bevor die Arbeit aber überhaupt losgeht, müssen die Kinder ein paar Fragen zu ihren Gipswerken beantworten. „Sie sollen sich überlegen: Wie heißt meine Maske? Wie alt ist meine Maske? Was kann meine Maske?“, sagt Berg.

Von Johanna Stein

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