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Führungswechsel beim „Konzern“ DRK

Deutsches Rotes Kreuz Führungswechsel beim „Konzern“ DRK

An der Spitze des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in der Region Hannover hat es einen einschneidenden Wechsel gegeben. Thomas Decker beerbt Madeleine von Rössing.

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Geschäftsführer Steffen Baumann (links) und Präsident Thomas Decker bilden das Führungsduo beim Roten Kreuz.

Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. An der Spitze des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in der Region Hannover hat es einen einschneidenden Wechsel gegeben. Der 61-jährige Thomas Decker, im Hauptberuf stellvertretendes Vorstandsmitglied der Sparkasse, ist neuer ehrenamtlicher Präsident. Er beerbt Madeleine von Rössing, die sich nicht wieder zur Wahl gestellt hatte. Nachfolger der ausgeschiedenen hauptamtlichen Vorstände Ulrich Werkmeister und Thomas Dettmer ist der 46-jährige Diplom-Verwaltungswissenschaftler Steffen Baumann, den es von der Diakonie Ruhr-Hellweg im Sauerland nach Hannover gezogen hat. Das DRK gehört sowohl zu den größten Vereinen als auch zu den größten Arbeitgebern in der Region Hannover.

„Mit 100 Millionen Euro Jahresumsatz sind wir ein Konzern der Sozialwirtschaft“, verdeutlicht Baumann. Dabei gibt es die vier Hauptbetätigungsfelder Kindertagesstätten, ambulante und stationäre Pflege, Rettungsdienst sowie die zuletzt hinzugekommene Flüchtlingshilfe. Ehrenamtliche des DRK engagieren sich in vielen Bereichen - sie bitten um Blutspenden, organisieren Jugendfreizeiten, helfen in Notsituationen wie Fluten und Bombenräumungen oder engagieren sich im Schulsanitätsdienst.

Durch die Fusion mehrerer Kreisverbände vor einigen Jahren gehört der Regionsverband zu den größten seiner Art in Deutschland. „Unser primäres Ziel ist es nicht, Gewinne zu machen“, betont Baumann. Es gehe zukünftig darum, Abläufe zu professionalisieren und organisch zu wachsen. „Wir werden verstärkt auf quartiersbezogene soziale Arbeit setzen“, sagt Baumann.

Wegen der fast flächendeckenden Präsenz - rechnerisch hat das DRK in mehr als jeder zweiten Ortschaft der Region einen Ortsverein - könne man Angebote für alle Generationen entweder gleich unter einem Dach oder in räumlicher Nähe einrichten. „Wir reden über Familienzentren, in denen gleichzeitig ambulante Pflege, Kinderbetreuung, aber auch Hausaufgabenhilfe, Spielnachmittage oder Gymnastik- und Turnstunden angeboten werden“, erklärt der Geschäftsführer. Bei alldem müsse das DRK ein attraktiver Arbeitgeber sein.

Der Mitgliederschwund, mit dem viele Vereine, Verbände und Organisationen zu kämpfen haben, macht sich nach Angaben von Thomas Decker beim DRK in der Region nicht bemerkbar. Die Zahl liegt seit einigen Jahren relativ konstant bei 35 000. „Wir sind auch nicht überaltert“, betont der Präsident. Allerdings bestünden beim Nachwuchs andere Ansprüche als früher: „Die Zeiten, in denen jemand eingetreten ist und sich dann ein Leben lang als Beitragszahler gebunden hat, sind vorbei.“ Junge Mitglieder interessierten sich heute für konkrete Projektarbeit etwa in der Flüchtlingshilfe, der Jugendbetreuung oder beim Katastrophenschutz. Nichtsdestotrotz: „Wer zum DRK kommt, wird Teil einer der größten Familien in Deutschland“, sagt Baumann.

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