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Fünf Verletzte bei Chemie-Unfall an Uni

Nordstadt Fünf Verletzte bei Chemie-Unfall an Uni

Bei einem fehlgeschlagenen Experiment am Institut für anorganische Chemie wurden am Freitagnachmittag fünf Studenten leicht verletzt. Sie hatten zuvor versucht Schwefeldioxid herzustellen. Das Gebiet wurde weiträumig abgesperrt.

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Das Gebiet wurde weiträumig abgesperrt.

Quelle: Elsner

Hannover. Bei einem fehlgeschlagenen Experiment in der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Leibniz Universität sind am Freitag fünf Studierende verletzt worden. Sie wurden mit Atemwegsreizungen ins Nordstadtkrankenhaus beziehungsweise ins Friederikenstift gebracht. Die Feuerwehr hatte vorsorglich Großalarm ausgelöst. Die Einsatzkräfte ließen das Gebiet rund um das Gebäude in der Callinstraße weiträumig absperren.

Bei einem fehlgeschlagenen Chemie-Experiment an der Universität sind fünf Studenten verletzt worden. Polizei und Feuerwehr haben das Gebiet rund um die Callinstraße in der Nordstadt weiträumig abgesperrt.

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Das Unglück ereignete sich in einem Saal im Institut für anorganische Chemie. Dort waren am Nachmittag 20 Studierende mit dem Experiment befasst. Nach Angaben der Feuerwehr sollten sie Schwefeldioxid herstellen, was ihnen auch gelang. „Nur leider ist dabei etwas von dem Stoff freigesetzt worden“, sagt Feuerwehrsprecher Frank Behrens. Bei Schwefeldioxid handelt es sich um ein farbloses und giftiges Gas. Die Studierenden versuchten noch, das Gas zu neutralisieren. Dabei atmeten fünf Personen das Gemisch ein. Kommilitonen verständigten umgehend die Feuerwehr.

Die Einsatzkräfte rückten mit 130 Helfern zu Universität aus. Sie versorgten die Verletzten und brachten sie anschließend in die Kliniken. „Dann haben wir im Gebäude Messungen vorgenommen, konnten dabei allerdings kein Gas mehr feststellen“, sagt der Feuerwehrsprecher. Anschließend wurden die Räume des Instituts mit Ventilatoren gründlich gelüftet. Erst danach war der Einsatz für die Feuerwehr beendet.

Wie genau es zu dem Unglück kommen konnte, steht bislang nicht fest. Der Frage soll in den kommenden Tagen nachgegangen werden, hieß es von Seiten der Universität. „Daher gibt es aktuell kein Statement“, teilte Mechtild von Münchhausen, die Sprecherin der Hochschule, mit.

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Experiment in einem der verschiedenen chemischen Institute der Hochschule fehl geschlagen ist. Im November des vergangenen Jahres geriet ein Papierkorb in einem Raum der Fakultät in Brand, in dem auch geringe Mengen an Chemikalien aufbewahrt werden. 150 Menschen mussten das Gebäude während des Einsatzes verlassen. Verletzt wurde niemand. Im Mai 2012 war bei einem Versuch im Institut für Technische Chemie ein Kolben mit Oxalyl Fluorid zerborsten. Die gasförmige Substanz verteilte sich im gesamten Labor. Die Anwesenden konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Sie wurden dennoch vorsorglich in Kliniken untersucht. Im September 2008 musste das Labor für Informationstechnologie am Schneiderberg komplett evakuiert werden. Es bestand der Verdacht, das aus einem Aufbewahrungsschrank für Chemikalien die Stoffe Silan und Phosphin ausgetreten waren. Die Feuerwehr konnte allerdings nichts feststellen.

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