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Für Hybridbusse fehlen 1,9 Millionen Euro

Üstra Für Hybridbusse fehlen 1,9 Millionen Euro

Bei der Bestellung von neuen Hybridbussen ist der Üstra eine Panne unterlaufen. Die Busse wurden bestellt, bevor Fördergeld vom Land schriftlich bewilligt war. Nun fehlt dem Unternehmen 1,9 Millionen Euro Fördergeld, die Üstra hofft jetzt auf die Kulanz der Landesnahverkehrsgesellschaft.

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Die Flotte an Hybridbusse wächst: 2016 wurden neue auf dem Opernplatz präsentiert.

Quelle: Michael Wallmueller

Hannover. Bei der Bestellung von neuen Hybridbussen für die Üstra-Flotte ist dem Unternehmen eine Panne unterlaufen: Die Busse wurden bestellt, bevor Fördergeld vom Land schriftlich bewilligt war. Den Regeln des Landes zufolge darf damit das Fördergeld nicht ausgezahlt werden. Es geht immerhin um 1,85 Millionen Euro. Offenbar hat es Missverständnisse vor der Auftragsvergabe gegeben. „Wir wollen nichts beschönigen, der Fehler lag bei uns - das ist sehr ärgerlich“, sagt Üstra-Sprecher Udo Iwannek. Das Unternehmen führe derzeit Gespräche mit dem Land und versuche, das Fördergeld trotzdem zu erhalten.

Auf dem Opernplatz in Hannovers Innenstadt hat die Üstra am Donnerstag neue Hybridbusse für den Stadtverkehr vorgestellt.

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Die Üstra erweitert derzeit ihre Flotte an Hybridbussen, die sowohl mit Sprit wie auch mit Strom angetrieben werden, was für die Stadtluft vorteilhaft ist. Elf neue Fahrzeuge werden angeschafft: fünf Gelenkbusse von Solaris, die mit 18 Metern Gesamtlänge besonders viele Fahrgäste aufnehmen können, und sechs MAN-Busse mit der Standardlänge von zwölf Metern.

Für derartige Projekte erhalten Nahverkehrsunternehmen Förderung von der Landesnahverkehrsgesellschaft des Landes. Knapp zwei Millionen Euro waren beantragt. Am 16. Januar kam eine Pressemitteilung des Ministeriums, in der der Öffentlichkeit mitgeteilt wurde, dass die finanziellen Mittel für die Anschaffung bereitgestellt seien. Daraufhin hat die Üstra die Bestellung der elf Busse fertiggemacht und abgeschickt - ein schwerer Irrtum mit Folgen, denn der offizielle Zuwendungsbescheid lag noch nicht vor.

Bei fast allen Förderungen, egal ob etwa im Kultur- oder eben im Investitionsbereich, gibt es das strikte Verbot, vor der Förderzusage den Auftrag zu vergeben. Die öffentliche Hand will damit verhindern, dass nachträgliche Förderanträge gestellt werden. Die innere Logik ist: Wenn der Auftrag auch ohne Förderzusage vergeben wurde, scheint es ja auch ohne öffentliches Geld zu gehen.

„Wo Menschen arbeiten, werden Fehler gemacht“, sagt Iwannek. Das Unternehmen sei aber versichert, sodass wahrscheinlich kein direkter finanzieller Schaden entstehe. Derzeit liefen aber Gespräche mit dem Ziel, das Fördergeld doch noch zu erhalten. „Wir hoffen auf Kulanz“, sagt Iwannek. Schließlich sei dank der Mitteilung der Landesnahverkehrsgesellschaft dokumentiert, dass die Üstra sich rechtzeitig um das Fördergeld beworben habe.

Die Üstra verfügt seit 2008 über insgesamt 62 Hybridbusse, davon 35 Solobusse und 27 Gelenkbusse. Zusätzlich wurden im vergangenen Jahr reine Elektrobusse angeschafft, die auf der Ringlinie 100/200 im Einsatz sind und an speziellen Stationen aufgeladen werden.

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