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Nach Rücktritt

Für Käßmann strömen die Menschen in die Marktkirche

Von Thorsten Fuchs

Zahlreiche Menschen strömten am Donnerstag den ganzen Tag lang beständig in die Marktkirche, um einige persönliche Zeilen in das Buch für die ehemalige Bischöfin und EKD-Ratspräsidentin Margot Käßmann zu schreiben oder Fürbittezettel an eine der Pinnwände zu heften.
Konzert für eine Exbischöfin: Der Kinderchor Kikimu gab am Donnerstag zur Unterstützung von Margot Käßmann in der Marktkirche spontan ein kleines Konzert.

Konzert für eine Exbischöfin: Der Kinderchor Kikimu gab am Donnerstag zur Unterstützung von Margot Käßmann in der Marktkirche spontan ein kleines Konzert.

© Thomas

Charlotte ist zehn, kein Alter, um sich über Bischofsrücktritte sonderlich viele Gedanken zu machen. Aber der Rummel um Frau Käßmann ist auch an ihr nicht unbemerkt vorübergezogen, sie hat die Fotos in den Zeitungen gesehen und die Diskussionen der Erwachsenen gehört. Und so schwer es für sie sein mag, über richtig oder falsch zu entscheiden – eines steht für sie fest: „Auf jeden Fall ist sie sehr, sehr mutig!“

Charlotte singt im Kinderchor Kikimu der Marktkirche, und weil der Rücktritt von Margot Käßmann als Landesbischöfin und EKD-Ratsvorsitzende kaum jemanden unberührt lässt, nicht mal die Kinder, haben sie gestern Nachmittag spontan ein kleines Konzert für Frau Käßmann gegeben. „Wir sind alle tief traurig über das, was geschehen ist“, sagte die Leiterin Lisa Laage-Smidt, und dann sangen die Kinder zwei Lieder. „Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand“, heißt es in einem.

Das Publikum bildete ein Teil jener Hannoveraner, die am Donnerstag den ganzen Tag beständig in die Marktkirche strömten, um einige persönliche Zeilen in das Buch für die nun ehemalige Bischöfin zu schreiben oder Fürbittezettel an eine der Pinnwände zu heften. Zeitweise bildeten sich regelrechte Warteschlangen an dem kleinen Schreibpult. Erst jetzt, mit dem Abstand eines Tages, scheint bei vielen anzukommen, was da am Mittwochnachmittag eigentlich geschehen ist und was der Rücktritt bedeutet.

Matthias, ein 24-jähriger Heilerziehungspfleger, ist kein übermäßig eifriger Kirchgänger. Aber er hat die bewegende Trauerfeier von Margot Käßmann für Robert Enke gesehen, wegen ihr sei sein Freund wieder in die Kirche eingetreten: „Sie ist eine tolle Frau.“ Und daran änderten weder ihre Alkoholfahrt noch ihr Rücktritt etwas, im Gegenteil: „Viele, die an ihren Stühlen kleben bleiben, sollten sich ein Beispiel an ihr nehmen.“

Der KIKIMU Kinderchor singt in der Marktkirche für Margot Käßmann.
Video: Michael Thomas

Hannelore Bartling aus dem Zooviertel möchte Käßmann am liebsten vor den teils sehr kritischen Kommentaren und Leserbriefen in Schutz nehmen: „Es steht niemandem zu, so über sie zu urteilen.“ Elke Ehlers wiederum, eine weitere Besucherin, hadert noch immer mit dem Rücktritt und sucht nach Antworten: „Es passt zu ihrer geraden Linie, aber es passt nicht zu ihrer Kämpfernatur.“ Was auch immer die Besucher der Marktkirche gestern sagten und schrieben: Es waren Worte der Unterstützung, in immer neuen Formulierungen.

Solidaritätsbekundungen kamen am Donnerstag auch von der evangelischen und der katholischen Kirche in Hannover. „Dankbar sind wir für ihre Unterstützung und Stärkung, als evangelische Kirche in der Großstadt ein zeitgemäßes und zugleich biblisch fundiertes Profil zu finden“, sagte der stellvertretende Stadtsuperintendent Thomas Höflich. Auch der katholische Dekanatspastoralrat bedauert die Entscheidung: „Wir schätzen ihr klares Profil, ihre offene Art und ihr ökumenisches Engagement sehr“, erklärten Propst Martin Tenge und sein Stellvertreter Gerald Hannig. „Nicht zuletzt hat sie durch ihr Wirken und Auftreten das Frauenbild in der Kirche, auch in der katholischen Kirche, positiv geprägt.“

Gerade aus diesem Grund machen sich manche auch bereits Sorgen um die Zukunft der Kirche. Vor allem weibliche Mitglieder könnten sich abwenden, falls es nun zu einem Rückfall in rein männerdominierte Zeiten kommt: „Für die Identifikation der Frauen wird das dramatisch“, befürchtet die Pastorin der Marktkirche, Hanna Kreisel-Liebermann.

Sie leitete am Abend auch die Andacht, zu der rund 100 Gläubige in die Marktkirche kamen. Die offizielle Verkündung des Rücktritts in einem Gottesdienst soll erst der Vizepräsident des Landeskirchenamtes, Arend de Vries, am Sonntag übernehmen. Das Hauptthema jedoch war auch am Donnerstagabend schon jenes, das die Menschen in der Kirche den ganzen Tag über bewegte, wie hätte es auch anders sein können. Aus Kreisel-Liebermanns Worten sprach Wut auf jene, die Margot Käßmann durch Indiskretionen, Nachstellungen und hämische Kommentare geschadet hätten. Nicht sie, sondern andere hätten sich verirrt. Und zugleich offenbarte sie eine tiefe Ratlosigkeit, mit der sie wohl vielen Besuchern an diesem Tag aus dem Herzen sprach: „Wir fühlen uns wie verlassene Schafe“, sagte sie. „Wir sind verstört, erschrocken und sehr traurig.“

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  • Straftaten DuDu – 27.02.10
    an Blindfischbekämpfer

    Bei einem Banküberfall kommt es nicht selten vor, dass die Situation ausser Kontrolle gerät
    und eben doch Menschen getötet oder aber schwer traumatisiert werden.

    Mit "was wäre wenn..." kommen wir nicht wirklich weiter.
    Glücklicherweise hat Frau Käßmann keinen Personenschaden - ausser an ihrer eigenen Person - verursacht.

    Die Umgehensweise des Staates mit Steuersündern finde ich "interessant". Theoretisch kann also jemand jahrelang Schwarzgeld auf schweizer Nummernkonten verstecken - und immense ZINSERTRÄGE erwirtschaften, bis zu einer eventuellen (unwahrscheinlichen ???)Entdeckung.
    Dann hat die Person - ausser einem mehr oder weniger schweren Gang zur Polizeiwache / Fachanwalt für Wirtschaft - NICHTS zu befürchten.

    DuDU
  • Wacht auf!!!! Jack – 26.02.10
    Hallo, diese Frau war mit über 1,5 Promille unterwegs!!!
    Hätte sie einen Unfall gehabt, und dabei euer Kind totgefahren, hätte sie noch vor Gericht als vermindert Schuldfähig dagestanden!!!! Schrecklich!!!
    Wacht auf Leute!!!! Das geht zuWeit!!! Kein Verständnis für diese Frau die vorher mehr Verantwortung prädigte.
    Das geht nicht!!!!
    LG
  • Dudu Blindfischbekämpfer – 26.02.10
    Steuerhinterziehung ist und bleibt eine Straftat. Der Staat hatt allerdings primär ein Interesse an den entgangenen Steuergeldern, so dass bei einer Selbstanzeige des Steuerhinterziehers nicht die Strafbarkeit entfällt, sondern die Strafverfolgung.
    Ihre Aufzählung ist angesichts der beschriebenen Tatbestände insofern ungenau, zumal bei einer Trunkenheitsfahrt andere Verkehrsteilnehmer verletzt oder getötet werden können, bei einem Raubüberfall ist die Bank der potentiell Geschädigte. Erkennen Sie nun den Unterschied?
  • Rücktritt Dr. Käsmann WJ – 26.02.10
    Fr. Dr. Käßmann und ich haben eines gemeinsam; wir leiden unter dem Diktat der deutschen Presse. Fr. Dr. Käßmann hatte gar keine Chance, sich zum wahren Sachverhalt zu äußern, und meine Beiträge hier werden in unerträglicher Art und weise von Ihnen zensiert.

    Bisher ist die ganze Berichterstattung eine unbewiesene tatsachenbehauptung und reine Vermutung. Die Wahrheit wird aber auch hier irgendwann ans Licht kommen, wozu ich mich an dieser Stelle und auch generell in diesem Forum allerdings nie wieder äußern werde.
  • Tatsachenbehauptungen Sascha Aust / HAZ.de – 26.02.10
    @ WJ: Wir stehen auch für den Kommentarbereich unserer Seite presserechtlich in der Verantwortung. Aufgrund dessen sehen wir uns in der Pflicht, Beiträge zu löschen, die lediglich auf Mutmaßungen und Indizien fußen, wenn Sie als Tatsachenbehauptungen dargestellt werden. Bitte haben Sie Verständnis für diese Entscheidung, die auch im Sinne der Nutzer unseres Kommentarbereichs getroffen wurde, denn letzten Endes haften im Fall der Fälle die Verfasser der Kommentare für ihre Texte.
  • Rücktritt Dr. Käsmann WJ – 26.02.10
    Liebe HAZ Redaktion

    Ihr Löschen von Beiträgen ist nun wahrlich unverschämt. Ich habe mich auf Ihre Berichte, die Sie abgedruckt haben, bezogen und habe dazu erläutert, wenn es stimmt, was die Polizei berichtet, dann [... Unbelegte Tatsachenbehauptung von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen unter: www.haz.de/nutzungsbedingungen ... ]

    Was bitte ist daran unbewiesene tatsachenbehauptung, aber wahrscheinlich löschen Sie stets Beiträge, die nicht Ihre Meinung wiederspiegeln. Das ist ein unglaubliches Verständnis von Meinungsfreiheit. Ich habe mich erstmalig und letztmalig über dieses Forum geäußert.
  • Datenschutz Nicht-Kirchler – 26.02.10
    Wer von der Polizei hatte Interesse,
    durch Datenschutzverletzung Frau
    Käßmann so an den öffentlichen
    Pranger zu stellen?
    Toll, wie jetzt die meisten hämisch
    und selbstgerecht über sie herfallen.
    Dem "Verräter" wird es keinen Frieden
    bringen.
  • Rücktritt Basche Hinnerk – 26.02.10
    ich Frau Käßmann hääte nicht Zurücktreten müssen.
    Sie ist eine starke Frau, eine wie wir in Deutschland brauchen, nicht nur als Pastorin.
    Für alle die den Rücktritt befürworten: dann ruft auch noch nach einem Gesetz/Vorschrift die es ermöglicht einem Polizisten sich an den Arbeitgeber eines Betrunkenen Autofahrer zu wenden. So das eine Trunkenfahrt über 0,5 Promille eine sofortige Fristlose Kündigung nachzieht. Incl. Arbeitslosengeldsperre...
  • Datenschutz dany – 26.02.10
    Ja, du sprichst mir aus tiefster Seele. Auch eine Person, die in der Öffentlichkeit steht, hat ein Recht auf Schutz der persönlichen Daten.
    Ich verstehe wirklich nicht, wie die Details derart rasend schnell bekannt werden konnten und man zudem jetzt noch auf dem unbekannten Belgeiter herumreitet.
    Wer war da bestechlich oder wollte sich einfach auf Kosten anderer Personen wichtig machen???
  • normale Pastorin Wilhelm – 26.02.10
    @Stimme der Vernunft, Zitat:Sie kann gern Pastorin bleiben. Dann aber bitte nur zum durchschnittlichen Pastorinnengehalt.

    UND auch nur mit der Aufmerksamkeit der Medien die einem normalen Pastor entgegengebracht wird.

    ..."

    Sind die Gehälter der Pastoren der evangelsichen Kirche unsere Angelegenheit? Und wenn sie einer ehemaligen Bischöfin/einem ehemaligen Bischof mehr zahlen als einem normalen Pastoren (der verdient vielleicht je nach Dienstalter so wie ein Oberstudienrat, oder?), wenn sie also mehr zahlen, ist das doch eine normale dienstrechtliche Angelegenheit. Ihr Gehalt wird dann sozusagen von den Kirchenmitgliedern anteilig bezahlt. Also sollten wir diese Frage schon bei der Kirche und den dafür demokratisch gewählten bzw. anders legitimierten Stellen lassen. Oder? Alles andere wäre so eine Art Sozialneid oder Strafbedürfnis. Wir sind NICHT aufgerufen, hier zu strafen.

    Das mit der Medienaufmerksamkeit ist eine generelle Frage. Ich würde Fr. Käßmann auch raten, da erstmal etwas ruhiger zu treten. Allerdings war vorher die Medienpräsenz gerade ihr Job. Und den hat sie gut gemacht, finde ich. Ich glaube, sie hat die Lösung Rücktritt gewählt, um Schaden vom amt abzuwenden und wird jetzt, da sie das Amt los ist, bestimmt nicht in die öffentliche Offensive gehen, eben um die Kirche nicht mit ihren Privatproblemen zu belasten.
  • Herr laß Hirn vom Himmel fallen ! UM – 26.02.10
    @Taxman
    Du solltest Richter werden, bei deiner Einstellung würde das unsere
    Haftanstalten doch erheblich entlasten.


    @PsyDyn
    Dir wünsche ich Gute Besserung.
  • Selbstgerechtes Pack PsyDyn – 26.02.10
    Da sind sie wieder, die gerecht Denkenden und Handelnden aller Zeiten. Leute, die sich früher auch gern bei Hexenverbrennungen und Hinrichtungen hingestellt haben. Die entlaufene Juden jagten, weil sie doch aus den Viehwaggons flüchten wollten, was natürlich ganz ungesetzlich war. Und die den Ackermanns, Zumwinkels, Madoffs und Westerwelles aller Zeiten besoffen Beifall klatschen.

    Es ist das gleiche selbstgerechte Pack, das nach dem Krieg noch jeden armeekritischen Soldaten als Wehrkraftzersetzer verfolgte. Prost dem Ekelvolk der letzten Jahrhunderte!
  • @taxman Die Stimme der Vernunft – 26.02.10
    Genau aus DIESEN Gründen - weil eben das Leben nicht schwarz oder weis ist sondern ehr grau - hätte ich keine Probleme damit wenn sie in ihrem Amt weitergemacht hätte.

    Die Aufrichtigkeit ihres Rücktritts steht und fällt jetzt mit ihren kommenden Bezügen und mit der Konsequenz wie sie die Medien meidet.

    Wenn sie nur ihre Aufgaben abgibt aber ihr - sicherlich nicht niederiges Gehalt - unverändert bleibt und sie ggf. noch von Talkshow zu Talkshow tingelt, DANN würde sie sich unglaubwürdig machen. Sollte dem so sein , werde ich wohl tatsächlich darüber nachdenken aus der Kirche auszutreten und meiner Gemeind DIREKT da Geld als Projekt-Bezogene Spende zukommen zu lassen.
  • Rücktritt Frau Käßmann DuDu – 26.02.10
    Fazit der Debatten :
    Fahren mit 1,54 % ist eine Straftat,
    Steuerhinterziehung ab 500.000 Euro AUFWÄRTS ist bei einer Selbstanzeige KEINE Straftat - ein Banküberfall mit großer oder kleiner Beute ist wieder eine Straftat... Oder verstehe ich da was falsch ?
    DuDu
  • Prominente Verkehrsdelikte Reinhard – 26.02.10
    Mich würde an dieser Diskussion um unsere ehemalige Landesbischöfin, deren Rücktritt ich aufrichtig bedauere, mal interssieren, wie die Information über ihren Fehltritt so schnell an die Presse glangen konnte. Gibt die Polizei solche Informationen postwendend an die Presse weiter oder verschafft sich irgend ein Wichtigtuer bei Polizei oder Innenministerium einen kleinen Nebenverdienst, denn es ist ja bekannt, dass einige Zeitung solche Informationen mit Bargeld belohnen. Wo bleiben da eigentlich Datenschutz und Persönlichkeitsrecht? Was sagt der Datenschutzbeauftragte, der sonst fast überall Probleme sieht und wie stellt sich unser Innenminister zu der Frage der möglichen Bestechlichkeit von Beamten in seinem eigenen Hause? Fragen über Fragen, aber vermutlich keine Antworten.
  • Ganz einfach - ganz konkret Taxman – 26.02.10
    Es wird immer mit dem Strafrecht argumentiert.

    Frau Käsmann habe einen Rotlichtverstoß und eine Fahrt unter Alkohol begangen.

    Dies sei alles strafrechtlich relevant und deshalb muss sie von allen Ämtern zurücktreten und neuerdings auch vom Pastorenamt mit allen Folgen.

    Gut, man kann so argumentieren.

    Vor Absenden des Kommentar könnten man aber auch kurz in sich gehen:

    - Bin ich noch niemals zu schnell gefahren ? Was hätte passieren können ?

    - Habe ich immer das Rotlicht beachtet ? Auch nachts ..

    Bin ich unter Medikamenteneinfluss Auto gefahren ? Und neulich nach dem Zahnarzt ?

    - Habe ich andere Straftaten begangen, wie zum Beispiel :

    a) Steuerhinterziehung

    Als Rentner immer Steuererklärungen abgegeben ?

    Als Arbeitnehemer niemals bei den
    Werbungskosten (Fahrten (km), Arbeitstage, Arbeitszimmer, Belege) geschummelt ?

    Zinsen vollständig erklärt oder Steuer-CD ?

    b) Sozialbetrug

    Habe ich meine Haushaltshilfe angemeldet ?

    Beteilige ich mich in zutrefender Weise am Unterhalt für die Oma im Altenheim oder habe ich bei den Anträgen etwas vergessen ?

    c) Versicherungsbetrug

    War mein gestohlenes Fahrrad wirklich abgeschlossen ? bevor die Hausratsversicherung zahlte ?

    Diese Fragen lassen sich erweitern...

    Wie Frau Käsmann oft angemerkt hat, ist das Leben nicht schwarz oder weiß sondern bunt und hat viele Schattierungen...

    Wer untadelig ist, der möge weiterhin mit dem Strafrecht argumentieren.

    Allen anderen wird Frau Käsmann verzeihen.

    Da bin ich mir sicher !
  • @Sille Die Stimme der Vernunft – 26.02.10

    Sie kann gern Pastorin bleiben. Dann aber bitte nur zum durchschnittlichen Pastorinnengehalt.

    UND auch nur mit der Aufmerksamkeit der Medien die einem normalen Pastor entgegengebracht wird.

    Wenn sie meint zurücktreten zu wollen um sich so aus der Schusslinie zu begeben... gern , aber dann will ich sie auch in keiner Talkshow mehr sehen.

    Entweder steht man das durch wie ein ... naja, vielleicht nicht der passende spruch ... wie ein "Mann" oder man tritt halt WIRKLICH zurück
  • Käßmann bleibt Pastorin Sille – 26.02.10
    @um
    "Genauso sehe ich das auch.Der in der Pressekonferenz erwähnte Hinweis auf den künftigen Pastorenposten empfinde ich
    als die größte Unverschämtheit."
    An alle Kommentatoren, die jetzt mehr oder weniger vehement, eher unhöflich als höflich fordern, Fr. Käßmann solle auch das Pastorenamt aufgeben:
    Für wen halten Sie sich? Wer will sich bitte schön anmaßen dürfen,der Evangelischen Kirche vorzuschreiben, welche Pastoren sie zu entlassen hätte? Straftat hin oder her. Ich meine, so schlimm wie dieses Vorkommnis auch war, es erfordert VIELLEICHT den Rücktritt als Bischöfin, aber mit Sicherheit nicht die Aufgabe des Pastorenamtes. Also, wirklich, irgendwo muss doch Schluss sein mit dieser Hetze.
  • Rücktritt Dr. Käsmann WJ – 26.02.10
    Das Fr. Dr. Käßmann zurückgetreten ist, ist Ihre freie Entscheidung gewesen, egal ob man manche Personen das gefordert haben oder nicht. Das mußte und hat Sie sicherlich frei entschieden. Es ist leider "normal" das viele Personen Forderungen stellen oder sich zum Moralapostel aufschwingen.

    [... Unbelegte Tatsachenbehauptung von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen unter: www.haz.de/nutzungsbedingungen ... ]

    Ich wünsche Ihr alles Gute!
  • Mal KEINE Solidaritätsbekundung Die Stimme der Vernunft – 26.02.10
    Vorneweg: 1,5 Promille sind kein Spaß! Wer mitso einem Blutalkoholwert fährt gefährdet andere massiv. Und dafür ist sie Strafrechtlich zur Rechenschaft zu ziehen.

    Die Frage die sich mir stellt ist halt ob EIN Fehler (wenn er auch keine Bagatelle sein sollte) wirklich die Karriere eines Menschen vernichten sollte? Ich meine Nein, und da sowohl für eine Bischöfin als auch für einen normalen Angestellten.

    Lächerlich finde ich aber dieses Rücktrittsgebahren. Entweder bleibt sie im Amt und steht es tapfer durch, das sie - wie ganz viele andere Menschen - mit einem Makel behaftet ist, oder sie tritt WIRKLICH zurück.

    Und das hieße für mich, das sie ALLE Funktionen aufgibt, wieder Pastorin wird und ganz wichtig auch nur noch ein durchschnittliches Pastorinnen Gehalt bekommt, und sich auch aus der Öffentlichkeit zurückzieht, sich also dem Sonnenlicht der Medien zurückzieht.

    Das was sie jetzt macht , ist "Wasch mich , aber mach mich nicht nass" und das lässt meine Achtung ihr gegenüber stark absinken.
  • Was bleibt ... Taxman – 26.02.10
    ist die Feststellung,

    - dass ein Mann nicht zurückgetreten wäre.

    - dass auch in der Öffentlichkeit von bedeutenden Personen dieses nicht gefordert wurde.

    - dass viele sich fragen, wie der Vorgang aus Sicht des Datenschutzes
    zu beurteilen ist und ob die Inhalte der angekauften Steuer-CD auch in den Medien veröffentlicht werden.

  • Es ging nicht um ihr Verkehrsdelikt js.b – 26.02.10
    Für die meisten Rücktritts-Befürworter gilt in meinen Augen: Es ging überhaupt nicht um ihre Autofahrt unter Alkoholeinfluss. Diese war nur eine Gelegenheit, endlich (mal wieder) ihren Rücktritt zu fordern, nachdem man schon nach ihrer Scheidung damit keinen Erfolg hatte. Ihr hattet Erfolg, gratuliere. Fühlt ihr euch jetzt besser?

    Diejenigen allerdings, die wie Frau Kreisel-Liebermann in diesem Artikel (oder auch wie Alice Schwarzer bei Spiegel Online) dieses ganze Thema feministisch zu bewerten versuchen, was bei Alice Schwarzer in der Behauptung gipfelt, von einem Mann hätte man keinen Rücktritt erwartet: Willkommen in der Wirklichkeit. Die 70er sind vorbei, und bei den meisten Leuten heutzutage (inkl. Frauen) rufen eure gestrigen Theorien nur Gähnen hervor.
  • Realistisch bleiben Meiner einer – 26.02.10
    Steht in der Bibel aber nicht auch, dass alle Menschen vor Gott gleich sind, unabhängig von all ihren Fehlern und Makeln...?

    Ich respektiere den Rücktritt von Frau Käßmann und habe großen Respekt, dass sie aus persönlicher Konsequenz geht. Notwendig ist es meiner Meinung nach nicht.
    Ja, Frau Käßmann hat eine Straftat begangen und zum Zeitpunkt der Alkoholfahrt ein Risiko für andere Verkehrsteilnehmer dargestellt. Dafür gibt es weltliche Konsequenzen in Form eines Strafverfahrens. Diesen Fehler zuzugeben und die Konsequenzen zu tragen kann nicht vorbildlicher sein!
  • Schaden für EKD UM – 26.02.10
    Bei 25mio Mitgliedern der EKD sind 100 Leute die bei der Andacht anwesend waren, nicht gerade üppig.

    Es mag sein das, wie im Artikel erwähnt, einige wegen Fr.Käßmann wieder in die EKD eingetreten sind, aber ich denke sehr viele werden nach dieser Medienwirksamen Trunkenheitsfahrt aus der EKD austreten.

    Sie hatte mehr als 2 Tage Zeit in denen Sie völlig schmerzlos hätte zurücktreten können z.B. aus persönlichen Gründen.Dies wäre noch nicht mal gelogen gewesen denn offensichtlich hat sie ein Problem.

    Erst am Dienstag wurde der Fall der sich am Samstag zugetragen hatte veröffentlicht.Sie hat durch ihr Hinhalten der EKD erheblich geschadet.

    Die üblichen Käßmann bewunderer werden sie weiter anhimmeln, aber es gibt eben auch viele EKD-Mitlieder die der Kirche ohnehin habherzig gegenüberstehen und diese werden diesen von Käßmann unnötig verursachten Medienrummel nutzen um aus der Kirche auszutreten.

    @Nüchterner
    Genauso sehe ich das auch.Der in der Pressekonferenz erwähnte Hinweis auf den künftigen Pastorenposten empfinde ich
    als die größte Unverschämtheit.
  • Unglaublich Hannoveraner – 26.02.10
    "Offenbar gibt es unter den Leuten die sich hier in den Kommentarspalten der HAZ tummeln jede Menge Leute ohne Sünde, ohne Schwächen, ohne Fehl und Tadel. Oder zumindest solche die sie nie zugeben würden. Oder die sie sich nicht mal selber eingestehen. Da kann man dann gut mit dem erhobenen Zeigefinger dastehen."

    Das was Sie da schreiben, kann man auch sehr gut auf Frau Käßmann übertragen. Sie hat auch immer den Finger gehoben und was kam am Ende raus? Naja das wissen ja jetzt mittlerweile alle.

    Ich trauer der nicht nach. Sie hat es richtig gemacht mit dem Rücktritt und dafür bekommt sie auch meine Hochachtung, aber sie hat einen sehr großen Fehler gemacht. Mensch, sie ist nicht nur betrunken, sondern im Vollrausch Auto gefahren, was alles hätte passieren können. Sowas geht einfach nicht.

    Wer dennoch zu ihr steht und aussagt das war ja nicht so schlimm, der sollte sich nicht Christ nennen.

    Ich bin froh, dass ein Polizist bei der Bild ausgepackt hat, sonst wäre das alles nicht an die Öffentlichkeit gekommen. So ist Frau Käßmann, von sich aus hätte sie es verschwiegen und jedem hinters Licht geführt, solch eine Frau verdient dann einen großen Respekt? Gibt es da nicht ein Bibelgebot, dass heißt "Du sollst nicht lügen"?

    An die HAZ: Eurer Schreibweise nach und durch den Inhalt könnte man denken, Frau Käßmann sei tödlich verünglückt. Finde ich wirklich nicht gut, vor allem zich Berichte wie sehr sie doch vermisst wird(ihr habt 100 Leute wahrgenommen, nicht sehr aussagekräftig), einer reicht völlig und bitte verallgemeinert nicht, denn die Kommentare haben gezeigt, dass es mehr sind, die glücklich sind, das Frau Käßmann nicht mehr im Amt ist.
  • Die Frau hat nicht nur ... Chris – 26.02.10
    ... einen zuviel getrunken, sondern hat auch noch hinters Steuer gegriffen.

    Das ist eine Straftat und kein Kavaliersdelikt. Also ist der Rücktritt gerechtfertigt.

  • @ Herbert Grund Beobachter – 26.02.10
    Wer von Euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein.

    Offenbar gibt es unter den Leuten die sich hier in den Kommentarspalten der HAZ tummeln jede Menge Leute ohne Sünde, ohne Schwächen, ohne Fehl und Tadel. Oder zumindest solche die sie nie zugeben würden. Oder die sie sich nicht mal selber eingestehen. Da kann man dann gut mit dem erhobenen Zeigefinger dastehen.
  • Tiefer Fall? Nüchterner – 26.02.10
    Nach dem Kirchengesetz hat ein zurückgetretener Bischof, wenn er wieder Pastor wird, weiter Anspruch auf die Bischofsbesoldung. Um ein Zitat leicht abzuwandeln: Man kann nicht tiefer fallen als in ... Besoldungsgruppe B 8! (Ca. 8.500,00 Euro/Monat.)
  • Solidaritätsbekundungen? Herbert Grund – 25.02.10
    Solidaritätsbekundungen für Straftäter? Geht in Hannover noch alles seinen rechten Gang, oder ist das jetzt die Fortsetzung des Spektakels um den Fußballtorwart?
    Die Frau ist sturzbetrunken - 1,54 Promille!!! - Auto gefahren. Die hat nicht falsch geparkt, sondern massiv Dritte gefährdet!
    Für wen zünden wir denn als nächstes eine Kerze an?

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