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Aus der Stadt Für den Üstra-Vorstand wird es immer enger
Hannover Aus der Stadt Für den Üstra-Vorstand wird es immer enger
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00:17 28.10.2017
Von Mathias Klein
Üstra-Vorstände in der Kritik: Wilhelm lIndenberg (li.) und André Neiß. Quelle: Nancy Heusel
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Hannover

Eine Entscheidung über die Zukunft der Vorstände fällt voraussichtlich in zehn Tagen.

Mittwoch wurden die von der Regionsversammlung entsandten Aufsichtsratsmitglieder über ein Rechtsgutachten zur Vergabe des Auftrags für die Werbekampagne „Üstra rockt“ informiert. Das Ergebnis lasse den Vorstand schlecht aussehen, hieß es nach der Sitzung. Eine abschließende Bewertung stehe noch aus.

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Männliche Üstra-Mitarbeiter tragen Röcke - und wollen damit Werbung für ihre weibliches Personal machen.

Problematisch falle auch das Rechtsgutachten zum verpatzten Fördergeldantrag für den Kauf von Hybridbussen aus. Die Üstra hatte elf Hybridbusse bestellt, bevor das Land das Fördergeld in Höhe von rund 1,9 Millionen Euro bewilligt hatte. Jetzt ist unklar, ob die Üstra die Fördersumme noch erhält.

Die beiden Themen sind aus Sicht des Aufsichtsrats so gravierend, dass sich das Gremium in zwei getrennten Sitzungen damit befassen will: Am Freitag geht es um die Rockkampagne, in der darauffolgenden Woche in einer außerordentlichen Sitzung um die Hybridbusse.

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Jeden Tag befördert die Üstra Zehntausende Hannoveraner zur Arbeit, zur Universität oder in die Schule. Das sollten Sie über das Unternehmen wissen.

„Beides sind Vorgänge, die im Zusammenhang gewürdigt werden müssen“, sagt Aufsichtsratschef Ulf-Birger Franz, der auch Verkehrsdezernent der Region ist. „Wir müssen sehen, wie wir wieder Ruhe ins Unternehmen bekommen.“ Auf die Frage nach möglichen Folgen für Neiß und Lindenberg sagte Franz: „Über Konsequenzen will ich mich nicht äußern.“ Franz sollte eigentlich in der kommenden Woche mit einer Delegation der Region in die chinesische Partnerregion Luan reisen. Im Regionshaus hieß es, dass die Probleme bei der Üstra ihn derzeit unabkömmlich machten.

Neiß und Lindenberg waren bereits vor einiger Zeit unter Druck geraten. Sie hatten im Jahr 2014 Mitarbeitern Sonderzahlungen von 1,6 Millionen Euro zugestanden, obwohl der vereinbarte Zufriedenheitswert der Fahrgäste nicht erreicht wurde.

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