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Fury feiert Heimspiel vor 11.500 Fans

Konzert in der Tui-Arena Fury feiert Heimspiel vor 11.500 Fans

Ein Wiedersehen mit alten Bekannten: 11.500 Fans feiern am Freitagabend ein Klassentreffen mit Fury in the Slaughterhouse. Das war nur der Auftakt – am Sonnabend und Sonntag geht die Party in der Tui-Arena weiter.

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Hannover feiert 30 Jahre Furys.

Quelle: Frank Wilde

Hannover. Was hätte dabei auch schief gehen sollen: Die Band Fury in the Slaughterhouse feiert das 30-jährige Bestehen mit einem Heimspiel in der Tui-Arena. „Klassentreffen“ heißt das ausverkaufte Konzert, 11.500 Leute in der Halle. Und wie bei jeder Zusammenkunft von Menschen, die sich lange nicht begegnet sind, sind auch an diesem Abend viele gekommen, um sich die eigene Jugend noch mal anzusehen - und vor allem anzuhören. Es liegt diese neugierige Aufgekratzheit in der Luft: Wie wohl die anderen älter geworden sind? Dabei ist das Fury-Konzert eben keine Retro-Party mit den besten Hits der Achtziger und Neunziger. Zeit erscheint zweitrangig, das emotionale Gedächtnis kennt nur den Augenblick.

Die Jungs sind welche von uns

Schnell stellen sich wesentliche Gefühle wieder ein: Egal wie groß die Bühne sein mag, die Jungs da oben sind welche von uns. Fury fühlt sich Hannover verbunden - und umgekehrt. Die Band ist auf dem Teppich geblieben, auch wenn der eine Zeit lang fliegen konnte. Zeit für ein paar Sentimentalitäten: Weißt du noch, damals mit „Seconds to Fall“ auf dem Rücken im Gras, dieses Gefühl von Weite einatmend? Geht das noch nach so langer Zeit? In einer Konzertarena? Es geht. Viele schließen die Augen und genießen ihre ganz eigenen Fury-Filme. Spätestens bei Hits wie „Radio Orchid“, „Milk and Honey“, „Trapped Today ...“ oder „Won’t Forget these Days“ sind aber die meisten wieder hellwach und singen leidenschaftlich jede Zeile mit.

Fury in the Slaughterhouse – Bilder vom Konzert in Hannover am Freitag.

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Wie bei jedem guten Klassentreffen gibt es Familienfotos, als Erinnerungsfilmchen zum Auftakt. Die Furys lösen mit Bildern der ersten Szenenapplaus aus, noch bevor sie auf der Bühne sind. Es bleibt auch Raum, um persönliche Schicksale zu teilen: Die Band widmet das Konzert Wolfgang Besemer, den verstorbenen Konzertveranstalter und Mentor der Band.

Sie eröffnet das Konzert mit einem von sechs neuen Songs. In denen geht es oft um das, was sich die Musiker mit dem Publikum teilen: Gedanken ums Altern und den Kampf ums gute Leben. Während der ersten Hälfte von „Dance on the Frontline“ ist die Band nur schemenhaft hinter einem Vorhang zu sehen und lässt Platz für individuelle Projektionen.

Neue Songs, alter Sound

Fury hat nicht aufgehört, aktuellen Alltag in eingängige Popsongs zu gießen. Der Sound hat sich kaum verändert. Die Fans zeigen sich damit aber mehr als einverstanden. Diese Musik hat sich bei vielen untrennbar mit einem vertrauten Lebensgefühl verbunden. So gesehen ist es ein recht altmodischer Abend in der Tui-Arena - im besten Sinne. Genau 30 Songs für 30 Jahre. Das Konzerterlebnis mit den Klassenkameraden war für viele Besucher wohl schon großartig, bevor es begann. Wenn sich solche Erwartungen erfüllen, stellt sich Glück ein. Es wird sichtbar auf den Gesichtern und greifbar zwischen Bühne und Publikum.

Fury in the volles House

Preise wie Goldene Schallplatten (insgesamt rund 4 Millionen verkaufte Alben) haben die Furys reichlich eingeheimst. Das Album „Mono“ erreichte 1993 Platz zwölf der Album-Charts und erhielt Edelmetall. Der Nachfolger „The Hearing an the Sense of Balance“ wiederholte den Erfolg (1995, Platz sechs). Noch höher ging es 1997 für „Brilliant Thieves“ – Gold und Platz drei.

Eine weitere Auszeichnung gab es Freitag vor der ersten praktisch ausverkauften Show von dreien in der Tui-Arena. Für so etwas hat die Agentur Hannover Concerts (HC) eigens einen „Sold Out Award“, den HC-Chef Nico Röger überreichte. Der Vorverkauf hatte im März 2016 begonnen, und das erste Konzert war binnen 48 Stunden praktisch ausverkauft. Das zweite ebenfalls wenige Tage danach. Und auch beim dritten Auftritt wird es voll.

Restkarten: Für die Show am Sonnabend und am Sonntag gibt es noch wenige Tickets an der Abendkasse (ab 40 Euro).

Von Thomas Kaestle

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