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Fußballfans protestieren in Hannover

Sicherheitskonzept der DFL Fußballfans protestieren in Hannover

Etwa 1000 Fußballfans haben am Sonntag in der Innenstadt gegen das Sicherheitskonzept „Sicheres Stadionerlebnis“ demonstriert. Ihrer Einschätzung nach zielt das von der Deutschen Fußballliga (DFL) ausgearbeitete Papier auf mehr Repression gegen Fans in den Stadien ab.

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„Gegen diese Unterstellung protestieren wir, denn nur ein gleichberechtigter Dialog kann zielführend sein“, so die Botschaft der Demonstranten.

Quelle: Thomas

Hannover. „Das Konzept geht an der Wirklichkeit vorbei. Mehr Druck ist der falsche Weg, um Randale im Stadion entgegenzuwirken“, sagte einer der Mitorganisatoren des Protests, Florian Meyer, im Gespräch mit der HAZ.

Nach Angaben der Polizei beteiligten sich rund 750 hannoversche Fans an dem Protestmarsch und etwa 200 Anhänger von Bayer Leverkusen, die zur Partie ihres Verein gegen 96 am Sonntag nach Hannover gereist waren. „Beim Fußball herrscht kein Krieg“, stand auf den Handzetteln geschrieben, die sie an Passanten verteilten. Fußballfans seien keine unberechenbaren Chaoten. „Gegen diese Unterstellung protestieren wir, denn nur ein gleichberechtigter Dialog kann zielführend sein“, so die Botschaft.

Welches Ausmaß Randale im Fußballstadion annehmen kann, war Ende Oktober bei einer Partie von Hannover 96 gegen Dynamo Dresden deutlich geworden. Dutzende Dresden-Fans hatten die Absperrungen an den Eingängen durchbrochen, um sich den Kontrollen zu entziehen und waren ins Stadion gestürmt. Dort zündeten sie zahlreiche verbotene pyrotechnische Gegenstände.

Etwa 1000 Fußballfans haben am Sonntag in der Innenstadt gegen das Sicherheitskonzept „Sicheres Stadionerlebnis“ demonstriert.

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„Natürlich sollen solche Vorkommnisse nicht sein. Randale ist nicht gut - durch Repression wird die Situation aber nicht besser“, sagte Meyer. Er bemängelt, dass Fans bei der Ausarbeitung des DFL-Papiers „Sicheres Stadionerlebnis“ nicht mit einbezogen worden seien. „Es wird über Stadionbesucher geredet, aber nicht mit ihnen“, beklagte Meyer. Auch mit der Berichterstattung in den Medien über Gewalt im Stadion sei ein Großteil der hannoverschen Fußballfans nicht einverstanden. „Die Debatte in den Medien ist überhitzt. Es gibt keinen Grund, sich im Stadion unsicher zu fühlen“, sagte Meyer. Lobende Worte findet er für die Arbeit der Polizei Hannover. „Das Konzept der Beamten in Hannover ist gut. Sie sind im Vergleich zu Beamten in anderen Städten sehr freundlich und aufgeschlossen gegenüber Fußballfans. Das trägt zu einem friedlichen Ablauf bei, und daran sollte sich bundesweit ein Beispiel genommen werden.“

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