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Aus der Stadt Fußballspieler fallen über Zuschauer her
Hannover Aus der Stadt Fußballspieler fallen über Zuschauer her
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00:17 08.12.2016
Von Michael Zgoll
Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Es war ein entscheidendes Spiel, es ging um den Abstieg aus der 3. Fußball-Kreisklasse Hannover-Stadt. Doch gut zehn Minuten vor Spielende zeigte sich, dass einige Akteure des SC Linden ihre Nerven nicht im Griff hatten: Sie reagierten auf provozierende Äußerungen eines Zuschauers der Heimmannschaft TuS Kleefeld mit wüsten, übertrieben körperbetonten Attacken. Resultat: Das Sportgericht belegte einen 28-jährigen Stürmer aus Linden mit sechs Monaten Spielsperre, einen 27-jährigen Verteidiger mit sieben Monaten Sperre. Außerdem mussten der Sportclub Linden 150 Euro und die Turn- und Sportvereinigung Kleefeld 100 Euro Geldstrafe zahlen.

Am Montag nun fand das strafrechtliche Nachspiel vor dem Amtsgericht statt, wurde aber schon nach 20 Minuten abgepfiffen. Richter Jörn Thyen stellte das Verfahren ein, allerdings müssen die beiden Lindener Heißsporne an das 22-jährige Opfer jeweils 600 Euro Geldbuße zahlen - für einen Maschinenbaustudenten und einen Barkeeper durchaus eine Summe, die schmerzt.

Das Spiel im April 2016 war heißumkämpft, kurz vor Schluss hatte der 28-jährige Stürmer des SC den Ausgleich erzielt. „Von der Seitenlinie aus war ich sowie schon die ganze Zeit angepöbelt worden“, erklärte er gestern vor Gericht. Dann fiel der Satz, der das Fass zum Überlaufen brachte. „Sprich deutsch mit mir“ rief der 22-jährige Zuschauer dem Stürmer während eines Streits um die Berechtigung eines Einwurfs zu - und nun ging es richtig rund. Der Lindener (mit Wurzeln in der Türkei) rannte auf den Kleefelder (mit Wurzeln im Kosovo) zu und schlug auf ihn ein. Kurz danach musste sich dieser einer Traube von aufgebrachten SC-Spielern erwehren. Bei dem Versuch, den Lindenern zu entkommen, knickte der Kleefelder um und durchtrennte sich ein Außenband.

Von dem Verteidiger bekam er zudem noch einen kräftigen Schlag auf den Hinterkopf verpasst. Doch auch das Sportgericht erteilte dem Opfer mit den ausländerfeindlichen Anwandlungen später noch eine Lektion: Der in einer anderen Kleefelder Fußballmannschaft spielende 22-Jährige musste 50 Euro Geldstrafe zahlen.

Das Spiel wurde beim Stand von 1:1 abgebrochen, unter dem Strich waren die Emotionen um einen möglichen Abstieg aber völlig überflüssig. Beide Mannschaften konnten in der 3. Kreisklasse bleiben, weil ein anderer Verein seine Meldung zurückzog.

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