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GBH baut Häuser für 700 Flüchtlinge

Nachnutzung geplant GBH baut Häuser für 700 Flüchtlinge

Die städtische Immobiliengesellschaft GBH will mit einem Millionenprojekt die Anstrengungen der Stadtverwaltung unterstützen, Wohnraum für Flüchtlinge zu schaffen. Nach Informationen der HAZ hat der GBH-Aufsichtsrat kürzlich ein umfangreiches Neubauprogramm beschlossen.

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 An der Kopernikusstraße Ecke Alte Ladestraße baut die GBH bereits ein Flüchtlingswohnheim.

Quelle: Michael Thomas

Hannover. An mehreren Standorten im Stadtgebiet will die GBH acht mehrstöckige Häuser für Mietwohnungen bauen, in denen insgesamt bis zu 700 Flüchtlinge leben können. Die Stadt mietet die Wohnungen für zehn Jahre, danach sollen sie als Sozialwohnungen angeboten werden. Von einer Investitionssumme im hohen zweistelligen Millionenbereich ist die Rede. Bereits in diesem Jahr soll mit dem Bau der ersten Häuser begonnen werden.

In den vergangenen Monaten hat die Verwaltung bereits Tausende von Flüchtlingen kurzfristig in Wohncontainern, ehemaligen Baumärkten und abbruchreifen Krankenhäusern unterbringen können. Die GBH verfolgt jetzt eine ergänzende Strategie. „Wir setzen mit unserem Programm auf nachhaltigen Wohnungsbau für Flüchtlinge“, bestätigt GBH-Geschäftsführer Karsten Klaus die Informationen der HAZ. Vorbild für die neuen Häuser sei ein Gebäude in der Kopernikusstraße (Nordstadt), das demnächst bezogen wird. Es entsteht nicht in der typischen Leichtbauweise der schnell errichteten Wohnheime wie etwa die Gemeinschaftsunterkunft auf der Alten Bult, sondern ist ein massiver Bau, der sich gestalterisch den Häusern in der Nachbarschaft orientiert.

Das Bauprogramm der GBH wird vom Land Niedersachsen mit einer Art subventioniertem Darlehn unterstützt. „Wir bekommen besonders günstige Konditionen, ähnlich wie für den sozialen Wohnungsbau“, sagt Klaus. Nach zehn Jahren Miete durch die Stadt Hannover bietet die GBH die Wohnungen zum Sozialtarif an. Man rechne dann mit einem Quadratmetermietpreis von etwa 6,50 Euro, schätzt der GBH-Chef.

Die Standorte für die neuen Mietshäuser verteilen sich über das gesamte Stadtgebiet, sie liegen in Groß-Buchholz, Misburg, Ledeburg, Bemerode, Badenstedt und im Heideviertel. Die ersten Bauanträge hat die GBH bereits eingereicht, nach Angaben von Geschäftsführer Klaus rollen die Bagger zuerst in der Nußriede und am Nikolaas-Tinbergen-Weg (beide Groß-Buchholz) an. Danach folgt ein Neubau im Badenstedter Albrecht-Schäffer-Weg.

Die Bauzeit pro Haus schätzt die GBH auf zwölf bis 15 Monate. Mitte 2017 könnten die ersten Mietshäuser stehen und zur Entlastung der Sammelunterkünften beitragen. Der GBH-Aufsichtsrat begrüßt das Projekt einhellig, auch bei der Ratsopposition regt sich kaum Kritik. „Damit hätte die GBH schon früher beginnen können“, heißt es.

Unmut über Unterkünfte in Lahe: DieStadt den Bau von zwei Containerdörfern und einer Leichtbauhalle für Flüchtlinge in Lahe. Sind die Quartiere bezogen, kommen auf knapp 2000 Einwohner rund 700 Flüchtlinge. Zudem wird das Obdachlosenheim an der Alten Peiner Heerstraße erneuert und ausgeweitet. Im Bezirksrat Bothfeld-Vahrenheide wurden die Pläne kürzlich kritisch, aber sachlich diskutiert.

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