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Gärtürme auf Aha-Gelände werden jahrelang repariert

Aha-Gelände in Lahe Gärtürme auf Aha-Gelände werden jahrelang repariert

Immer wieder gab es Ärger um die Aha-Entsorgungsanlage, jetzt müssen die drei Gärtürme in Lahe langwierig gewartet werden. Bei werden die Aha die Schäden als gering eingeschätzt.

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Im Juni hat der Abfallwirtschaftsbetrieb mit der Wartung und Reparatur des ersten der drei fast 30 Meter hohen, blau verkleideten Gärtürme auf der Anlage in Lahe begonnen.

Quelle: Tim Schaarschmidt

Lahe. Bauarbeiter und Experten des Abfallentsorgers Aha haben jetzt einen Arbeitsplatz auf 29 Meter Höhe. Im Juni hat der Abfallwirtschaftsbetrieb mit der Wartung und Reparatur des ersten der drei fast 30 Meter hohen, blau verkleideten Gärtürme auf der Anlage in Lahe begonnen, die vor gut zehn Jahren errichtet wurden. Derzeit sind die Arbeiter damit beschäftigt, auf dem Dach Luken zu installieren, die bei der Errichtung des Behälters nicht eingebaut wurden. „Damit wird die nächste Überprüfung leichter“, sagt der zuständige Aha-Ingenieur Christian Nülle. Die Revision der Behälter ist gesetzlich vorgeschrieben, es geht darum, den Zustand und die Sicherheit zu überprüfen. Die Gärtürme gehören zur sogenannten Kalten Rotte, von den Experten Biologische Restabfallbehandlungsanlage genannt. Sie waren jahrelang Zankapfel im Konflikt um die Kosten des Abfallsystems in Hannover.

Die Gärtürme auf dem Aha-Gelände in Lahe müssen gewartet werden.

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„Der Zustand der Betontürme ist besser, als wir erwartet haben“, sagt Aha-Geschäftsführer Thomas Schwarz. Er rechnet damit, dass die Arbeiten am ersten Gärbehälter bis zum Jahresende abgeschlossen sind. Der zweite Gärbehälter wird im kommenden Jahr überprüft, der dritte dann 2018.

In den Gärbehältern werden die kleineren Bestandteile des Restabfalls durch Bakterien zersetzt. Dieser Prozess dauert rund drei Wochen. Bei dieser luftdichten Vergärung entsteht Methangas, das zur Stromerzeugung verwendet wird. Anschließend wird das Material aus den Gärtürmen in eine Halle gepumpt, dort belüftet und durch Bakterien weiter abgebaut. Die übrigen Reste werden dann auf die Deponie Wunstorf-Kolenfeld transportiert und dort eingelagert.

Die Kalte Rotte hatte vor drei Jahren Schlagzeilen gemacht. Im Mai 2013 waren bei einem Starkregen große Wassermengen in die Halle der Kalten Rotte eingedrungen. Wegen der großen Regenmengen waren Rohre geplatzt, daraufhin hatte die Halle unter Wasser gestanden. Das in der Rottehalle als Drainage ausgebrachte Kiesbett war durch den Wassereinbruch verschlammt worden und musste komplett ausgetauscht werden.

Zuvor hatte die CDU immer wieder die zu hohen Kosten der Kalten Rotte beklagt. Die Müllgebühren in der Landeshauptstadt und im Umland könnten seit Jahren deutlich niedriger sein, wenn es die Kalte Rotte nicht gäbe und der gesamte Hausmüll verbrannt würde, heißt es bei der CDU. Der ehemalige CDU-Regionsfraktions-chef Eberhard Wicke hatte gesagt: „Dadurch, dass die Politik eine falsche Entscheidung getroffen hat, müssen die Gebührenzahler seit Jahren deutlich mehr Geld zahlen.“

Die Aha-Geschäftsführung hatte die Vorwürfe der CDU immer wieder zurückgewiesen. Das Unternehmen hatte der Fraktion vorgeworfen, nicht mit den korrekten Zahlen zu argumentieren.

Die Kalte Rotte war im Herbst 2005 in Betrieb gegangen. Sie hat insgesamt 50 Millionen Euro gekostet. Bei ihrem Betrieb hatte Aha mit erheblichen Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen - unter anderem, weil die Firma, die die Anlage gebaut hatte, eine Pleite hinlegte. Später mussten immer wieder Teile ersetzt oder Maschinen umgebaut werden.

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