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Galerie Luise wird zur italienischen Piazza

Umbau bis 2017 Galerie Luise wird zur italienischen Piazza

Die Galerie Luise hat ein neues Gastronomiekonzept. Alle zur Zeit leer stehenden Ladenräume sollen Teil der neuen italienischen Piazza werden. Geplant sind ein Marktbereich, Feinkostverkauf, Restaurants und Cafés. Der künftige Betreiber ist noch unbekannt, der Architekt steht hingegen schon fest.

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"Saluti" Das Vokabular auf der Bauplane deutet an, dass demnächst italienisches Leben in der Galerie Luise Einzug halten soll.

Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. Wer dieser Tage durch die Galerie Luise bummelt, blickt durch viele Schaufenster ins Leere – und auf eine riesige Plakatfläche voller italienischer Vokabeln. Beides hängt zusammen: Alle zurzeit freien Läden rund um die Rotunde und im angrenzenden Trakt bis zur Joachimstraße werden Teil des neuen, italienischen Gastronomiekonzepts der Einkaufspassage. Rund 2000 der 5000 Quadratmeter Handels- und Gastroflächen in der Galerie sollen künftig zu einer Art italienischer Piazza werden – mit Marktbereich, Feinkostverkauf, Restaurants und Cafés. Voraussichtlich im ersten Quartal 2017 solle alles fertig sein, kündigt Hubert Becker an, Sprecher der Münchener Firma Accom, die die Galerie vor gut zwei Jahren erworben hat.

Das Projekt wird Nachfolger des asiatischen Anbieters Ocean City. Weil die künftige Piazza deutlich größer wird, sind die frei werdenden Geschäfte im hinteren Teil der Passage zuletzt gezielt nicht wieder vermietet worden. So musste auch Inneneinrichter Bockhorst, der in der Rotunde mit zwei Läden auf mehr als 200 Quadratmetern vertreten war, nach dem Auslaufen des Mietvertrages ausziehen. Nur der benachbarte Friseur Tondemus, der einen langfristigen Vertrag hat, hält in diesem Bereich noch die Stellung.

Ein neues Gastronomiekonzept für die Galerie Luise: Einkaufsmeile am Hauptbahnhof soll zur italienischen Piazza werden.

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Die Geschäftsleute in der Edelpassage, die in der Vergangenheit immer wieder mit Leerständen zu kämpfen hatte und mehrere Eigentümerwechsel erlebte, blicken dem neuen Gastronomiekonzept gespannt und mit viel Optimismus entgegen. Auch wenn Accom noch ein Geheimnis daraus macht, welcher Betreiber das italienische Lebensgefühl in die Galerie bringen soll. Dass es sich um den Turiner Feinkostanbieter Eataly handeln könnte, wurde bereits am Jahresanfang dementiert. Der Name des Architekten, der die Piazza gestalten soll, ist dagegen schon spruchreif: Es handele sich um den renommierten Italiener Alberto Cicerone, der auch schon für den Vatikan Auftrage ausgeführt habe, sagt Firmensprecher Becker.

„Die Pläne, die wir gesehen haben, sind sehr vielversprechend. Hier bewegt sich was, es gibt eine echte Aufbruchstimmung“, sagt Inna Heinrich, Geschäftsführerin des Fachgeschäfts Lothar John Tischkultur. Accom habe die Mieter frühzeitig eingebunden. Firmeninhaber Constantin Sepmeier lasse sich immer wieder persönlich in der Galerie blicken. „Es werden auch gerade die Aufzüge und die Toiletten saniert, das zeigt, dass hier nachhaltig investiert wird“, sagt die Geschäftsfrau.

Wie viel Accom sich die neue Gastronomie kosten lässt, will der Firmensprecher nicht genau beziffern. Es handele sich um „einen hohen einstelligen Millionenbetrag, zusammen mit dem Betreiber“. Vor zwei Jahren hatte Unternehmenschef Sepmeier angekündigt, die Galerie Luise für rund 5 Millionen Euro aufhübschen zu wollen.

Eine ansprechende Gastronomie werde wie ein Magnet wirken und neue Kunden anlocken, meint Silvia Schwab, Angestellte in der Bree-Filiale. Peter Gronetzki, Mitinhaber des Friseurgeschäfts Tondemus, hatte auch an dem Asia-Konzept nichts auszusetzen. Er bedauert, dass Inneneinrichter Bockhorst wegen des Umbaus das Feld räumen musste. Inhaber Heinrich Bockhorst hat für eine Übergangszeit eine kleine Ladenfläche in den angrenzenden Langeschen Höfen angemietet. Er sagt, er habe bereits an einem anderen Standort Räume in Aussicht. In der Galerie, meint er, werde sich allein durch die Bauarbeiten noch eine lange Durststrecke für die Einzelhändler ergeben.

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