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Aus der Stadt Was wissen Sie über hannoversche Kneipen?
Hannover Aus der Stadt Was wissen Sie über hannoversche Kneipen?
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00:15 17.05.2016
Von Juliane Kaune
Vorstellung des neuen "Gastroquartetts" für Hannover.  Quelle: Katrin Kutter
Hannover

Es sind ganz unterschiedliche Orte mit ganz unterschiedlichem Publikum. Doch eines haben die Minibar am Thielenplatz, The Harp in Linden, das Alexander in der Prinzenstraße und das Högers am Südstädter Stephansplatz gemeinsam: Sie machen das Rennen im hannoverschen Gastro-Quartett. 147 Stunden in der Woche geöffnet, 60 Biersorten, eine 21 Meter lange Theke und das Gründungsjahr 1910 - das sind die Trümpfe, mit denen jeweils eine der Lokalitäten die Konkurrenz aussticht. Die Kriterien für den Wettstreit im Spielkartenformat haben Jonas Nehmelmann und Alexander Frontzek festgelegt. Die beiden Osnabrücker wollen die hannoversche Gastrolandschaft auf spielerische Weise aufmischen.

„Wir kennen uns ganz gut in Hannover aus, meine Freundin wohnt hier“, sagt Nehmelmann. Auf jeden Fall bringen die beiden Gastronomieerfahrung mit. Der 28-jährige Nehmelmann ist Veranstaltungskaufmann, Barkeeper und Discjockey, sein gleichaltriger Freund und Geschäftspartner leitet eine Cateringfirma. In ihrer Heimatstadt haben sie die Idee mit dem Gastro-Quartett bereits erfolgreich umgesetzt. Eine Auflage von „mehreren Tausend Stück“ sei inzwischen vergriffen, sagt Nehmelmann.

Mit einer vergleichbaren Größenordnung soll es auch in Hannover losgehen. In jeder Packung sind 36 Karten, und auf jeder ist ein Lokal mit dem Jahr seiner Eröffnung und sechs weiteren Attributen abgebildet. Neben der Länge der wöchentlichen Öffnungszeit, der Zahl der Biersorten und den Dimensionen der Theke lässt sich auch noch mit der Gesamtgröße des Gastrobetriebes punkten. Die Entfernung zum Rathaus haben die Macher ebenfalls berücksichtigt und die Zahl der Facebook-Fans. Es zeigt sich, dass das soziale Netzwerk offenbar nicht jedes Gastronomen Sache ist: Während das weit über Lindens Grenzen hinaus bekannte Café K. auf virtuelle Freunde verzichtet, führt der Club 200 Ponies an der Goseriede diese Kategorie mit der stolzen Zahl 9893 an.

Nehmelmann und Frontzek verstehen das Kartenspiel auch als „Ausgeh-­Guide“. Es gibt Hinweise darauf, ob eine Lokalität Außenplätze hat, eine Tanzfläche oder einen Fernseher zum Fußballgucken. Zudem garantiert jede Spielkarte Rabatte: Nach der Art von Gutschein-Büchern können die Bonusbeträge beim jeweiligen Besuch eingelöst werden. Die Karte muss allerdings nicht abgegeben werden - sie bleibt dem Spiel nach einem Vermerk erhalten.

Bei der Auswahl der Kneipen, Bars und Restaurants haben Nehmelmann und Frontzek bewusst die Systemgastronomie außen vor gelassen. „Wir wollten einen Querschnitt an spannenden Läden bieten“, erklärt Nehmelmann, der versichert, alle davon getestet zu haben. Klassiker wie das Brauhaus Ernst August oder das Mezzo am Pavillon tauchen ebenso auf wie das Soul Kitchen am Lindener Lichtenbergplatz, das aus Radladen und Café kombinierte Fahrradcafé am Engelbosteler Damm, die Goldfisch Bar in der Sallstraße oder die erst in diesem Jahr eröffnete Weinbasis in der Lärchenstraße in der Oststadt. Auch in der edleren Kategorie angesiedelte Restaurants wie das Jante oder der Zauberlehrling sind zu finden.

Wer auf sein Essen oder Getränk wartet, kann gleich noch eine Runde Karten spielen. Dabei stechen die Trümpfe nicht immer: Die eigene Lieblingskneipe ist natürlich außer Konkurrenz.

Das Quartett kostet 6,99 Euro. Ab dem 19. Mai ist es in der Touristinfo, in Buchhandlungen, teilnehmenden Lokalen und online unter www.gastroquartette.de erhältlich.

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