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Aus der Stadt Geburtsklinik macht am 1. Mai dicht
Hannover Aus der Stadt Geburtsklinik macht am 1. Mai dicht
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00:31 20.03.2015
Von Veronika Thomas
Das Klinikum Region Hannover (KRH) schließt die Geburtsklinik im Nordstadtkrankenhaus zum 1. Mai. Quelle: Michael Thomas
Hannover

Ein entsprechender Antrag für die Verlagerung der Geburtsklinik wurde jetzt beim niedersächsischen Sozialministerium gestellt. Im Nordstadtkrankenhaus kamen im vergangenen Jahr noch mehr als 900 Babys zur Welt.

Für werdende Mütter bedeutet die Schließung zunächst einmal weitere Wege. Sie müssen auf die verbliebenen KRH-Geburtskliniken in Großburgwedel, Gehrden und Neustadt am Rübenberge ausweichen. Als weitere Geburtshilfestationen im Stadtgebiet stehen ihnen die Frauenklinik der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), das Vinzenzkrankenhaus und die gemeinsame Frauenklinik der Diakonischen Dienste Hannover (DDH) in Friederikenstift und Henriettenstiftung zur Verfügung. Die Geschäftsleitung des KRH begründet die Schließung der Geburtsklinik mit insgesamt rückläufigen Geburtenzahlen und einem jährlichen Defizit von 1,5 Millionen Euro allein am Standort Hannover.

Den Beschäftigten der Geburtsklinik soll der Wechsel in eine der drei verbliebenen Geburtshilfeabteilungen in Gehrden, Großburgwedel oder Neustadt ermöglicht werden. Darüber hinaus haben MHH und DDH zugesichert, den entstehenden Mehrbedarf an Personal bevorzugt mit Hebammen aus dem Klinikum Nordstadt decken zu wollen.

Keine Hoffnung für Springe: Bei einem Runden Tisch im Sozialministerium wurde jetzt vereinbart, bis zum Sommer zu klären, wie eine Notfallversorgung in Springe funktionieren könnte. Von den bisher 96 Betten des dortigen Klinikums entfallen mit der Schließung 16; 60 werden ins Klinikum Robert Koch nach Gehrden verlegt, 20 ins Klinikum Agnes Karll nach Laatzen.

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