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Aus der Stadt Geburtsklinik auf der Bult braucht Neubau
Hannover Aus der Stadt Geburtsklinik auf der Bult braucht Neubau
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00:16 22.10.2015
Von Mathias Klein
Geplant ist ein Bau neben dem jetzt bereits von der Kinderklinik errichteten Neubau.  Quelle: Michael Thomas
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Hannover

Der Krankenhausbetreiber Diakonische Dienste (DDH) will die geplante Mutter-Kind-Klinik auf dem Gelände des Kinderkrankenhauses Auf der Bult neu bauen. Wie DDH-Chef Bernd Weber der HAZ sagte, ist das Unternehmen aus Kapazitätsgründen davon abgerückt, mit seiner Klinik in Räume des Kinderkrankenhauses zu ziehen. „Eine Mutter-Kind-Klinik, die für rund 4000 Geburten pro Jahr ausgelegt ist, benötigt entsprechenden Platz“, erläuterte der DDH-Chef.

Baubeginn soll im kommenden Jahr sein. Insgesamt haben die Diakonischen Dienste für den Klinikneubau 35 Millionen Euro eingeplant, 28 Millionen sollen als Fördermittel fließen. Geplant ist ein Bau neben dem jetzt bereits von der Kinderklinik errichteten Neubau. Die Diakonischen Dienste werden die Klinik dann in beiden Gebäudeteilen unterbringen, die durch Laufgänge verbunden werden sollen.

Die Pläne einer Mutter-Kind-Klinik verfolgen die Diakonischen Dienste Hannover seit dem vergangenen Jahr, als das Regionsklinikum die Schließung der Geburtshilfe am Nordstadtkrankenhaus zum 1. Mai dieses Jahres bekannt geben hatte. Dadurch mussten rund 1000 Geburten aus dem Nordstadtkrankenhaus auf andere Kliniken in der Stadt verteilt werden. Ein Standort direkt am Kinderkrankenhaus bot sich deshalb an, weil die Klinik Auf der Bult schon seit Längerem die Frühgeborenversorgung der beiden DDH-Geburtstationen in der Henriettenstiftung und im Friederikenstift übernimmt.

DDH plant Investitionen über 170 Millionen Euro

Insgesamt planen die Diakonischen Dienste in den kommenden vier Jahren Investitionen in Höhe von rund 170 Millionen Euro. Neben dem Bau der Mutter-Kind-Klinik soll das Friederikenstift grundlegend saniert werden, auch hierfür sind rund 35 Millionen Euro eingeplant. Weitere größere Posten in den Planungen von Weber sind Stationssanierungen und eine Erweiterung des OP-Bereichs im Annastift für insgesamt rund 7,3 Millionen Euro und der bereits begonnene Erweiterungsbau der Henriettenstiftung mit etwa 20 Millionen Euro.

Laut Weber entwickeln sich die Diakonischen Dienste besser, als geplant. Für dieses Jahr war ein Minus von drei Millionen Euro berechnet worden, am Jahresende werde man jedoch bei einem Defizit von einer Million Euro landen, berichtet er. Für das kommende Jahr sei ein Minus von 1,6 Millionen Euro eingeplant. „Wir sind jetzt guter Hoffnung, dass wir ein ausgeglichenes Ergebnis erzielen können“, sagt Weber. Das seien die ersten Ergebnisse der Medizinstrategie, mit deren Hilfe die DDH dauerhaft aus den roten Zahlen herauskommen wollen.

Noch in diesem Jahr werden sich die Diakonischen Dienste einen neuen Namen geben, kündigte Unternehmenssprecher Achim Balkhoff an. Es werde ein Name sein, der die drei Unternehmensbereiche Krankenhäuser, Altenhilfe und Behindertenhilfe verbinde. Balkhoff betonte, dass die Namen der traditionsreichen Krankenhäuser erhalten bleiben, sie sollen jedoch einen gemeinsamen Zusatz erhalten. Nähere Angaben dazu wollen die Diakonischen Dienste im Dezember machen.

Hier wird investiert

Das Friederikenstift soll grundlegend saniert werden – dafür veranschlagen die Diakonischen Dienste (DDH)rund 35 Millionen Euro. Wenn der Erneuerungsprozess der DDH abgeschlossen ist, soll auch die Unfallklinik ins Stammhaus an der Humboldstraße (Calenberger Neustadt) umgezogen sein. 

Im Annastift wollen die Diakonischen Dienste 7,3 Millionen Euro in Stationssanierungen und die Instandsetzung des OP-Bereichs investieren. Das Diakoniekrankenhaus Annastift in Kleefeld hat 187 Betten und ist eine der renommiertesten Kliniken für Orthopädie und orthopädische Chirurgie in Deutschland.

Bisher hat das Diakoniekrankenhaus Henriettenstiftung 588 Betten an der Marienstraße und in Kirchrode. Bis 2020 sollen den Plänen zufolge alle Abteilungen im Stammhaus in der Südstadt vereint sein. Den dortigen Erweiterungsbau lassen sich die Diakonischen Dienste 20 Millionen Euro kosten.

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