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Aus der Stadt Darum haben am Montag die Kirchenglocken geläutet
Hannover Aus der Stadt Darum haben am Montag die Kirchenglocken geläutet
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00:15 03.11.2016
Von Simon Benne
Landesbischof Meister hängt ein Plakat an der Marktkirche auf Quelle: Benne
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Hannover

Am allerersten Reformationstag schlug Martin Luther 95 Thesen an einer Kirche an; heute genügt seinen geistigen Nachfolgern ein einziges Banner – und auf diesem prangt statt einer These eine sehr persönliche Frage: „Woran hängst du dein Herz?“ steht auf dem Plakat, das Landesbischof Ralf Meister persönlich am Mauerwerk der Marktkirche befestigte. Und: „Reformation heißt, die Welt zu hinterfragen. Feiern Sie mit uns 500 Jahre Reformation“.

Die Aktion am Morgen des Reformationstages eröffnet in Hannover offiziell das Jahr des Reformationsgedenkens: „Endlich geht’s los!“, sagte Meister. Über Jahre hinweg hätten zahlreiche Mitarbeiter in der Kirche auf das große Reformationsjubiläum hingearbeitet. Ein ganzes Jahr lang feiern Protestanten in aller Welt das Reformationsjahr anlässlich des Thesenanschlags, der sich am 31. Oktober 2017 zum 500. Mal jährt: „Jetzt dürfen wir endlich anfangen“, sagt Meister.

Es wäre allerdings ein Fehler, wenn im Jubiläumsjahr allein Luther in den Fokus gerückt würde, sagt Meister: „Dieser Mann lebte in, aus und mit der Bibel – ihm ging es im Kern um Christus, um die Beziehung zu Gott“, erklärte der Landesbischof. Dies müsse auch im Gedenkjahr deutlich werden.

So klang das Läuten der Glocken

In Hannover stehen für den heutigen Reformationstag mehrere Aktionen auf dem Programm: Um 18 Uhr werden die Glocken aller evangelischen Kirchen der Stadt läuten. Um 19 Uhr soll es einen Open-Air-Auftritt des Bachchors am Lutherdenkmal neben der Marktkirche geben: Das Ensemble will unter der Leitung von Jörg Straube aus Bachs Kantate „Brich dem Hungrigen dein Brot“ singen. Diese wird auch im Gottesdienst zum Reformationstag erklingen, der um 20 Uhr in der Marktkirche beginnt. Die Predigt hält Landesbischof Meister.

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