Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Schüler erinnern an Pogromnacht
Hannover Aus der Stadt Schüler erinnern an Pogromnacht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:45 09.11.2017
Von Simon Benne
Erinnerung an NS-Opfer: Gedenkfeier in der Roten Reihe. Quelle: Frank Wilde
Hannover

Kantor Andrej Sitnov und der Chor der Jüdischen Gemeinde stimmten bei der Gedenkfeier am früheren Standort der Synagoge in der Roten Reihe das hebräische Seelengebet „El male rachamim“ an, in dem gläubige Juden die Barmherzigkeit Gottes beschwören.

Zehntklässler der Heisterbergschule erinnerten in Textvorträgen an das Schicksal von Elsa Rosenbaum und Norbert Kronenberg. Der junge Jude aus Hannover wurde am 15. Dezember 1941 nach Riga deportiert und starb im Holocaust; seine Verlobte Elsa konnte nach Australien fliehen.

Mit Kranzniederlegungen, Gesängen und Gebeten haben mehr als 100 Besucher an die Pogromnacht vom 9. November 1938 erinnert. Zehntklässler der Heisterbergschule erinnerten in Textvorträgen an das Schicksal von Juden im Holocaust.

Im Gedenken an die Opfer der Pogromnacht und an die Zerstörung der Synagoge legten Vertreter von Kirchen- und Synagogengemeinden sowie von Stadt und Politik Kränze und Blumen nieder. Neben Landtagspräsident Bernd Busemann erinnerten auch Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann und Propst Martin Tenge an die jüdischen Opfer des NS-Regimes.

In der Marktkirche gibt es am Sonnabend um 18 Uhr ein Konzert unter der Leitung von Andor Izsák zum Gedenken an die Pogromnacht, es singt der Chor Camerata Carolina aus Heidelberg. Der Eintritt ist frei.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Aus der Stadt Museum in der alten Feuerwache 1 - 125 Jahre Feuerwehr auf einen Blick

Feuerwehrfans und Museumsliebhaber sollten sich am Sonntag in die Calenberger Neustadt aufmachen. Denn allzu viele Chancen, das Feuerwehrmuseum in der 125 Jahre alten, ehemaligen Feuerwache 1 zu besichtigen, werden sich nicht mehr bieten. Bald ziehen die rund 1500 Exponate in neue Räume.

Tobias Morchner 12.11.2017

Im Mittelalter gehörte Hannover dem Städtebund der Hanse an. Jetzt könnte die Stadt der wiederbegründeten Hanse erneut beitreten - die Verwaltung soll das Ansinnen prüfen; Politiker versprechen sich davon Impulse für den Tourismus.

Simon Benne 12.11.2017

Auf dem Ernst-August-Platz haben Kurden am Donnerstag für einen eigenständigen Staat und die Freilassung von Abdullah Öcalan demonstriert. Als Plakate vom Anführer der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK an den Tourbus geklebt wurden, schritt die Polizei ein.

09.11.2017