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Ein Festakt für Leibniz

300. Todestag Ein Festakt für Leibniz

Im Herrenhäuser Schloss wurde das Leibniz-Jahr mit einem feierlichen Festakt eröffnet. Dabei würdigten Ministerpräsident Stephan Weil und Oberbürgermeister Stefan Schostok Hannovers großen Gelehrten. Um den 300. Todestag des Philosophen stehen 2016 Dutzende Veranstaltungen auf dem Programm.

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Leibniz-Runde im Schloss: Wilhelm Krull, Generalsekretär der VolkswagenStiftung, Ministerpräsident Stephan Weil und Oberbürgermeister Stefan Schostok.

Quelle: Nancy Heusel

Hannover. Wer 300 Jahre nach seinem Tod noch mit einem solchen Festakt gefeiert wird, kann nicht alles falsch gemacht haben: Rund 300 Gäste kamen im Herrenhäuser Schloss zusammen, um das Leibniz-Jahr offiziell mit einem Festakt einzuläuten. 

Ministerpräsident Stephan Weil würdigte Leibniz als Vorreiter der Globalisierung: "Er war zu seiner Zeit bahnbrechend, weil er China für die Gelehrten entdeckt hat", sagte er - insofern sei Leibniz ein würdiger Patron eines weltoffenen Niedersachsen: "Einen Leibniz hätte ich gerne als Berater gehabt", scherzte Weil.

Auch Oberbürgermeister Stephan Schostok zollte Leibniz Tribut: Wenn Wissenschaftler heute interdisziplinär Antworten auf die Fragen der heutigen Zeit zu geben versuchten, stünden sie ganz in seiner Tradition.

Wilhelm Krull, Generalsekretär der gastgebenden Volkswagenstiftung, gab im Schloss allen, die Leibniz' Erbe pflegen wollten, einen guten Rat: "Neugierig bleiben!"

In seinem Festvortrag "Tierisch menschlich" ergründete Dominik Perler vom Institut für Philosophie der Berliner Humboldt-Uni dann den Zusammenhang von Sprache und Denken: Laut Leibniz, so referierte er, sind nur Menschen in der Lage, logische Schlüsse zu ziehen, da nur sie einen Geist haben, der eine Sprache entwickeln und Urteile bilden kann: "Die Folgerungen der Tiere sind nur ein Schatten von Vernunftschlüssen", zitierte Perler den Universalgelehrten. Heute wird über dieses Thema von Verhaltensforschern und Ethikern wieder heiß diskutiert: "Wer sich heute mit Leibniz beschäftigt, wird angespornt, sich mit diesen aktuellen Fragen zu beschäftigen", sagte Perler.

Zur Beschäftigung mit Leibniz wird 2016 in Hannover reichlich Gelegenheit sein: Rund um den 300. Todestag des Großgelehrten am 14. November stehen in Hannover Dutzende von Veranstaltungen auf dem Programm, darunter Vorträge, Lesungen und Ausstellungen.

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