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Gedenkstein für Halim Dener am Steintor

Erschossener Kurde Gedenkstein für Halim Dener am Steintor

Die Stadt hat neuerdings einen Gedenkstein für den vor 21 Jahren im Steintor erschossenen Kurden Halim Dener – wobei das Mahnmal vermutlich nicht lange Bestand haben wird. Vor der Einmündung der Reitwallstraße ist eine Gehwegplatte entnommen und durch den Gedenkstein ersetzt worden.

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Seit Sonnabend am Steintor: Der Gedenkstein für Halim Dener.

Quelle: Körner

Hannover . Der Stein mit der Inschrift „Halim Dener, am 30. Juni 1994 von der Polizei ermordet“ ist vermutlich am Sonnabend während der Demonstration im Rahmen des kurdischen Newroz-Festes ausgetauscht worden. Der Protestzug hatte an der Stelle lange gehalten. In Redebeiträgen erinnerten die Teilnehmer an den Vorfall mit dem jungen Kurden. Die Einsetzung des Gedenksteins bei dieser Gelegenheit ist offenbar niemandem aufgefallen.

Um das Gedenken an Halim Dener, der im Jahr 1994 beim Kleben von Plakaten für die verbotene Partei PKK erwischt und von einem Polizisten erschossen wurde, gibt es seit Jahren Streit. Kurdische Verbände und deren Unterstützer fordern seit Langem einen Platz, um an den tragischen Tod des jungen Mannes zu erinnern. Die Stadtverwaltung lehnte diesen Wunsch bislang kategorisch ab. Aus diesem Grund ist davon auszugehen, dass der Gedenkstein bald wieder durch eine Gehwegplatte ersetzt werden wird.

2015 war ein Streit zwischen Stadt und Jugendzentrum Kornstraße um ein Porträt von Halim Dener im Innenhof des Gebäudes entbrannt. Das Bild gefährde die öffentliche Sicherheit und Ordnung, hieß es zunächst. Der Konflikt wurde in beiderseitigem Einvernehmen beigelegt, das Bild ist noch da.

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