Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
96-Ultra für Schlag auf Schläfe verurteilt

Gefährliche Körperverletzung 96-Ultra für Schlag auf Schläfe verurteilt

Das Amtsgericht hat einen zur Tatzeit 16-jährigen Ultra von Hannover 96 wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt. Er hatte im April beim Zweitligaspiel gegen Union Berlin einen Besucher völlig grundlos und mit voller Wucht an die Schläfe geschlagen.

Voriger Artikel
HAZ live: Der Morgen in Hannover
Nächster Artikel
Wahlkampf: Polit-Promi Duell in Hannovers Süden

Hannover. Ausschreitungen bei Fußballspielen gehören inzwischen zum Alltag in allen Ligen und Klassen. Nicht so häufig passiert es, dass Jugendliche dabei derart gewalttätig in Erscheinung treten, dass sie vor Gericht landen und eine Freiheitsstrafe kassieren. Ein zur Tatzeit 16-jähriger 96-Ultra ist jetzt vom Amtsgericht wegen gefährlicher Körperverletzung zu einem einwöchigen Dauerarrest und zur Teilnahme an einem dreimonatigen sozialen Trainingskurs verurteilt worden. Er hatte im April beim Zweitligaspiel von Hannover 96 gegen Union Berlin einem Besucher völlig grundlos halb von hinten mit voller Wucht auf die Schläfe geschlagen.

Ein Polizeibeamter hatte die Tat direkt beobachtet. Ihm war der 16-Jährige an jenem Nachmittag schon länger durch sein aggressives Verhalten aufgefallen. Nach dem unvermittelten Schlag sei das Opfer ins Taumeln geraten, kurz zusammengesackt, dann aber weitergegangen. Der in Hannover lebende Täter flüchtete in eine Stadtbahnstation und versuchte sich in einer Bahn zu verstecken; allerdings hatte sich der Polizist an seine Fersen geheftet und konnte den Jugendlichen schließlich festnehmen.

Nach Auffassung von Jugendrichter Jens Buck war der ansatzlose Schlag gegen die Schläfe des Opfers eine potenziell lebensbedrohliche Aktion. Darum müsse der Jugendliche eine spürbare Strafe bekommen. Bedenklich sei, dass der Täter sehr enge Kontakte zur Ultra-Szene von 96 pflege. Der dreimonatige soziale Trainingskurs solle ihm helfen, „nicht gewaltgeneigte Freizeitgestaltungsmöglichkeiten“ für sich zu entdecken. Weil Jugendstaatsanwalt und Angeklagter erklärten, keine Berufung einlegen zu wollen, ist das Urteil rechtskräftig.     

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die Debatte wurde beendet
Die Debatte zu diesem Artikel ist beendet. Auf HAZ.de können Sie die Themen des Tages diskutieren – hier finden Sie die aktuellen und vergangenen Themen im Überblick.
Mehr Aus der Stadt
Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.

Anfang Juli heiratete Ernst August Erbprinz von Hannover Ekaterina Malysheva. Auf unserer Themenseite finden Sie Bilder, Videos und Berichte zur Promi-Hochzeit des Jahres in Hannover.

Tödlicher Stadtbahnunfall in Lahe

Eine 29 Jahre alte Frau ist an der Haltestelle Friedhof Lahe zwischen Bahnsteigkante und Stadtbahn geraten. Sie starb noch an der Unfallstelle.