Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Anwohner halten versetztes Parken für gefährlich
Hannover Aus der Stadt Anwohner halten versetztes Parken für gefährlich
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 21.12.2017
Der südliche Teil der Wiehbergstraße ist als Fahrradstraße ausgewiesen - und an einigen Stellen arg eng. Quelle: Michael Zgoll
Döhren-Wülfel

 Anwohner der Wiehbergstraße haben den Bezirksrat Döhren-Wülfel und die Verwaltung auf die ihrer Ansicht nach gefährliche Parksituation in der Straße ab Höhe Bothmerstraße stadtauswärts hingewiesen. Wie die SPD-Fraktion in der jüngsten Sitzung des Gremiums in Rahmen einer Anfrage erläuterte, komme es durch sowohl links- als auch rechtsseitig im Wechsel auf der Fahrbahn parkende Wagen sehr oft zu gefährlichen Situationen für Autofahrer, Radler und Fußgänger. Doch die Stadt mag diese Einschätzung nicht teilen. „Bei regelkonformer Fahrweise“, sagte Bezirksratsbetreuerin Gundula Ohlhorst, sei „ein gefahrloses Befahren der Wiehbergstraße problemlos möglich“. 

Nach Ansicht der SPD könnten insbesondere querende Schulkinder und Radfahrer durch die versetzt parkenden Autos oft nicht rechtzeitig gesehen werden. Gerade eine Fahrradstraße sollte Radlern Vorteile gegenüber dem Kfz-Verkehr verschaffen und ihnen mehr Sicherheit bieten. Dies sei angesichts der bestehenden Situation aber nicht der Fall. „Das ist doch gar keine richtige Fahrradstraße“, meinte SPD-Bezirksratsfrau Brigitta Miskovic. Zudem sei die südliche Wiehbergstraße an mehreren Stellen so verengt, dass größere Fahrzeuge – insbesondere Rettungs- und Feuerwehrfahrzeuge – die Strecke gar nicht passieren könnten.

Demgegenüber wies CDU-Fraktionschefin Gabriele Jakob darauf hin, dass es vor Jahren eine Bürgerinitiative gegeben habe, die sich vehement für eine wirksame Verkehrsberuhigung in der südlichen Wiehbergstraße stark machte. „Ein versetztes Parken von Autos ist sinnvoll, weil der fließende Verkehr damit deutlich verlangsamt wird“, erklärte Jakob. Würde man eine Spur freigeben, indem man das Abstellen von Fahrzeugen nur noch auf einer Straßenseite gestatte, werde das die Durchschnittsgeschwindigkeit der durchfahrenden Autos deutlich erhöhen. Abgesehen davon schätze sie die derzeitige Situation nicht als gefährlich ein.

Offenkundig teilt die Verwaltung diese Einschätzung. „Die Fahrbahnbreite im Bereich der Fahrbahnverengungen als auch die Fahrgassen in den Abschnitten mit Parken am Fahrbahnrand sind für das Befahren mit größeren Fahrzeugen ausreichend breit“, erklärte die Bezirksratsbetreuerin. Auch an den Querungsstellen und am Fußgängerüberweg sei die Sicht ausreichend. Außerdem, so stellte Ohlhorst klar, könne „dem Fehlverhalten von Verkehrsteilnehmern nicht mit baulichen Maßnahmen oder Nutzungseinschränkungen durch Halteverbote begegnet werden“. Auf Nachfrage der Politiker ergänzte der zuständige Kontaktbeamte der Polizei, dass ihm auf der Wiehbergstraße zwischen Bothmerstraße und Hildesheimer Straße keine Häufung von Unfällen bekannt sei.

Von Michael Zgoll

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ende November musste die Feuerwehr einen Brand auf dem Dach der Döhrener Grundschule löschen. Doch den Zeitplan der derzeit laufenden Sanierung des Gebäudes  bringt das Feuer nicht durcheinander.

18.12.2017

Der Bezirksrat Döhren-Wülfel hat drei Verwaltungsdrucksachen zum geplanten Neubaugebiet Kronsberg-Süd abgesegnet. Allerdings wurde Kritik an den Folgen für die Natur und der Verkehrsführung geäußert.

04.01.2018

Die IGS List kann sich Hoffnung auf den Deutschen Schulpreis 2018 machen: Sie ist als eine von 20 Schulen in der Auswahl für die Auszeichnung. Der Preis wird am 14. Mai verliehen, bis dahin gibt es noch Unterrichtsbesuche.

18.12.2017