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Anwohner halten versetztes Parken für gefährlich

Wiehbergstraße Anwohner halten versetztes Parken für gefährlich

Einst setzten sich Anwohner für eine Verkehrsberuhigung in der südlichen Wiehbergstraße ein. Doch nun beklagen Bürger viele gefährliche Situationen auf der Fahrradstraße – wegen des versetzten Parkens.

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Der südliche Teil der Wiehbergstraße ist als Fahrradstraße ausgewiesen - und an einigen Stellen arg eng.

Quelle: Michael Zgoll

Döhren-Wülfel.  Anwohner der Wiehbergstraße haben den Bezirksrat Döhren-Wülfel und die Verwaltung auf die ihrer Ansicht nach gefährliche Parksituation in der Straße ab Höhe Bothmerstraße stadtauswärts hingewiesen. Wie die SPD-Fraktion in der jüngsten Sitzung des Gremiums in Rahmen einer Anfrage erläuterte, komme es durch sowohl links- als auch rechtsseitig im Wechsel auf der Fahrbahn parkende Wagen sehr oft zu gefährlichen Situationen für Autofahrer, Radler und Fußgänger. Doch die Stadt mag diese Einschätzung nicht teilen. „Bei regelkonformer Fahrweise“, sagte Bezirksratsbetreuerin Gundula Ohlhorst, sei „ein gefahrloses Befahren der Wiehbergstraße problemlos möglich“. 

Nach Ansicht der SPD könnten insbesondere querende Schulkinder und Radfahrer durch die versetzt parkenden Autos oft nicht rechtzeitig gesehen werden. Gerade eine Fahrradstraße sollte Radlern Vorteile gegenüber dem Kfz-Verkehr verschaffen und ihnen mehr Sicherheit bieten. Dies sei angesichts der bestehenden Situation aber nicht der Fall. „Das ist doch gar keine richtige Fahrradstraße“, meinte SPD-Bezirksratsfrau Brigitta Miskovic. Zudem sei die südliche Wiehbergstraße an mehreren Stellen so verengt, dass größere Fahrzeuge – insbesondere Rettungs- und Feuerwehrfahrzeuge – die Strecke gar nicht passieren könnten.

Demgegenüber wies CDU-Fraktionschefin Gabriele Jakob darauf hin, dass es vor Jahren eine Bürgerinitiative gegeben habe, die sich vehement für eine wirksame Verkehrsberuhigung in der südlichen Wiehbergstraße stark machte. „Ein versetztes Parken von Autos ist sinnvoll, weil der fließende Verkehr damit deutlich verlangsamt wird“, erklärte Jakob. Würde man eine Spur freigeben, indem man das Abstellen von Fahrzeugen nur noch auf einer Straßenseite gestatte, werde das die Durchschnittsgeschwindigkeit der durchfahrenden Autos deutlich erhöhen. Abgesehen davon schätze sie die derzeitige Situation nicht als gefährlich ein.

Offenkundig teilt die Verwaltung diese Einschätzung. „Die Fahrbahnbreite im Bereich der Fahrbahnverengungen als auch die Fahrgassen in den Abschnitten mit Parken am Fahrbahnrand sind für das Befahren mit größeren Fahrzeugen ausreichend breit“, erklärte die Bezirksratsbetreuerin. Auch an den Querungsstellen und am Fußgängerüberweg sei die Sicht ausreichend. Außerdem, so stellte Ohlhorst klar, könne „dem Fehlverhalten von Verkehrsteilnehmern nicht mit baulichen Maßnahmen oder Nutzungseinschränkungen durch Halteverbote begegnet werden“. Auf Nachfrage der Politiker ergänzte der zuständige Kontaktbeamte der Polizei, dass ihm auf der Wiehbergstraße zwischen Bothmerstraße und Hildesheimer Straße keine Häufung von Unfällen bekannt sei.

Von Michael Zgoll

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