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Gefälschte Post von Boehringer beunruhigt Bewohner

Kirchrode Gefälschte Post von Boehringer beunruhigt Bewohner

In ihrem Kampf gegen das geplante Tierforschungszentrum des Pharmariesen Boehringer Ingelheim in Kirchrode sorgen Gegner der Einrichtung nun mit einem gefälschten vermeintlichen Rundbrief des Unternehmens für Unruhe unter den Anwohnern des Geländes.

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Eingezäunt: Das Gelände des Pharmariesen Boehringer Ingelheim in Kirchrode.

Quelle: Christian Elsner (Archiv)

In dem Schreiben, dessen Absender sich „Boehringer Ingelsheim“ nennt, heißt es unter anderem, der Konzern habe sich dazu entschlossen, neben Schweinen und Rindern auch Kleintiere und Pferde für die Erforschung von Tierimpfstoffen einzusetzen. Dazu bitten die Verfasser die Empfänger des Briefes um Unterstützung – indem sie nämlich ihre Haustiere zu Testzwecken zur Verfügung stellen. Am Freitag distanzierte sich Boehringer Ingelheim entschieden von der Hauswurfsendung und kündigte einmal mehr Strafanzeige gegen Unbekannt an.

Zur Begründung der Ausweitung der Forschung auf Pferde und Kleintiere phantasieren die Verfasser des Briefes: „Wir wollen so zum einen den Studenten der Tierärztlichen Hochschule die Möglichkeit geben, auch in diesen Bereichen einen praktischen Einblick in die Arbeit der pharmazeutischen Tierforschung zu bekommen, andererseits liegt uns die Gesundheit von Kleintieren bzw. Haustieren natürlich genauso am Herzen wie die der landwirtschaftlichen Nutztiere.“ Um aber eine realistische Umgebung für die Haustiere zu schaffen, brauche man zu Testzwecken die nachbarlichen Haustiere. Bei Interesse möchten sich die Empfänger bitte beim Unternehmen melden. Die entsprechenden Telefonnummern haben die Briefschreiber auch angegeben.

In seiner Stellungnahme spricht der echte Pharmakonzern Boehringer nun von „infamen Behauptungen und Verleumdungen“ und bittet die Empfänger des Rundschreibens, den Aufruf zu ignorieren. Der Inhalt des Schreibens sei eine Aneinanderreihung falscher Tatsachenbehauptungen. „Boehringer Ingelheim plant entgegen den Behauptungen keine Erweiterung der künftigen Forschungsaktivitäten auf Kleintiere und Pferde“, schreibt das Unternehmen. Nach wie vor sei ausschließlich ein Forschungszentrum für Schweine- und Rinderimpfstoffe geplant. Auch stammten die für die Versuche genutzten Tiere ausschließlich aus anerkannten Versuchstierzuchten. Schon deshalb sei „die Behauptung, dass Boehringer Ingelheim Privatpersonen zur Abgabe ihrer Haustiere für Versuchszwecke auffordert, absurd“.

Immer wieder hatten Gegner des Forschungszentrums in der Vergangenheit mit verschiedenen Aktionen Front gegen die Ansiedlung gemacht. Die Besetzung des Geländes in Kirchrode durch gut zwei Dutzend Tierschützer beendete die Polizei mit einem Großeinsatz. Die Brandstifter, die mehrfach Fahrzeuge von Schlachtereien anzündeten, konnten sie dagegen nicht ausfindig machen. Auch die Urheber von verschiedenen Schmierereien, etwa an Gebäuden der Tierärztlichen Hochschule, sind weiterhin unbekannt.

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  • ... G. – 19.04.10 "Wir brauchen die Impfstoffe gar nicht, denn wenn die Mehrheit aus artgerechter Haltung kaufen würde, gebe es diese sehr stark kranken Tiere gar nicht"

    Da spricht wohl der Laie.
    Je artgerechter, desto mehr Außenhaltung, desto größere Infektionsgefahr, desto wichtiger der Impfstoffeinsatz.
  • @Realist Michel Trost – 26.03.10 Da ist ja doch mehr, finde ich gut=)

    "Wieso vergleicht man denn das überhaupt?"

    Ich nehme an, das Ziel war es, die Menschen eben auf das was sie nicht verstehen aufmerksam zu machen, nämlich dass es keinen Unterschied zwischen einem Schwein oder einem sogenannten Haustier gibt.


    "Können sich die Befürworter dieser Lachaktion vielleicht mal Gedanken darüber machen warum es solche Impfstoffanlagen oder Schweinezuchten überhaupt gibt??? Ja genau, weil so gut wie keiner, auch die Kirchroder nicht, bereit sind auf den Verzehr von Schweinefleisch zu verzichten."

    Ich bin einer der Befürworter der Aktion, der Unterschied: Ich esse keine Tiere, schon seit vielen Jahren nicht mehr. Ja, auch viele der Gegner essen Fleisch und geben dem Pharmakonzern erst die Möglichkeit sowas dahin zu stellen, mir persönlich ist es egal wer das Projekt verhindert, wenn es die BI ist durch ihre Klagen, dann freue ich mich darüber, dass wir kein neues Tier-** dort stehen haben.


    "Da die meisten Deutschen (im Gegensatz zu 1939...) mittlerweile wöchentlich mindestens 5-mal Fleisch brauchen und keiner kranke Tiere auf dem Teller möchte, brauchen wir Impfstoffe"

    Wir brauchen die Impfstoffe gar nicht, denn wenn die Mehrheit aus artgerechter Haltung kaufen würde, gebe es diese sehr stark kranken Tiere gar nicht, wenn man auf Fleisch ganz verzichten würde, dann bräuchten wir vieles nicht.


    "Ein kranker Stall kostet immer noch viele Bauern die Existenz"

    Sie sprechen da gerade aber nur von den Mästern, nicht von denen mit artgerechter Haltung. Selbst wenn die Existenz gefährdet ist, warum sollte man da Mitgefühl empfinden? Mitgefühl für Menschen, die Tiere ausbeuten wäre fehl am PLatz.

    "Und außerdem ist mir ein Impfstoffzentrum immer noch lieber als ein Hochsicherheitsgefängnis oder eine Mülldeponie."

    Da fehlt die Begründung, nachvollziehbar wird es aber auch mit dieser für mich mit Sicherheit trotzdem nicht.


    "Der Protest den ihr hier raus lasst, gehört nach Gorleben oder auf die Autobahn, denn da kann man Tiere (vor allem Schweine) richtig leiden sehen während sie vom einen Ende Europas ans Andere gekarrt werden!"

    (Mit der flachen Hand vor die Stirn fass)Falsch, der Protest ist hier richtig angebracht, genauso wie in Gorleben und auf der Autobahn, immer und immer wieder zu sagen, dass es woanders schlimmer sei, macht die Sache vor der eigenen Haustür nicht besser!!! Wann lernen das die Menschen endlich?
  • Lachaktion Realist – 25.03.10 Ich kann diese Diskussion kaum nachvollziehen. Ich bin auch ein liebender Katzenbesitzer und wollte für nichts auf der Welt, vor der Zeit auf meinen Liebling verzichten.
    Das ist auch gar nicht gewollt. Wieso vergleicht man denn das überhaupt? Können sich die Befürworter dieser Lachaktion vielleicht mal Gedanken darüber machen warum es solche Impfstoffanlagen oder Schweinezuchten überhaupt gibt??? Ja genau, weil so gut wie keiner, auch die Kirchroder nicht, bereit sind auf den Verzehr von Schweinefleisch zu verzichten. Da die meisten Deutschen (im Gegensatz zu 1939...) mittlerweile wöchentlich mindestens 5-mal Fleisch brauchen und keiner kranke Tiere auf dem Teller möchte, brauchen wir Impfstoffe. Ein kranker Stall kostet immer noch viele Bauern die Existenz. Schaut doch bitte mal über den Tellerrand hinaus. Und außerdem ist mir ein Impfstoffzentrum immer noch lieber als ein Hochsicherheitsgefängnis oder eine Mülldeponie. Der Protest den ihr hier raus lasst, gehört nach Gorleben oder auf die Autobahn, denn da kann man Tiere (vor allem Schweine) richtig leiden sehen während sie vom einen Ende Europas ans Andere gekarrt werden!
  • @Realist Michel Trost – 23.03.10 Bei Ihnen würde ich gerne wieder frech werden, aber ich versuche mich mal zu beherschen. Der Zirkus Flic Flac ist weltbekannt(Wichtig:weltbekannt) und jetzt kommt es, er nutzt nicht ein einziges Tier für seine Darbietung, so viel zum Thema Zirkusse ohne Tiere wäre nicht möglich. Wenn Sie sich schon Realist nennen, dann zeigen Sie auch das es so ist, viele schmücken sich mit Dr Titeln oder anderen intelligent klingenden Worten, sind es aber oft nicht.
  • An Allgemein Realist – 23.03.10 Ihr Kommentar hat mit teilweise wirklich amüsiert. Da besuchen Sie den Zirkus Knie mit der abschliessenden Empfehlung, ohne Tiere weiterzuarbeiten. Ich bitte Sie - was ist Zirkus? Auch in Zoos werden Tiere beschäftigt und das erleben diese Tiere gern. Wenn also ein Zirkus ohne Tiere arbeiten soll, dann muss nach Ihrer Empfehlung auch ein Koch ohne Wasser seine Speisen zubereiten, denn Wasser ist ja sehr kostbar gewrden und sollte ebenfalls geschützt sein. Ja und dann erst die Spezie Mensch, die vielerorts gequählt und unterdrückt wird...
  • @ Elisabeth Petras Dr. med.vet. Schulze – 23.03.10 "Fakt ist aber, dass eine Beobachtung und Reflexion dessen, was in der Praxis momentan geschieht und welche Folgen dies hat, zu sinnvollen Studien und Schlussfolgerungen führen könnte."
    Sie haben Recht, genau das macht wissenschaftliche Forschung, allerdings reichen empirische Studien nicht aus, da sie zwar Hinweise geben und Thesen erlauben, aber keine klare Verifizierung. Daher sind einige Tierversuche zur Zeit unumgänglich, die sich auch leier nicht durch andere Methoden ersetzen lassen, aber wir arbeiten daran und zwar wissenschaftlich frei und ohne Einflußnahme von pressure groups, danke.
  • Empirische Studien statt Tierversuche Elisabeth Petras – 22.03.10 Es stimmt nicht, dass auch das Beobachten von Tieren außerhalb der freien Wildbahn ein Tierversuch ist oder als solcher gilt. In Bezug auf den Schulunterricht wird hier jedenfalls klar differenziert - oder muss man etwas jede Praxis-Beobachtung als "Tierversuch" beantragen?

    Fakt ist aber, dass eine Beobachtung und Reflexion dessen, was in der Praxis momentan geschieht und welche Folgen dies hat, zu sinnvollen Studien und Schlussfolgerungen führen könnte. man würde dann z. B. sehen, welch äußerst negative Folgen die z. B. in Ägypten übliche Impfpraxis hat: unter der Impfdecke konnten sich Krankheiten verbreiten und H5N1 ist gerade wegen der bestehenden Impfpraxis so gefährlich geworden. Auch würde dann vielleicht auffallen, dass Humanfälle von HPAI/H5N1 besonders in Impfländern auftraten und dass die betroffenen Personen oft keinen direkten Kontakt zu Geflügel hatten. Dies alles wirft Fragen auf, die die gängigen Theorien (Wildvögel - von denen aber NIE eine Übertragung von HPAI nahcgewiesen werden konnte, Hinterhöfe - die aber allenfalls die Ausbrüche in den Massenställen aufzeigen, weil sie deren Tiere kauften) umstoßen. Die Tatsache, dass Geflügel und Schweine wegen der Massen-Stallhaltung unter resistenten Campylobakter, Salmonellen, Staphylokokken und Influenzaviren unglaublich vieler Arten haltungsbedingt leiden, würde endlich ans Tageslicht kommen - und auch die Tatsache, dass dem mit Impfungen allein wirklich nicht beizukommen ist. Artgerechte Tierhaltung schützt auch Menschen!
  • Volksabstimmung Demokrat – 21.03.10 Nicht schon wieder eine Wiederholung desselben "Gesprächs"...
    Wann kommt endlich eine Volksabstimmung über Ingel(s)heim?
  • @Post vom Staatsanwalt Michel Trost – 21.03.10 Dieser Kommentar wurde von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen: www.haz.de/nutzungsbedingungen
  • Post von Boehringer Post vom Staatsanwalt – 21.03.10 Dieser Kommentar wurde von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen: www.haz.de/nutzungsbedingungen.
  • Allgemein Michel Trost – 21.03.10 Ich habe nie behauptet, dass ich sämtliche Gesetze nicht anerkenne, ich selbst nutze Rechte die mir zugesprochen werden als Mensch, allein aus diesem Grund muss ich natürlich auch welche anerkennen, die anderen zugesprochen werden.Ich muss nur nicht alle Gesetze als richtig empfinden, keiner kann von sich behaupten wirklich alle Gesetze für gut zu befinden.

    Auf sachliche Diskussionen gehe ich ein, ich biete jedem an, sich mit mir in Verbindung zu setzen um sich ein Bild über mich zu machen, mittlerweile dürfte bekannt sein wie man mich erreicht, auch Sie Herr Schulze kennen unsere Seite im WWW.

    Wenn man im Tierrecht aktiv ist, ist man es gewöhnt Vorwürfe zu hören, so haben die Menschen doch meisten das Gefühl, man möchte ihnen etwas weg nehmen, auch wenn das ein falsches Empfinden ist. Ich weiß auch, dass wir Firmen, Ärzten, Unternehmern, Politik und vielen anderen gefährlich werden, weil wir frei von irgendwelchen Lobbys Menschen aufklären über die Lügen dieser, dies merkt man an den Vorgehensweisen der jeweiligen Betroffenen, eine sachliche Diskussion kommt da fast nie Zustande, bis jetzt hat sich noch keiner mit mir in Verbindung gesetzt, um mich von ihrem Vorhaben, ihrer Meinung zu überzeugen.

    Eine große Ausnahme war gestern der Zirkus Charles Knie, dieser hat unsere Organisation eingeladen die Tiere zu besichtigen, die Betreiber haben es auch zugelassen die komplette Besichtigung hinter den Kulissen zu filmen und zu fotografieren. Sie haben alle Fragen beantwortet und sind nicht einer einzigen ausgewichen, sie hätten uns sogar auch in ihre sämtlichen Akten über den Zirkus Einsicht gewährt. Rufen Sie beim Zirkus Charles Knie an, dieser wird Ihnen bestätigen, dass wir ganz sachlich jeder dem anderen seine Argumente vorgetragen haben, wir haben uns ihre Argumente angehört, jeder hat den anderen aussprechen lassen, es sind von beiden Seiten keine Beleidigungen gefallen.. Auch dem Zirkus haben wir gesagt, dass wir ihnen viel Erfolg wünschen, es sollten nur keine Tiere für die Shows genutzt werden.

    Sobald jemand, wie so oft, damit kommt, dass ich von nichts eine Ahnung hätte, dieser aber dann wirklich gar keine Argumente bringt, da reagiere ich, einige würden es als beleidigend empfinden, ich würde es als frech/unterbutternd bezeichnen. Beispiel: Eine Person sagt mir man würde Fleisch benötigen, um seinen Körper mit bestimmten Stoffen zu versorgen, die man anders nicht aufnehmen kann, dies ist schlichtweg eine Ausrede, ich würde dann schon seit 6 Jahren nicht mehr leben und müsste ja schon sämtliche Krankheiten besitzen die es gibt, ich bin aber kerngesund. Wenn mir aber jemand sagt, ich esse Fleisch weil es mir schmeckt und will deswegen nicht drauf verzichten, dann bin ich zufrieden, er lügt mir nichts vor und versucht auch keine Ausreden für seinen Konsum von Leichen zu finden.

    Zu Corinna Gericke: Ich kenne die Organisation die dahinter steckt, ich habe mir auch fast alles durchgelesen, dennoch würde ich nicht sagen, dass ich mich auf ihre Aussagen stütze, ich stütze mich auf mein Empfinden, nämlich die Nutzung von Tieren durch den Menschen zu verändern und Alternativen aufzuzeigen. Ich bin bei einem ihrer Vorträge gewesen, sehr schade fand ich das sie nur Sequenzen von der Organisation Peta genutzt haben und dieses nicht erwähnt worden ist. Ich bin Tierrechtler und ihr Vortrag hat mich nicht im geringsten überzeugt. Sie konnte auf die Frage, wie man jemanden anderen klar machen kann, dass wir keine Tiere in Versuchen nutzen sollten nur sagen, dass man ihm sagen solle „Wir haben nicht das Recht dazu“, damit kann ich aber so ziemlich niemanden überzeugen. Hier spätestens müsste jeder erkennen, dass ich mich nicht auf Ärzte gegen Tierversuche stütze. Auch hier Herr Schulze: Sie unterstellen ziemlich viel, deswegen gehe ich oft nicht sachlich auf ihre Kommentare ein.

    Ich würde mir wünschen, dass jeder etwas gegen unsere Arbeit im Tierrecht etwas einzuwenden hat, dies auf sachlicher Ebene macht, ständig fallen hier die Wörter Vollidioten, Arbeitslose, Zecken,Punks usw. im Zusammenhang mit den Berichten der HAZ. Ich lebe ganz normal wie jeder andere auch, nur nutze ich keine tierischen Produkte. Man kann sich mit uns in Verbindung setzen, man kann gerne Gegenargumente finden und auch unsere Arbeit widerlegen, aber persönliche Anfeindungen erzeugen nur eine Gegenreaktion und führen zu nichts.

    @Herr Schulze: Ich hoffe, dass Sie dieses mal nicht das Gefühl haben, dass ich irgendwen beleidigt hätte oder unsachlich gewesen bin.
  • @ Max Dr.med.vet. Schulze – 21.03.10 "Ich, als Laie, kann mir da beim besten Willen nicht vorstellen, dass wir noch auf Versuche an Tieren angewiesen sind."
    Wieso kommen Sie dann als Laie darauf, dass man darauf nicht mehr angewiesen sein könnte?
    Zahlreiche Kollegen arbeiten im Bereich der Verhaltensforschung, wie wollen Sie Tierverhalten erforschen, wenn man dafür keine Tiere einsetzen kann? Auch das Beobachten von Tieren außerhalb der freien Wildbahn ist bereits ein Tierversuch.
    Richtig ist, dass man mit Gewebezuchten und Bakterienkulturen mittlerweile auf bestimmte Tierversuche verzichten kann - wie jedoch wollen Sie z.B. eine mögliche Verhaltensänderung (gesteigertes Aggressionsverhalten)durch ein Medikament verifizieren
    ohne Tier?
    Das funktioniert leider auch noch nicht mit Computersimulationen nach mathematischen Algorithmen - aber wir arbeiten daran :D
  • @ Michael Obentraut Dr.med.vet. Schulze – 21.03.10 Natürlich gibt es zunehmend Möglichkeiten auf Versuchstiere zu verzichten, das ist der Gang auch in der tiermedizinischen Wissenschaft. Hier in der Diskussion geht es um den totalen Verzicht auf Versuche mit lebenden Tieren, der m.E. zur Zeit noch nicht möglich ist. In der Öffentlichkeit wird regelmäßig versucht, leider auch durch eine namentlich bekannte Kollegin - die es eigentlich besser wissen müßte - den Eindruck zu erwecken, dass alle Tierversuche überflüssig wären und die damit arbeitenden Kollegen mindestens Monster seien. In diese Richtung geht auch Ihr Mitstreiter Michel Trostlos, der überdies nach der Methode arbeitet, demokratisch zustande gekommene Gesetze hätten für ihn keine Gültigkeit.
    "Die Straße zur Hölle ist mit guten Absichten gepflastert."
  • So ganz falsch wohl nicht..... Michael Obentraut – 21.03.10 @ Herrn Schulze

    "Inzwischen sind wir Menschen aber technologisch in der Lage, Testverfahren zu entwickeln die keine Tiere mehr benötigen."

    so gänzlich falsch ist die Aussage von Michel Trost wohl nicht, wie man
    auch aus der HAZ vom 16.06.09 in dem
    Artikel "Schweinegrippe fordert in
    Europa erstes Todesopfer" sehen
    konnte. Im Bild wird dabei ein Laborant der Firma SmithGlaxoKline
    gezeigt, der auf der Basis von
    unbebrüteten Hühnereiern Impfstoffe
    industiell herstellt. Man muß also nicht mehr tausende von ausgewachsenen Tieren töten, um daraus Impfstoffe herzustellen- das war einmal.

    Die Fa. Boehringer hat leider die technologische Entwicklung verpaßt - auch marktwirtschaftlich, wie man in der Presse ( DIE ZEIT )lesen konnte.

    ...
  • @ Dr.med.vet. Schulze Max – 21.03.10 Was das Gebiet der Tierrechtler angeht, bin ich (zumindest derzeit noch) ein Laie - genau wie auf medizinischem Gebiet.
    Allerdings verfolge ich die Böhringer-Geschichte schon länger mit Interesse und auch ihre Kommentare sind mir dabei aufgefallen. Ohne sie beleidigen zu wollen: ähnlich wie Herr Trost kritisieren sie zwar regelmäßig und unterstellen Unkenntnis, bringen jedoch selber keine stichhaltigen Argumente.
    Wie gesagt bin ich ein Laie, was die Medizin angeht. Trotzdem kann ich mir nicht vorstellen, dass wir noch auf Tierversuche angewiesen sind: ein paar Menschen leben inzwischen auf Raumstationen außerhalb der Erde, wir "erschaffen künstliche Lebewesen" durch gezielte Genmanipulation und Klonen, simulieren (ansatzweise) menschliche Intelligenz mittels Computern... die Liste technologischer Errungenschaften ließe sich leicht erweitern und wird tagtäglich länger.
    Ich, als Laie, kann mir da beim besten Willen nicht vorstellen dass wir noch auf Versuche an Tieren angewiesen sind.
    Im Internet finden sich ja zahlreiche Hinweise auf tierfreie Versuchsmethoden - in der Entwicklung oder schon praktiziert. Für den Hinweis auf Frau Gericke danke ich ihnen übrigens, sie war mir bisher nicht bekannt.
    Da sie dem entgegen sprechen, scheinen sie hier aber das entsprechende Fachwissen zu besitzen.
    Es wäre schön wenn sie, für Laien zumindest ansatzweise verständliche, Argumente auf wissenschaftlicher Basis anbringen würden warum eine Entwicklung tierfreier Versuchsmethoden derzeit nicht möglich ist. Wenn nötig jedoch auch komplexer, ich finde es wichtig von "beiden Seiten" handfeste Argumente zu erhalten und arbeite mich auch gerne in komplexe Sachverhalte ein.

    Schon einmal im Voraus vielen Dank für ihre Bemühungen. Ich denke es liegt auch in ihrem Interesse, auf einer konstruktiven und argumentativ sinnvollen Ebene über das Thema zu diskutieren.

    MfG, Max
  • @ Max Dr.med.vet. Schulze – 21.03.10 Auf die ausschließlich inhaltlich unsubstantiellen und ausschließlich beleidigenden Beiträge des M. Trost gehe ich hier nicht mehr ein, der Mensch disqualifiziert sich hier laufend selbst.

    "Inzwischen sind wir Menschen aber technologisch in der Lage, Testverfahren zu entwickeln die keine Tiere mehr benötigen."
    Ich weiß nicht, wo dieser Unsinn herkommt, er ist jedenfalls tiermedizinisch falsch, auch wenn Frau Corina Gericke gern das Gegenteil behauptet. Es wird durch ständige Wiederholung nicht wahrer!
    Jedenfalls erweisen sich die Boehriinger Gegner mit so einem strafbaren Quatsch einen Bärendienst, auch Eigentor genannt :-)
  • Sinn & Zweck Max – 21.03.10 Ich denke, die meisten hier haben den (für mich einleuchtenden) Sinn und Zweck dieser Rundbriefe nicht ganz verstanden.

    Meiner Meinung nach geht es hier um mehr, als nur um "Anti-Böhringer-Protest". Der Grund, warum viele verunsichert oder gar verärgert waren scheint doch der, dass keiner sein geliebtes Haustier solchen Forschungen zur Verfügung stellen würde.
    Ganz einfach deshalb, weil man sein Haustier kennt, es liebt und ihm einen Charakter und Leidensfähigkeit zuschreibt. Niemand würde - unabhängig ob nun für die Forschungen, die Böhringer anstrebt oder für andere Zwecke - seinem Hund, Vogel, Kaninchen unbekannte Substanzen spritzen, in die Nahrung mischen, in die Augen tropfen oder ähnliches.

    Die Frage, die ich mir beim lesen des Artikels gestellt habe ist die, was mein Haustier von den Versuchstieren in den Laboren unterscheidet - meiner Erkenntnis nach nämlich nichts - und ob wir daher nicht generell einen anderen Umgang mit Tieren finden bzw. über den Respekt den Tieren gegenüber nachdenken sollten.

    Dass in der Vergangenheit mit Tierversuchen wichtige Medikamente und Erkenntnisse gewonnen wurden ist unbestreitbar. Inzwischen sind wir Menschen aber technologisch in der Lage, Testverfahren zu entwickeln die keine Tiere mehr benötigen. Ich kann mir gut vorstellen, dass solche Forschungen ungemein teuer sind, Versuchstiere hingegen sind billige Massenware. Nur aus diesem Grund wird doch die Forschung an Alternativmethoden wenn überhaupt nur langsam geführt und statt dessen weiter so verfahren wie in den letzten Jahrzehnten oder Jahrhunderten. Klingt für mich nicht fortschrittlich sondern mittelalterlich bis primitiv.

    Wo sind wir bitte hingekommen, dass Geld mehr bedeutet als das Leben?

  • Kriminelle Frank – 21.03.10 Die sogenannten "Böhringer-Gegner" sind gemeine Kriminelle, ziemlich dumme doch dazu wie diese Aktion zeigt! Mit Tierschützern haben sie REIN GAR NICHTS ZU TUN! Dumm für die Leute, die sich vor ihren Karren spannen lassen. Kriminelle bestrafen!
  • @steffdeff Michel Trost – 20.03.10 Ich wollte mich nur auf Ihr Niveau runterlassen, auch Sie sollen an den Kommentaren teilhaben dürfen=)

    Da tut man Ihnen etwas Gutes und Sie meckern=)
  • Michel Trost steffdeff – 20.03.10 Respekt vor soviel Dummheit! Über einen IQ von 1 schwadronieren und dann selbst einen solchen geistigen Sondermüll absondern.
  • ... Michel Trost – 20.03.10 @Herr selbsternannter Dr. Schulze, wenn Sie alle Gesetze als richtig anerkennen, dann ist das doch ihr Bier, ich lebe nicht mehr im Jahr 1939, wo ein Mensch zusagen hat was richtig und falsch ist, ich lebe heute. Den Inhalt des Briefes scheinen Sie auch nicht verstanden zu haben oder was ausgesagt werden sollte. Es war schlichtweg ein Vergleich, niemand ehauptet, dass Boehringer Katzen und Hunde haben möchte, es ging nur darum zu zeigen, dass es keienn Unterschied macht ob man sogenannte "Haustiere" oder Schweine tötet. Zumindest habe ich das so verstanden und viele andere auch, aus Ihnen, aber das ist ja nichts neues=)Sie versuchen immer ausszusagen, dass keiner Ahnung von Tiermedizin habe, im Internet mit einem erfundenen Dr. und Med. Titel ist das auch leicht,wann sagen Sie wer Sie wirklich sind?=)Das war jetzt auch die allerletzte Stellungsnahme zu Ihnen, ich finde sie langweilig und auch jeder andere, der auch nur einen IQ von 1 hat wird merken, dass Sie nur rumschwätzen undm ehr nicht, kritisieren Sie doch von mir aus jedes einzelne Wort, am besten jeden Buchstaben und jeden Punkt.

    An einen anderen: Was hat die Bürgerinitiative mit den Tierrechtlern zu tun??? Es gibt genügend Argumente gegen Boehringer, ein Tipp:Lesen bildet, warum wohl ist das Dossier mit verlinkt unter dem Artikel?
  • Größtmöglichster Unsinn Dr.med.vet. Schulze – 20.03.10 Dieses Schreiben zeigt einfach die krude Verbohrtheit dieser selberernannten Tierschützer. Der Inhalt zeugt von völliger tiermedizinischer Unkenntnis der dort geplanten Versuche sowohl bei den Urhebern sowie bei den Bürgern.
    Als wenn irgendjemand dort Interesse an Haustieren hätte; es geht um Verbesserungen für die Tierhaltung in Stallungen, nicht um Katzen und Meerschweinchen.
    Aber der Kommentar von M.Trost spricht ja Bände, wenn er das geltende Recht als für sich nicht gültig einstuft - leicht faschistoid dieser Ansatz.
  • 1 : 0 für Boehringer m – 20.03.10 Es spricht doch für Boehringer, dass Tierrechtler, Umweltschützer und Bürgerinitiativen keine stichhaltigen Argumente gegen dieses Unternehmen vorbringen können und den einzigen Ausweg darin sehen Lügengeschichten zu verbreiten! Ein echtes Armutszeugnis.
    Dass sich auch noch Leser finden, die dieses Vorgehen als Geniestreich begreifen, - wirklich traurig.
  • Lob und Anerkennung für ... Jörg Allner – 20.03.10 ... diese gelungene, überaus kreative Aktion gegen Big-Pharma. Zum einen ist es den fintenreichen Urhebern gelungen das unerfreuliche Thema Tierversuchsanlage in der Großstadt mal wieder in die Medien zu bringen, zum anderen dürfte der eine oder andere Heimtierbesitzer in der Nachbarschaft des künftigen Tier-KZ durchaus in Grübeln gekommen sein.
    Chapeau und weiter so!
  • @Carsten Michel Trost – 20.03.10 Ach Carsten, es ist doch immer wieder schön zu sehen, dass Menschen alle anderen in Schubladen stecken. Sie haben zwar kein Wissen über die Besetzer, noch über die Bürgerinitiative oder MSFT (Meine Stimme für Tiere), aber hauptsache Sie haben einen völlig sinnlosen und verbohrten Kommentar von sich gelassen=)

  • Boehringer-Aktivisten Carsten K. – 20.03.10 Dieser Kommentar wurde von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen: www.haz.de/nutzungsbedingungen.
  • @Staatsanwalt Michel Trost – 20.03.10 Von mir aus kann sie einen Straftatbestand darstellen- trotzdem halte ich die Aktion für richtig. Nicht alles was im Gesetz festgehalten ist muss auch für mich richtig sein. Nur weil das Töten von Schweinen für sinnlose Versuche erlaubt ist, muss es nicht auch gleich ethisch und moralisch richtig sein.

    Nochmal: wer auch immer diesen Brief verfasst und verteilt hat, tolle Aktion=)
  • Straftat Kalle – 20.03.10 Straftat hin oder her, wen interessiert denn das? Ich finde es auch eine eher gelungene Aktion, musste schon etwas schmunzeln, als ich es gelesen habe! Wohne zwar nicht in Kirchrode, aber fänd es glaub ich auch nicht so attraktiv, ein solches Gelände in der Nachbarschaft zu haben..
  • @ Michel Trost Staatsanwalt – 20.03.10 Diese Aktion stellt einen Strafrechtstatbestand dar. Und das bezeichnen Sie als geil. Wirklich?
  • ... Michel Trost – 20.03.10 Sehr sehr geile Aktion, wer auch immer die gemacht hat, kreativer gehts nicht-weiter so=)
  • Da kann man gut erkennen Die Stimme der Vernunft – 20.03.10 Dieser Kommentar wurde von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen: www.haz.de/nutzungsbedingungen.
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