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Leichenteile gehören offenbar zu Bernd M.

Grausiger Fund am Wietzesee Leichenteile gehören offenbar zu Bernd M.

Nach dem Fund von Leichenteilen am Wietzesee in Langenhagen geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass diese zu dem ermordeten Bernd M. gehören. Leichenteile des Rentners aus Herrenhausen waren vor einem Jahr im Mittellandkanal gefunden worden.

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Die Leichenteile waren am Montag gefunden worden.

Quelle: Elsner

Hannover. Die Ermittlungen zum Mord am 70-jährigen Bernd M. aus Herrenhausen nehmen ein knappes Jahr nach der Tat wieder Fahrt auf. Grund: Die Leichenteile, die am Montagnachmittag im Wietzesee in Langenhagen gefunden wurden, stammen ersten Untersuchungen zufolge von dem Rentner. „Es sind vermutlich die Teile der Leiche, die bislang noch fehlten“, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Klinge. Eine endgültige Bestätigung sollen die Untersuchungen in der Rechtsmedizin und insbesondere ein DNA-Abgleich erbringen. Die Ergebnisse sollen in den kommenden Tagen vorliegen.

Spaziergänger haben am Montagnachmittag am Wietzesee in Langenhagen Leichenteile entdeckt. Da sie in einem Müllsack verpackt waren, geht die Polizei von einem Gewaltverbrechen aus. Die Hintergründe des Verbrechens sind noch vollkommen unklar.

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Der Fund der restlichen Leichenteile am Montag unterstreicht auch die Abgebrühtheit der Täter. Sie haben sich nach dem Mord offenbar alle Mühe gegeben, um die Spuren der Tat zu verwischen – und sind dabei gleichzeitig ein hohes Risiko eingegangen. Nach der Bluttat in der Wohnung des 70-Jährigen und dem Zerteilen der Leiche fuhren sie mit den schweren Müllsäcken an mindestens zwei verschiedene Orte, zum Mittellandkanal und zum Wietzesee, um die Überreste ihres Opfers verschwinden zu lassen. Warum die Täter diese beiden Gewässer als Versteck für Leichenteile genutzt haben, ist bislang nicht klar. „Einen Zusammenhang zwischen den beiden Fundorten können wir bislang nicht erkennen“, sagt Oberstaatsanwalt Klinge. Die Frage, ob in dem Sack mit den Leichenteilen vom Wietzesee zusätzlich andere Gegenstände verpackt waren, wollte Klinge nicht beantworten. Die Plastiksäcke, die im Mittellandkanal sichergestellt wurden, enthielten auch persönliche Gegenstände des Toten wie einen CD-Spieler und eine selbst gebrannte CD.

Die Ermittler der Mordkommission „Kanal“ hoffen nun, dass sich bei den Untersuchungen an den jüngst entdeckten Überresten von Bernd M. belastbare Beweise sichern lassen, die auf die Spur der Täter und damit zur Lösung des Falls führen. Am Tag seines Todes, am 28. Juli 2015, soll der 70-Jährige mit zwei Männern, die auf der Straße vor dem Fenster von M.s Hochparterrewohnung standen, Streit gehabt haben. Nach wie vor ist unklar, wer die beiden Männer gewesen sind und was der Auslöser für die Meinungsverschiedenheit war. Dabei haben die Fahnder eine Menge unternommen, um den Fall zu klären. Die Staatsanwaltschaft setzte eine Belohnung in Höhe von 3000 Euro für Hinweise auf die Täter aus. Der Mordfall war auch Thema in der beliebten ZDF-Fernsehsendung „Aktenzeichen XY ungelöst“, doch die Ausstrahlung führte nicht zum erhofften Durchbruch bei den Ermittlungen.

Am Mittellandkanal nahe der Noltemeyerbrücke haben Arbeiter mehrere Säcke mit Leichenteilen gefunden. Die Brücke führt nur wenige Meter entfernt von der Podbielskistraße in Höhe Noltemeyerbrücke über den Kanal.

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Die Entdeckung der bislang noch fehlenden Hände, Füße und des Kopfes von Bernd M. am Montag war ein Zufallsfund. Zwei Spaziergänger waren gegen 16.15 Uhr mit ihren Hunden am Südufer des auf Langenhagener Stadtgebiet gelegenen Wietzesees unterwegs. Als die Tiere zur Abkühlung ins Wasser sprangen, stießen sie dabei auf einen Plastiksack mit den Leichenteilen. Die Kripo suchte den Fundort bis spät in den Abend hinein nach Spuren ab. Dabei kamen auch ein Hubschrauber der Polizei und ein Boot der Feuerwehr zum Einsatz.

sbü/dpa/jki

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