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Geld schaufeln fürs Sprengel Museum in Hannover

Spendenaktion Geld schaufeln fürs Sprengel Museum in Hannover

Die Spendenkampagne mit dem Stichwort „Mehr Museum“ für die geplante Erweiterung des Sprengel Museums in Hannover ist gestartet. „Das Sprengel Museum ist die Anstrengung wert. Stadt und Land wollen gemeinsam die Schätze dieses international beachteten Museums heben“, sagte der Oberbürgermeister Stephan Weil.

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Jungs mit Spielzeug: Museumschef Ulrich Krempel, Stefan Becker von den Sprengel-Freunden und Oberbürgermeister Stephan Weil.

Quelle: Martin Steiner

Jetzt wird’s ernst. Auf der gepflasterten Rampe des in die Jahre gekommenen Sprengel Museums, gleich neben Erich Hausers abstrakter Plastik „Stahl 5/81“, hat gestern ein fabrikneuer Radlader, Marke Komatsu WA 250 PZ, Stellung bezogen. Die gelb-schwarze Skulptur ganz eigener Art wird in den kommenden Monaten die Baggerschaufel bittend in Richtung Stadt recken: als Symbol dafür, dass für den 25 Millionen Euro teuren Erweiterungsbau des Sprengel Museums Spenden der Bürger nötig sind.

Die Idee, der Kampagne „Mehr Museum“ mit einem Bagger ein Gesicht zu geben, stammt von dem hannoverschen Künstler Hannes Malte Mahler. Dass Bagger auch große Jungs faszinieren, zeigte die Begeisterung, mit der gestern Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil, Sprengel-Direktor Ulrich Krempel und Stefan Becker von den Sprengel-Freunden das Kampagnen-Maskottchen vorstellten.
Weil ist neben Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister prominenter Schirmherr der Aktion, mit der die Freunde des Sprengel Museums bis zum kommenden Frühjahr von großen und kleinen Spendern rund zwei Millionen Euro einwerben wollen. „Das Sprengel Museum ist die Anstrengung wert. Stadt und Land wollen gemeinsam die Schätze dieses international beachteten Museums heben“, sagte der Oberbürgermeister.

Von den benötigten 25 Millionen Euro für die Sprengel-Erweitung kommen 20 Millionen aus öffentlichen Kassen (fünf Millionen von der Stadt, fünf Millionen vom Land und zehn Millionen aus dem EU-Strukturfördertopf). Die fehlenden fünf Millionen müssen an Drittmitteln akquiriert werden. Für rund drei Millionen gebe es schon verbindliche Zusagen, sagte Weil gestern. „Rund 90 Prozent der Kosten sind also schon gesichert, aber ein Restbetrag ist eben noch offen“. Die kürzlich veröffentlichte Machbarkeitsstudie macht alle Beteiligten zuversichtlich, dass es in Hannover keinen „Elbphilharmonie-Effekt“ geben werde, die Kosten also nicht aus dem Ruder laufen werden.

Elf neue Schauräume wird das Museum durch den geplanten Trakt der Architekten Meili + Peter dazugewinnen. Baubeginn soll im Jahr 2012 sein. Rund 53.000 Kunstwerke schlummern derzeit noch in Depots, darunter Bilder wie Christian Schads „Lotte“, eine Zwanziger-Jahre-Schönheit mit einem hypnotisierenden Blick.

Einen Vorgeschmack auf das erweiterte Museum mit zum Teil ungehobenen Schätzen wird die Kampagne „Mehr Museum“ in den kommenden Wochen mit einem reichhaltigen Veranstaltungsprogramm geben: Künstler, Architekten und Museumsleute sollen dabei zu Wort kommen.

Schon jetzt haben die Sprengel-Freunde eine Internetseite freigeschaltet: www.mehr-museum.de. Auch dort begegnet einem als Erstes der Bagger. Das Spendenkonto bei der Sparkasse Hannover hat die Nummer 9 00 45 00 45.

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Sprengel Museum
Auf dem Gelände des Museumsparkplatzes soll der Erweiterungsbau entstehen.

Der Konsens könnte breiter nicht sein: SPD, Grüne, CDU und FDP sind sich einig, dass 25 Millionen Euro für den Anbau des Sprengel Museums in Hannover eine gute Investition sind. Doch es gibt auch andere Ansichten.

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