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Mann fährt 44-mal ohne Führerschein

Gerichtsurteil Mann fährt 44-mal ohne Führerschein

Ein selbstständiger Transportfahrer fuhr ganze 44-mal ohne Führerschein. Erwischt wurde er bei einer Geschwindigkeitskontrolle. Nun verurteilte ihn das Amtsgericht zu einer Geldstrafe.

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Symbolbild

Hannover. Ein selbstständiger Transportfahrer ist vom Amtsgericht zu einer Geldstrafe von 200 Tagessätzen à 10 Euro verurteilt worden, weil er 44-mal ohne Fahrerlaubnis unterwegs war. Außerdem kann Peter J. wegen einer Sperre ein Jahr lang keine Fahrerlaubnis erteilt werden.

Ertappt bei Geschwindigkeitsüberprüfung

Der Angeklagte war im Februar vergangenen Jahres in eine Geschwindigkeitsüberprüfung der Polizei geraten, bei der sein Vergehen aufgeflogen war. Bereits im Oktober 2013 hatte der heute 67-Jährige seinen Führerschein verloren - als Berufsfahrer hatte er immer wieder wegen zu hoher Geschwindigkeit zu viele Punkte angesammelt.

„Damals stand mein Mandant vor dem Nichts“, sagte Rechtsanwalt Michael Hohme vor Gericht. Er sprach in seiner Verteidigung vom „klassischen Fall eines Selbstständigen“: R., der bereits seit den Achtzigerjahren als Subunternehmer für andere Firmen als Fahrer unterwegs war, musste mit den Fahrten seinen Lebensunterhalt bestreiten. Er habe eine 22 Jahre jüngere Ehefrau versorgen und seine vier Kinder, die teilweise schon längst im Erwachsenenalter waren, unterstützen müssen. Außerdem habe der Angeklagte eine große Wohnung gehabt, die viel Miete kostete.

Zu stolz für finanzielle Unterstützung

Nach dem Führerscheinentzug war R. nach Angaben seines Anwaltes zu stolz, sich finanzielle Unterstützung beim Amt zu holen - und setzte sich wieder ans Steuer. Zwischen September 2014 und Februar 2015 war er 44-mal für eine hannoversche Spedition unterwegs. Dabei hätte er es besser wissen müssen: 2006 wurde er schon einmal wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis zu 20 Tagessätzen verurteilt.

Richter Olaf Wöltje verurteilte R. nach den Vorstellungen der Staatsanwaltschaft und der Verteidigung zu der Geldstrafe. Strafmildernd wirkte sich das Geständnis des 67-Jährigen aus, wodurch das Verfahren verkürzt werden konnte. Mittlerweile lebt R. in Gütersloh und bezieht eine kleine Rente, die von der Grundsicherung aufgestockt wird.

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