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Geldwäsche: Mildes Urteil für 25-jährige Kellnerin

Falsche Fünfziger Geldwäsche: Mildes Urteil für 25-jährige Kellnerin

Eine 25-jährige Kellnerin kam vor dem Amtsgericht Hannover mit einer milden Bewährungsstrafe von nur zehn Monaten davon. Kunden hatten ihr acht falsche 50-Euro-Scheine untergejubelt. Anstatt dies der Polizei zu melden, versuchte sie - aus Angst um den Job - die Scheine persönlich weiterzugeben.

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Das UV-Licht des Prüfgeräts bringt die Fälschung ans Licht: Der linke 50-Euro-Schein ist Falschgeld, der rechte ist echt.

Quelle: Michael Zgoll

Hannover. Eine junge Frau, die ihren Platz im Leben noch nicht gefunden hat, musste sich jetzt wegen eines Verbrechens verantworten: Geldfälschung. Dieses Delikt kann mit einer Haftstrafe bis zu zehn Jahren geahndet werden. Doch die Aushilfskellnerin, der in einer Steintor-Bar falsche Fünfziger untergejubelt wurden und die das Geld auf eigene Faust wieder unter die Leute bringen wollte, kam mit einem gnädigen Urteil davon - das auch schon rechtskräftig ist.

Ein Schöffengericht unter Vorsitz von Amtsrichterin Sabine Mzee verurteilte die 25-Jährige wegen Geldfälscherei in einem minderschweren Fall zu einer Bewährungsstrafe von zehn Monaten. Außerdem bekommt die gelernte Buchbinderin, die die Tat sehr frühzeitig gestand und zuvor noch nie straffällig geworden war, einen Bewährungshelfer an die Seite gestellt.

Geldprüfgerät war kaputt

Die zierliche junge Frau, die schon seit Jahren in der Gastronomie jobbt, war erst zwei Wochen in der mit etlichen Spielautomaten bestückten Bar beschäftigt, als ihr Kunden acht falsche 50-Euro-Scheine andrehten. Das Geldprüfgerät war an jenem Tag im Oktober 2016 außer Betrieb. Als die Aushilfe, die nach eigenen Angaben psychisch und körperlich angeschlagen ist, das Unheil bemerkte, tat sie in ihrer Verzweiflung etwas sehr Unüberlegtes. Aus Angst um den Job erklärte sie ihrem Chef, sich ihren Arbeitslohn für die vergangenen Tage selbst aus der Kasse zu nehmen - und steckte die 400 Euro Falschgeld ein.

Drei Tage später versuchte sie an einem Nordstadt-Kiosk mit einem falschen Fünfziger Zigaretten zu kaufen, wurde aber abgewiesen. Als sie am 31. Oktober in einer Rossmann-Filiale im Hauptbahnhof Pflegeprodukte mit Falschgeld bezahlen wollte, nahm man sie fest.

Oberstaatsanwalt Dieter Kochheim forderte für die Täterin 15 Monate Haft auf Bewährung, Verteidiger Andrey Lepscheew wies darauf hin, dass die Barfrau vor ihrer Verfehlung selbst Opfer einer Straftat geworden war. Schlussendlich gestand das Gericht der 25-Jährigen zu, erhebliche persönliche Probleme zu haben. „Und trotzdem wäre das einzig Richtige gewesen, nach dem Fund des Falschgelds die Polizei zu verständigen“, stellte Richterin Mzee klar.

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