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Gemeindehaus soll zum Flüchtlingsheim werden

Leerstehende Kirchengebäude Gemeindehaus soll zum Flüchtlingsheim werden

Bei der Unterbringung von Flüchtlingen richtet die Stadt ihr Augenmerk jetzt auch auf leer stehende ehemalige Pfarr- und Gemeindehäuser. Anfang 2016 entsteht in der Badenstedter Christkönig-Gemeinde ein Flüchtlingsheim, in Pfarrhaus und Pfarrheim am Soltekampe kommen dann bis zu 30 Flüchtlinge unter.

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In der Badenstedter Christkönig-Gemeinde entsteht ein Flüchtlingsheim.

Quelle: Michael Thomas

Hannover. Die beiden Häuser waren frei geworden, weil sich die katholische Kirche in Badenstedt verkleinern musste. „Das Projekt läuft, die Realisierung ist Anfang 2016 geplant“, sagt Stadtsprecher Dennis Dix. Verhandlungen zwischen Kirche und Stadt über die Nutzung weiterer Gebäude laufen. Jene, die nach der Zusammenlegung von Gemeinden frei wurden, sind oft an die Stadt vermietet. Jetzt möchte die Kirche sie für Flüchtlinge nutzen.

Unterdessen reagiert die katholische Kirche auch in Hannover auf den Aufruf von Papst Franziskus, Flüchtlingen zu helfen. Franziskus hatte „an alle Pfarreien, religiösen Gemeinschaften, Klöster und Wallfahrtsorte in ganz Europa“ appelliert, eine Flüchtlingsfamilie aufzunehmen. Die Worte des Papstes seien für die Gemeinden „ein gewisser Auftrag und ein gewisser Ansporn“, sagt Sprecherin Marie Kleine. Derzeit wisse man nicht im Einzelnen, welche Gemeinde gerade wie helfe - diese Informationen sollen in den kommenden zwei Wochen gesammelt werden.

Von den 23 Gemeinden der Katholischen Kirche in und um Hannover haben zwei schon vor einigen Wochen Flüchtlinge aufgenommen: In einem Gemeindehaus lebt eine „mehrköpfige Familie“, so Kleine. In dem anderen Fall handelt es sich um zwölf Einzelpersonen unterschiedlicher Nationalität. Um welche Gemeinden es sich genau handelt, will Kleine nicht sagen. Insgesamt gebe es in den Gemeinden „unglaublich viel“ Engagement für Flüchtlinge - vor allem in Form von „Begleitung“ der Menschen.

Erste Container angekommen

Ob auch in einer der 61 autonom organisierten Gemeinden des evangelisch-lutherischen Stadtkirchenverbandes Flüchtlinge untergekommen sind, kann Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann nicht sagen - abgesehen von der Einliegerwohnung bei Landesbischof Ralf Meister. „Im Zweifelsfall ist es aber keine Frage: Wenn ein akuter Notfall vorliegt, würden wir Menschen für eine Weile in einem Gemeindehaus unterbringen“, sagt Heinemann. Derzeit sei der Stadtkirchenverband damit beschäftigt, zu überlegen und zu überprüfen, was man für Flüchtlinge tun könne. Auf der nächsten Vorstandssitzung in dieser Woche sei dies das zentrale Thema.

Bereits in der vergangenen Woche sind in Hannover 22 Container angekommen, in denen Flüchtlinge untergebracht werden sollen. Laut Rathaussprecher Dennis Dix sind die Container für eine Flüchtlingsunterkunft in Vinnhorst vorgesehen. Sobald auf dem dortigen Grundstück die Fundamente erstellt und ausgehärtet sind, will die Stadt sie dort aufstellen. Bisher hatten die planerischen Vorgaben des Herstellers für das Fundament und für die Blitzschutzerdung gefehlt, berichtete Dix. Die Unterlagen seien jetzt aber im Rathaus eingetroffen, sodass mit den Arbeiten begonnen werden könne. Am heutigen Mittwoch sollen noch weitere Container für eine Flüchtlingsunterkunft in Hannover ankommen. Die Stadt hat bisher 14 Standorte für die Unterbringung von Flüchtlingen in Containern vorgesehen.

So können Sie helfen

Sie wollen Flüchtlingen in Hannover helfen? Auf HAZ.de haben wir eine (ständig aktualisierte) Übersicht zusammengestellt, wo welche Dinge benötigt werden.   Hier geht es zur Aktionsseite "Hannover hilft".

Von Christian Link, Martina Sulner und Mathias Klein

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