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Aus der Stadt Mietpreise in Linden steigen nur gering
Hannover Aus der Stadt Mietpreise in Linden steigen nur gering
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00:15 10.01.2014
Von Conrad von Meding
Protest auf der Limmerstraße: Aktivisten haben am 1.6.2011 das Haus Nr. 98 besetzt. Sie wollen den Abriß verhindern - vergebens. Quelle: Archiv
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Hannover

Interessant daran: Er hat zusätzlich auch die Inflation herausgerechnet – und kommt zu dem Schluss, dass die Mietpreise in Linden-Nord inflationsbereinigt nur um rund ein Prozent pro Jahr gestiegen, in Linden-Mitte vielleicht sogar gesunken sind. Das Thema löst in Linden regelmäßig Streit aus, weil sich nach Vorbild anderer Großstädte eine Anti-Gentrifizierungsbewegung gebildet hat. Deren These: Bisherige Stadtteilbewohner würden aus ihren angestammten Quartieren verdrängt, weil Modernisierungen und Neubauten die Mieten für sie unbezahlbar machten.

Unbestritten ist, dass die Mietpreise steigen – Linden hat, gemessen an seiner zentrumsnahen Wohnlage und seinem begehrten Altbaubestand, ein hannoverweit ungewöhnlich niedriges Mietniveau, das sich allmählich dem städtischen Durchschnitt anpasst. Glaubt man den Daten von Öllerer, dann passiert das aber sogar bei Neuvermietungen von Wohnraum viel langsamer, als von den Gegnern der Gentrifizierung unterstellt wird.

Öllerer hat für seine kleine Untersuchung Informationen der Datenbank Empirica gekauft, die unter anderem Zeitungsanzeigen auswertet und auf die sich auch die Kommunale Wohnraumbeobachtung stützt. Zusätzlich hat er kostenlose Daten des Portals Immoscout verwendet. Verglichen wurde die Entwicklung von 2007 bis Mitte 2013. Die Inflation betrug seit 2007 rund zehn Prozent.

  • Linden-Nord: Bei Berücksichtigung der Inflation sind nach Öllerers Berechnung die durchschnittlichen Mietpreise aller angebotenen Wohnungen um ein Prozent pro Jahr gestiegen. Bis 2010 sei sogar ein leichter Rückgang zu erkennen von durchschnittlich 0,33 Prozent, anschließend seien sie um 1,5 Prozent gestiegen.
  • Linden-Mitte: Für diesen Bereich zeichnet Öllerers Analyse ein uneinheitliches Bild. Laut Immocout-Daten ist über den gesamten Zeitraum eine inflationsbereinigte Mietpreissteigerung von 1,6 Prozent pro Jahr zu erkennen, laut der breiteren Datenbasis von Empirica eine Mietpreissenkung von 0,3 Prozent pro Jahr. Für eine dramatische Steigerung jedenfalls, analysiert Öllerer, gebe es keinen Beleg.
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