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Schröder wirbt für neues Vertrauen

Verhältnis zu Russland Schröder wirbt für neues Vertrauen

Gerhard Schröder gratuliert Russlands Botschafter
Wladimir Grinin in Hannover zum 70.Geburtstag und nutzt die Gelegenheit, für eine Verständigung mit dem Land zu werben. "Vertrauen ist die Währung internationaler Politik", sagte der frühere Bundeskanzler. Der Ort seines Werbens war ungewöhnlich: die Musikhochschule Hannover.

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Gerhard Schröder warb für ein besseres Verhältnis zu Russland.

Quelle: Getty/Archiv

Hannover. Schröder, der sich seinen Zuhörern selbstironisch als "Putin- und Russlandversteher" vorstellte, sagte, Deutschland habe, anders als etwa die ferne USA Interesse daran, Russland als Markt für die deutsche Wirtschaft zu erhalten. Dafür seien auch "Energiepartnerschaften" nötig. "Ohne Zusammenarbeit gibt es keine Stabilität", sagte Schröder. Er sprach sich für einen schrittweisen Abbau wirtschaftlicher Sanktionen gegen Russland aus, statt über "deren Verschärfung und Verlängerung zu diskutieren". Deutschland brauche langfristig stabile Beziehungen zu Russland. "Frieden und Freiheit auf unserem Kontinent gibt es nur in Partnerschaft mit Russland. Wir brauchen einen Neuanfang im Vertrauensbildungsprozess." Dazu sei ein Dialog auf allen Ebenen nötig, in Politik, Wirtschaft wie Kultur.

Sozusagen als Wort in eigener Sache ergänzte der frühere Regierungschef, er verstehe nicht was schlecht daran sei, andere verstehen zu wollen, sei dies doch nötig, "um angemessen reagieren zu können". Er bezog dies auch auf russische Argumente etwa im Ukraine-Krieg. Der Ex-Kanzler ist für sein Engagement beim russischen Energiekonzern Gazprom und besonders dem Mineralölunternehmen Rosneft (dort als Vorsitzender des Aufsichtsrats) vielfach kritisiert worden. Rosneft steht als Reaktion auf den Ukraine-Krieg auf der Sanktionsliste der EU.

Eingeladen in die Musikhochschule hatte Russlands Honorarkonsul Heino Wiese, ein langjähriger Freund von Gerhard Schröder. Der 70. Geburtstag des russischen Botschafter Wladimir Grinin, der 20 Jahre in Deutschland gelebt hat, war Anlass, zahlreiche Gäste einzuladen und mit Mädchenchor und Posaunisten zu unterhalten. Schröder stiftete dem Institut gemeinsam mit anderen eine Professur. Gekommen waren etwa der noch amtierende Außenminister Sigmar Gabriel ("Wir brauchen einen neuen Anlauf der Entspannungspolitik. Je größer das Vertrauen, desto geringer die Gefahr, dass sich Atomwaffen weiter verbreiten."), der Unternehmer Günter Papenburg, Regionspräsident Hauke Jagau (SPD), der frühere Landtagspräsident Rolf Wernstedt sowie weitere Vertreter aus Wirtschaft und Verbänden. "Nur Leute, die es gut mit Russland meinen", sagte Wiese scherzhaft und meinte es doch ernst. Er würdigte Grinins Einsatz für das deutsch-russische Verhältnis. Der Botschafter sagte am Sonnabend:"Ich bin überzeugt, dass die Zusammenarbeit von Russland und Deutschland wichtig und notwendig ist."

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