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Aus der Stadt Das Ehepaar Schröder geht getrennte Wege
Hannover Aus der Stadt Das Ehepaar Schröder geht getrennte Wege
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00:15 29.03.2015
Von Michael B. Berger
Gehen künftig getrennte Wege: Gerhard Schröder und Doris Schröder-Köpf. Quelle: dpa/Archiv
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Hannover

Sie waren zweifellos das prominenteste Paar Hannovers – neben den Wulffs: Gerhard Schröder und Doris Schröder-Köpf. Seit mehr als 17 Jahren verheiratet waren die beiden auch politisch eine Einheit, zumal Doris Schröder-Köpf in der SPD-Landtagsfraktion aktiv geworden ist. Doch jetzt scheinen die beiden den Weg zu beschreiten, den auch der ehemalige Bundespräsident und seine Frau Bettina gewählt haben – die Trennung.

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Seit 1997 sind Doris Schröder-Köpf und Gerhard Schröder verheiratet.

Als zu Anfang der Woche im hannoverschen Nobelkino „Astor“ ein Film über die Scorpions präsentiert wurde, waren zwar Doris und zahlreiche „frogs“ (friends of Gerhard Schröder) im Publikum, der Altkanzler fehlte. Die beiden gehen künftig getrennte Wege, erfuhr die HAZ am Donnerstag aus zuverlässiger Quelle.

Ein bislang gut gehütetes Geheimnis. Denn im weiteren Freundeskreis wollte niemand die Nachricht bestätigen, zeigten sich alte Freunde Schröders sogar überrascht oder wollten entsprechende Nachfragen gar nicht glauben. Der Altkanzler selbst sei auf einer Kur, außerhalb Hannovers hieß es in Berlin. Jetzt tatsächlich die Trennung?

Früher haben die Schröders immer wieder Trennungsgerüchte dementiert, die schon zu Gerhard Schröders Kanzlerzeiten (1998 bis 2005) immer wieder hochwaberten. Diejenigen, die so etwas
verbreiteten, wollten doch nur „den Gerd“ weghaben, schimpfte Schröder-Köpf über Medien, die solche Geschichten verbreiteten. Das ist zwölf Jahre her. Schröder ist seit zehn Jahren kein Kanzler mehr, allerdings als Altkanzler international noch viel unterwegs, während der Mittelpunkt von Doris Schröder-Köpf zweifellos Hannover ist.

Im Jahr 2013 trat die gelernte Journalistin mit der Landtagskandidatur erstmals aus dem Schatten ihres Mannes heraus, den sie Mitte der neunziger Jahre kennengelernt und 1997 geheiratet hatte. Damals gingen Bilder von dem behelmten Paar durch die deutsche Medienlandschaft: Auf der Reise zu einer Ölplattform vor Norwegen wurde das Verhältnis der beiden zueinander publik. In Doris Schröder-Köpf fand der pragmatische Politiker, der 1998 sogar das Kanzleramt eroberte, nicht nur seine vierte Ehefrau, sondern einen echten Fan und eine Beraterin. Sogar das Wort „Agenda“ soll von Doris Schröder-Köpf stammen. Sein Spruch „Doris sagt“ war damals legendär.

Doch jetzt scheinen sich der 70-jährige Staatsmann und die 51-jährige Landtagsabgeordnete wohl tatsächlich auseinandergelebt zu haben, obwohl er sich in den vergangenen Monaten sichtlich um die Kinderbetreuung mühte. Die Schröders hatten 2004 ein damals dreijähriges Mädchen aus Sankt Petersburg adoptiert und 2006 einen Jungen. Gelegentlich berichtete Schröder-Köpf launig, dass „Ehemann Gerd“ sogar gelernt habe, Butterbrote für die Kinder zu schmieren. Seit 2009 lebt die Familie in Waldhausen.

Zuvor war sie im Zooviertel zu Hause. Doris Schröder-Köpf hat sich neben der Erziehung der beiden adoptierten Kinder ganz in die Landtagsarbeit gestürzt – still, energisch, ohne großes Aufhebens von ihrer Person zu machen.

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