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Gericht soll Steintorbebauung stoppen

Umstrittene Pläne Gericht soll Steintorbebauung stoppen

Die Initiative Pro D-Tunnel, die den unterirdischen Stadtbahnausbau in der City fordert, geht gegen die geplante Steintorbebauung vor. Sie hat eine Dienstaufsichtsbeschwerde im Rathaus gestellt sowie bei Gericht einen Antrag auf einstweilige Anordnung eingereicht.

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Die ungefähre Skizze macht es deutlich: Die Torhäuser verengen den weiten Platz zu einem schmalen Durchgang.

Quelle: Archivfoto: Wilde, Montage: Winternheimer/Llorens

Hannover. Seit Montag liegen die Pläne zur Bebauung des Steintorplatzes öffentlich aus, die Stadt hat die Bürgerbeteiligung gestartet. Die Initiative Pro D-Tunnel, die den unterirdischen Stadtbahnausbau in der City fordert, geht dagegen vor. Einer am Sonntag verschickten Mitteilung zufolge ist bei Gericht Antrag auf einstweilige Anordnung eingereicht und ins Rathaus eine Dienstaufsichtsbeschwerde verschickt worden.

Grund der Kritik: Wenn Wohn- und Geschäftshäuser auf den Platz gebaut werden, dann machen es deren Tiefgeschosse unmöglich, die letzte Innenstadt-Stadtbahntrasse in einem Tunnel zu führen. Zwar haben Stadt- und Regionsparlament für diese Lösung votiert und die Tunnelpläne damit praktisch begraben. Jens Pielawa von der D-Tunnel-Initiative bemängelt aber, dass das für den oberirdischen Streckenausbau notwendige Planfeststellungsverfahren noch nicht abgeschlossen ist, zudem sei der Flächennutzungsplan nicht geändert worden. Auch fehle die Zustimmung von Bund und Land zur „Vernichtung von Fördergeld“: In den Siebzigerjahren war die Tunnelvorbereitung mit umgerechnet 14 Millionen Euro Fördergeld bezuschusst worden. Stadtbaurat Uwe Bodemann hatte im jüngsten Bauausschuss bereits ausgeführt, dass es nach 40 Jahren möglich sein müsse, Verkehrspolitik neu zu überdenken. Fördergeld müsse nicht zurückgezahlt werden, und der Planfeststellungsbeschluss stehe kurz bevor.

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Pro D-Tunnel Initiative
Foto: Wie berichtet, will die Stadt den Steintorplatz mit zwei sechsgeschossigen Häusern bebauen lassen.

Die Initiative Pro D-Tunnel ist mit dem Versuch, die Bebauung des Steintorplatzes auf dem Rechtsweg zumindest zu verzögern, gescheitert. Das Verwaltungsgericht Hannover hat jetzt den Erlass einer einstweiligen Anordnung gegen die Landeshauptstadt abgelehnt. 

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