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Aus der Stadt Steintorschützen müssen in Haft
Hannover Aus der Stadt Steintorschützen müssen in Haft
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00:28 22.10.2015
Der Tatort: Ein Laden für Wasserpfeifen am Steintor. Quelle: Christian Elsner
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Hannover

Fünf Jahre und sechs Monate Haft beziehungsweise eine Jugendstrafe von zwei Jahren und acht Monaten sollen die Brüder Khaled und Leva W. wegen gefährlicher Körperverletzung absitzen, weil sie am 30. April mit einer Pistole auf ihr Opfer schossen. Die beiden anderen Beteiligten, Omar W. und Hardy S., sprach der Richter frei.

Ursprünglich hatte die Staatsanwaltschaft jeweils mehr als acht Jahre Haft für die beiden 24 und 20 Jahre alten Hauptangeklagten wegen versuchten Totschlags gefordert. Der Hamburger Rechtsanwalt Klaus Hüser, der die Brüder W. vertritt, konnte dem Landgericht jedoch glaubhaft machen, dass seine Mandanten von dem ursprünglichen Versuch ihr Gegenüber zu töten, freiwillig abließen.

Der Streit zwischen den jungen Männern war eskaliert, als alle vier Angeklagten am Nachmittag des 30. April ihr Opfer in einem Wasserpfeifengeschäft bedrohten und 5000 Euro von ihm haben wollten. Khaled W. forderte den Betrag als Schmerzensgeld für eine Verletzung, die ihm der Bruder des 28-Jährigen vor längerer Zeit zugefügt haben soll. Als sich das spätere Opfer jedoch weigerte, das Geld herauszurücken, soll Leva W. eine Schusswaffe gezogen und auf den 28-Jährigen geschossen haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er dabei eindeutig das Ziel hatte, sein Gegenüber zu töten. Zwei Kugeln trafen den Arm des 28-Jährigen. Zudem erlitt er einen Streifschuss am Bauch.

Als das Opfer es dennoch schaffte zu flüchten, soll Levas älterer Bruder Khaled W. die Waffe genommen haben und ebenfalls auf den 28-Jährigen geschossen haben. Erst als keine Patronen mehr in der Waffe waren, sollen die Angeklagten von ihrem Opfer abgelassen haben und geflüchtet sein.

Trotz der Schwere der Anschuldigungen gegen seine Mandanten, war Hüser gestern nicht zufrieden mit dem Urteil des Landgerichts. „Ich hatte gehofft, dass beide nur zu Jugendstrafen verurteilt werden“, so der Hamburger Rechtsanwalt. Er will gegen die Entscheidung des Gerichts in Revision gehen.

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