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Gericht will Polen-Pavillon 
nicht retten

Fristverlängerung abgelehnt Gericht will Polen-Pavillon 
nicht retten

Das Amtsgericht hat am Donnerstag Anträge aus der Kanzlei von Rechtsanwalt Matthias Waldraff abgelehnt, neue Fristen zum Abriss des polnischen Expo-Pavillons zu gewähren. Im Inneren befinden sich immer noch asiatische Tempel und Ausstellungsstücke, die der letzten Enkelin des vietnamesischen Kaisers, Thi Nhu Anh Pham, gehören.

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Das Gericht hat eine Verlängerung der Frist für den Abriss des polnischen Pavillons abgelehnt.

Quelle: Michael Thomas/Archiv

Pham hat in dem Glasbau vor Jahren ein asiatisches Kulturzentrum mit Gastronomie betrieben, hat aber das Grundstück nie gekauft. Nach 13-jährigem Rechtsstreit lässt der Eigentümer, die städtische Expo-Grund, den Pavillon jetzt abreißen – und weil alle Fristen zum Ausräumen des Pavillons verstrichen sind, gehen voraussichtlich auch die Holzbauwerke im Inneren verloren.

Auch bei der Stadt, die von der laotischen Botschaft um Unterstützung gebeten worden war, gibt es kein Entgegenkommen mehr. „Es gibt derzeit keinen Spielraum für eine weitere Fristverlängerung“, teilte Sprecher Andreas Möser Donnerstag mit. „Frau Pham als Eignerin der asiatischen Holzgebäude im ehemaligen Polen-Pavillon hat bedauerlicherweise bisher alle Fristen verstreichen lassen. Es ist bislang leider auch nicht erkennbar, dass kurzfristig ein Abbau der Holzanlagen vorgenommen wird.“ Deshalb habe die Stadt Verständnis, dass die Expo-Grund als rechtmäßige Eigentümerin den Abriss ausgeschrieben habe. Mit der Auftragsvergabe an ein Abrissunternehmen sei „kurzfristig zu rechnen“, auch wenn noch kein genauer Termin feststehe. Allerdings hätten weder Stadt noch Expo-Grund ein „Interesse daran, die asiatischen Kulturgüter im Pavillon zu zerstören“, sagt Möser. Es liege daher „an Frau Pham, sofern sie die Holzgebäude tatsächlich erhalten möchte, umgehend mit dem Abbau zu beginnen“.

Zu den Vorwürfen gegen den Obergerichtsvollzieher, dass Geld aus der Versteigerung von Inventar abhanden gekommen sei, wollte sich ein Gerichtssprecher Donnerstag nicht äußern. Der Vorgang und die Dienstbeschwerde würden geprüft.

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