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Es bröckelt am Rathaus

Gerüst sichert Fassade Es bröckelt am Rathaus

Erst die Volkshochschule, dann die städtische Bauverwaltung und jetzt muss auch noch Hannovers Rathaus mit einem Baugerüst gesichert werden. Das Gestänge montieren Handwerker derzeit auf der Südseite des Rathauses, der Fassade Richtung Maschteich. Es soll verhindern, dass abbröckelnde Teile der Außenwand auf Besucher fallen.

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Die Stahlkonstruktion soll Schutzplanen gegen fallende Fassadenteile tragen.

Quelle: von Meding

Hannover. Erst die Volkshochschule, dann die städtische Bauverwaltung und jetzt muss auch noch Hannovers Rathaus mit einem Baugerüst gesichert werden. Das Gestänge montieren Handwerker derzeit auf der Südseite des Rathauses, der Fassade Richtung Maschteich. Es soll verhindern, dass abbröckelnde Teile der Außenwand auf Besucher fallen. „Die neuen Sicherungsmaßnahmen sollen den Betrieb der Terrasse des Restaurants Gartensaal gerade in den Sommermonaten ermöglichen“, sagt Stadtsprecher Andreas Möser auf Nachfrage der HAZ. Ziel sei es, den Restaurantbetrieb so wenig wie möglich einzuschränken.

Zudem diene die Konstruktion aus Gerüst und Folie dem Schutz von Gästen der  Open-Air-Opernaufführung am Maschteich. Am 18. Juli wird im Maschpark Giacomo Puccinis „La Bohème“ aufgeführt. Die Kosten für die Schutzmaßnahmen beziffert die Stadt auf mehrere Hunderttausend Euro.

Bereits im Juli vergangenen Jahres fielen kleine Steine auf die Außenterrasse des Gartensaals. Gäste kamen dabei nicht zu Schaden, die Terrasse musste aber gesperrt werden. Regen und damit eindringendes Wasser hatten das Tuffgestein des 100 Jahre alten Bauwerks geschädigt und abplatzen lassen.

Die Stadt ließ zur Sicherheit einen Bauzaun errichten, um Gäste und Spaziergänger auf Abstand zur bröckelnden Fassade zu halten. Auch Balkone mussten abgesperrt werden, darunter der bei Politikern beliebte Austritt vor dem Ratssaal.

Tuffgestein macht erneut Ärger

Ein paar Monate später rückten erneut die Bauarbeiter an. Dieses Mal errichteten sie einen Zaun vor der Westfassade (die Seite zum Kestnermuseum). Ein Gutachterbüro hatte der Stadt empfohlen, die Wetterseite des Rathauses zu sichern, um Passanten vor herunterfallenden Bröckchen zu schützen. Ärger machte erneut das Tuffgestein. „Abplatzungen sind nicht auszuschließen, es handelt sich aber um eine Vorsichtsmaßnahme“, hieß es damals vonseiten der Stadt.

Jetzt sollen Gartensaalbesucher wieder in Ruhe auf der Terrasse essen können - unter einem Schirm aus Schutzfolie und Metallstangen. Die Stadt arbeitet zudem an einem Sanierungskonzept für die Rathaussassade. „Die Landesdenkmalpflege hat bereits Fördermittel zur Sanierung der historischen Fassade zugesagt“, teilt Möser mit. Nach der Sommerpause will die Verwaltung den Ratsgremien einen Zeitplan für die Reparatur der Außenwände vorlegen. Die Ausschreibung für den Bauauftrag und die Vorarbeiten sollen noch in diesem Jahr starten.

Schritt für Schritt lässt die Verwaltung das Rathaus auch innen sanieren. Sämtliche zugigen Fenster auf der Westseite wurden durch besser isolierte Scheiben ersetzt, der Dachboden mit Millionenaufwand gedämmt. Alle Veränderungen mussten mit dem Denkmalschutz abgestimmt werden.

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