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Geschäftsleute nervt Podbi-Dauerbaustelle

„Mangelhaftes Baustellenmanagement“ Geschäftsleute nervt Podbi-Dauerbaustelle

Geschäftsleute entlang der Podbielskistraße sind verärgert über die Baustellen vor ihren Ladentüren. Seit Monaten werde die Straße immer wieder aufgerissen und asphaltiert, heißt es.

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Die Baustelle an Podbielskistraße Höhe Klopstockstraße.

Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. „Das ist eine Katastrophe“, sagt eine Geschäftsfrau. Ratspolitiker kritisieren die Stadt für ihr „mangelhaftes Baustellenmanagement“. „Allein der Fahrradstreifen an der Podbi hat mehrere Hunderttausend Euro gekostet, und jetzt ist dort wieder eine Baustelle“, sagt FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke. Die CDU fordert, dass die Bauarbeiten besser aufeinander abgestimmt werden.

Die Stadt betont, dass sie den Überblick behalte und Schritt für Schritt vorgehe. „Derzeit verlegen die Stadtwerke neue Gasleitungen auf der Podbi“, sagt Stadtsprecher Alexis Demos. Während der Sommerferien werde dann die Fahrbahn zwischen Raabestraße und Böcklinplatz erneuert. „Andere Leitungsträger, etwa die Telekom, sind auf diesem Abschnitt nicht aktiv gewesen“, sagt Demos. Zwar sei der Radweg entlang der Podbi kürzlich erneuert worden, aber auf einem anderen Abschnitt.

Jedoch sind auf der Podbielskistraße vor einigen Monaten die Stadtbahngleise saniert worden. Verantwortlich für die Bauarbeiten war nicht das städtische Tiefbauamt, sondern die Infrastrukturgesellschaft der Region (Infra).

Unterm Strich haben die Geschäftsleute an der Podbi den Eindruck, auf einer Dauerbaustelle zu wohnen. „Für uns entstehen dadurch etliche Unannehmlichkeiten“, sagt Eva Hinkelmann, Leiterin der Herz-Apotheke an der Podbi/Ecke Hauffstraße. Seit vielen Wochen werde die Straße immer wieder aufgerissen, sodass Kunden keine Parkplätze finden. Umsatzeinbußen blieben nicht aus.

Den Eindruck bestätigt auch Raphael Michalek vom Fotostudio 54 an der Ecke Hebbelstraße. „Seit etwa einem halben Jahr herrscht hier Dauerbaustelle“, sagt er. Besonders ärgert ihn, dass niemand die Geschäftsleute vorab informiert habe. „Die Bauarbeiter rücken von einem Tag auf den anderen an und reißen die Straße auf“, sagt er. Er wünscht sich vom städtischen Tiefbauamt einen Zeitplan, auf dem die Bauphasen verzeichnet sind.

Unmut regt sich auch bei der Fahrschule Parvis in Höhe der Klopstockstraße. „Wir finden wegen der vielen Baustellen kaum noch Parkplätze“, sagt Sahand Pashazadeh, die zusammen mit ihrem Vater die Fahrschule betreibt. Man müsse in entferntere Nebenstraßen ausweichen. Der Weg zu den Fahrschulwagen ginge zulasten der Unterrichtsstunden für die Schüler. Auch Pashazadeh wünscht sich eine frühzeitige Information über die künftigen Baustellen.

Wenn eine Straße saniert wird, darf sie üblicherweise fünf Jahre lang nicht mehr angetastet werden. Die Sperrfrist kann aber aufgehoben werden, wenn Leitungen defekt sind oder neue Hausanschlüsse gelegt werden müssen. „Daher wird auf der Podbi die Fahrbahndecke auch erst nach den Leitungsarbeiten erneuert“, sagt Stadtsprecher Demos. Wie weit die Bauarbeiten noch in die Sommerferien hineinragen, ist unklar. Fest steht aber, dass die Geschäftsleute weiter Geduld aufbringen müssen.

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