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Gesetzeshürde behindert E-Taxis in Hannover

Kritik an Eichrecht Gesetzeshürde behindert E-Taxis in Hannover

Rund 600 Taxis fahren in Hannovers, kein einziges davon ist elektrisch. Politik und Branche wollen mehr Elektro-Taxis auf die Straße bringen. Doch eine Änderung im Eichrecht erschwert das Vorhaben. 

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Von rund 600 Taxis in Hannover fährt kein einziges vollelektrisch.

Hannover. Rund 600 Taxis fahren in Hannover - kein einziges davon vollelektrisch. Erst vergangenen Monat hatte Grünen-Wirtschaftspolitikerin Elisabeth Clausen-Muradian gemeinsam mit den Taxiunternehmen und dem Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) ein Konzept vorgestellt, um E-Taxis auf die Straße zu bringen.  Doch Änderungen im Eichrecht erschweren das Vorhaben.

"Völlig praxisfern"

Bisher durften normale Fahrzeuge zum Taxi umgerüstet werden. „Jetzt wurde die bisher zugelassene Ersteichung durch eine Konformitätsbewertung ersetzt“, erläutert Maik Reske vom Taxi-Umrüster Intax. Diese sieht vor, dass die Fahrzeuge werkseitig mit Taxi-Paket produziert werden. So sollen Manipulationen verhindert werden. „Doch bisher rüsten nur wenige Hersteller E-Autos ab Werk als Taxi aus“, sagt er.

In Hannover laufen derzeit Gespräche mit Herstellern - unter anderem mit Tesla und VW, sagt Hallo-Taxi-Geschäftsführer Sven-Marcus Fürst. „Der Umstieg auf Elektromobilität ist vor allem jetzt, da in vielen Städten über ein Dieselverbot diskutiert wird, sehr interessant für uns.“ Umso bedauerlicher, dass die Umstellung nun verhindert werden könnte: „Der Wunsch nach E-Taxis ist da, aber das neue Eichrecht ist völlig praxisfern“, kritisiert GVN-Geschäftsführer Gunther Zimmermann. Egal ob Elektro oder Diesel, die neue Regelung mache eine Zulassung für alle Taxifahrer unnötig kompliziert.

Wenzel fordert umgehende Konsequenzen

Zimmermann betont, dass der GVN weiterhin daran arbeitet, wie bisher geplant ab 2020 rund 55 E-Taxis auf Hannovers Straßen zu bringen. Doch dafür müssten die Rahmenbedingungen stimmen. „Nicht nur die schwierige Zulassung, auch bei der Infrastruktur muss sich was ändern. Da muss die Politik jetzt die Stellschrauben in Bewegung setzen.“

Das fordert auch Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) ein. Er fordert, „bürokratische Hemmnisse“, die den Einsatz von Elektroautos als Taxis verhindern, zu beseitigen. Wenn das Eichrecht es nicht zulasse, E-Fahrzeuge als Taxis einzusetzen, müsse dies „umgehende Konsequenzen“ haben, sagte Wenzel. „Ich erwarte, dass Bundesverkehrsminister Dobrindt für Abhilfe sorgt. Die Schadstoffbelastung der Luft, insbesondere in den großen Städten, zeigt den dringenden Handlungsbedarf.“

Lisa Malecha

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