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Aus der Stadt Gesperrte Bolzplätze sollen im April frei sein
Hannover Aus der Stadt Gesperrte Bolzplätze sollen im April frei sein
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00:16 16.03.2017
Von Andreas Schinkel
Im April darf überall auf Hannovers Bolzplätzen wieder gekickt werden. Quelle: Irving Villegas
Hannover

Ein erwachsener Mann hatte sich beim Kicken auf einem Bolzplatz im vergangenen Jahr verletzt. Er reichte Klage gegen die Stadt Hannover ein, weil er der Ansicht war, dass der Bolzplatz zu uneben gewesen sei. Das Gericht gab ihm Recht; die Stadt sperrte umgehend 60 Bolzplätze. In der Ratspolitik hat das Gerichtsurteil heftige Kritik hervorgerufen.

"Mängel, die wir noch für vertretbar hielten, wurden vom Gericht beanstandet", sagt Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette (Grüne) am Montag im Sportausschuss. Daher schaue die Verwaltung jetzt mit anderen Augen auf die Bolzplätze. Grundsätzlich gehöre es zum Bolzen, dass man auch einmal mit dem Fuß umknickt. "Wenn wir jegliche Verletzungsgefahr ausklammern wollten, müssten wir das Spielen verbieten", sagt die Dezernentin.

26 Plätze sind derzeit noch gesperrt. Vier weitere auf den Grundstücken von Schulen seien zwar auch noch nicht bespielbar, sagt Bernd Bohlen vom Umweltamt, aber die Asphaltdecken müssten nur noch durchtrocknen. Ratspolitiker monieren, dass die Bauarbeiten zu lange dauern. Bohlen gibt zu bedenken, dass man eine konstante Temperatur von fünf Grad  brauche, um eine Asphaltdecke zu gießen, gleiches gelte für sogenannte wassergebundene Decken. Die Verzögerungen seien folglich witterungsbedingt. "Wir haben den Anspruch, so schnell wie möglich fertig zu werden und die Plätze freizugeben", sagt Bohlen.

Das Gerichtsurteil bringt die Stadt auch in anderen Bereichen in Bedrängnis. Auf Bolzwiesen in der Eilenriede hat die Verwaltung Fußballtore abmontieren lassen. Dadurch gelten die Plätze nicht mehr als Sportstätten. Das Gericht hatte Bolzplätze als Sportstätten angesehen und folglich strengere Kriterien für den Zustand der Plätze angelegt. Bohlen betont, dass die Tore wieder installiert würden - nach Bearbeitung der Bolzwiesen. "Die Flächen werden eingeebnet, und wir überlegen, einen Hybridrasen aufzubringen", sagt Bohlen.

Das verursacht Stirnrunzeln bei der SPD. "Wir müssen die Kirche im Dorf lassen. Bolzplätze sind keine Sportflächen, sondern Wiesen zum Kicken", sagt SPD-Sportpolitikerin Peggy Keller.

Eine Regelung, die ab dem 1. Juli gilt, sieht vor, dass Spielhallen künftig 100 Meter voneinander entfernt sind. Liegen die Automatenhallen zu dicht nebeneinander, wird im Rathaus Lotterie gespielt: Per Lostrommel wird entschieden, welche Filialen geschlossen werden.

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