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Ausstellung

Gesundheitsamt prüft Leichenschau

Von Andreas Schinkel

Der Streit um die Ausstellung „Echte Körper – von den Toten lernen“, die am Sonnabend eröffnet wird, geht weiter. Jetzt hat sich die Gesundheitsbehörde der Region Hannover eingeschaltet und prüft die Herkunft der plastinierten menschlichen Körperteile sowie den von den Ausstellern proklamierten wissenschaftlichen Charakter der Schau.
Der Streit um die Ausstellung „Echte Körper – von den Toten lernen“ geht weiter.

Der Streit um die Ausstellung „Echte Körper – von den Toten lernen“ geht weiter.

© Michael Thomas

„Das ist nötig, um eine Ausnahmegenehmigung vom niedersächsischen Bestattungsgesetz zu erteilen“, sagt Behördensprecher Nils Meyer. Nach dem Gesetz sei es unzulässig, Leichen auszustellen. Ob diese Genehmigung erteilt wird, sei völlig offen.

Bei den Ausstellungsmachern stößt das Vorgehen auf Unverständnis. „Das ist mir in keiner anderen Stadt passiert“, sagt Veranstalter Stefan Marschall. Die Ausstellung wurde bereits in mehreren Städten gezeigt, etwa in Leipzig, Magdeburg, Dresden und Bad Kissingen. Zwar mussten die Veranstalter an den verschiedenen Orten mit schwankenden Besucherzahlen kämpfen, doch nur in Bad Kissingen schlug ihnen Protest entgegen.

Bürger äußerten im Internet ihren „Ekel“ über die sezierten Körper, Plakate für die Ausstellung wurden beschädigt. In Hannover kritisierten am Donnerstag Politiker die Reklamebilder, auf denen ein gehäuteter Körper zu sehen ist. „Unglücklich“ nennt die Stadt den Standort mehrerer solcher Plakate direkt neben dem St.-Nikolaifriedhof, auf dem derzeit eine Kunstinstallation zur Andacht einladen soll.

Die Firma Ströer, die die Werbetafeln vermarktet, sieht aber keinen Handlungsbedarf. „Ich kann auf den Bildern nichts Unmoralisches entdecken“, sagt Medienberater Alex Neubauer. Niemand sei gezwungen, sich die plastinierten Körperteile anzuschauen, meint Aussteller Marschall. Zudem bestätige eine „Ethikkommission“ die seriöse Herkunft der Exponate. Diese Kommission setzt sich aus drei Leipzigern zusammen, einem Rechtsanwalt, einem Zahnarzt und einem Apotheker.

Nach deren Aussage stammen die Leichenteile aus einem „amerikanischen Spendeprogramm“, die Firma Corcoran Laboratories vermittelt die Exponate. Ausgerechnet Gunther von Hagens, Plastinator und umstrittener Macher der Ausstellung „Körperwelten“, rückt Corcoran Laboratories ins Zwielicht. Die Firma biete Plastinate chinesischer Herkunft im Internet an, und da sei keineswegs gewährleistet, dass die Spender ihre Einwilligung erteilt haben, sagt von Hagens in einem Zeitungsinterview. Die Veranstalter von „Echte Körper“ weisen die Kritik zurück. „Herr von Hagens sieht uns als Konkurrenz“, sagt Veranstalter Carsten Krause. Von Zusammenhängen mit China sei ihnen nichts bekannt.

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  • und wieder... h-mensch – 07.11.09
    WEIL MUSS WEG!!
  • Tot Leser – 06.11.09
    Tot ist tot. Ich verstehe werder das Brimborium um die Ausstellungen, noch die Gegner davon - wem es nicht gefällt, der braucht sich ja nicht ausstopfen zu lassen oder sich die Sachen anzusehen.

    Ein schönes Zitat habe ich noch gefunden:

    "I do not fear death. I had been dead for billions and billions of years before I was born, and had not suffered the slightest inconvenience from it." Mark Twain
  • Leichenschau willi – 06.11.09
    Sind eigentlich sowohl Landesmuseeum als auch Jahrmarktgruselkabinette ebenfalls im Besitz von Ausnahmegenehmigungen?
  • hallo möglicher besucher – 06.11.09
    ich verstehe den ganze tam-tam um diese ausstellung nicht. ich finde es auch nichts umoralisches an den plakaten...in vielen schulbüchern sind zig solcher bilder abgebildet.

    die ausstellung ist meiner meinung nach sehr sehenswert!

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