Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Gewerbeflächen in der Region dringend gesucht

Wenige Angebote Gewerbeflächen in der Region dringend gesucht

In der Region Hannover sind 2014 zwar wieder etwas mehr Gewerbeflächen als zuvor verkauft worden, aber es hapert auf der Angebotsseite. Besonders an den Autobahnen sind die Kapazitäten derzeit fast komplett ausgeschöpft, was die nach wie vor boomende Logistikbranche zu spüren bekommt.

Voriger Artikel
Das war der Morgen am 30. Juli in Hannover
Nächster Artikel
Die Partybilder vom ersten Tag des Maschseefests

Symbolbild

Quelle: Archiv

Hannover. „Manche Anfragen von potenziellen Investoren konnten nicht bedient werden“, sagt Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region. Wie aus dem sogenannten Gewerbeflächenmonitoring der Behörde hervorgeht, sind 2014 gut 46 Hektar Gewerbeflächen veräußert worden. Das liegt zwar über dem schwachen Wert des Vorjahres, aber deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt von 62 Hektar. Weniger als 10 Prozent des Flächenumsatzes entfielen zuletzt auf Standorte, die höchstens zwei Kilometer von Fernstraßen entfernt liegen. Mehr als die Hälfte der im Vorjahr verkauften Areale befinden sich in vier Städten: Spitzenreiter war die Wedemark mit 12,5 Hektar; es folgten mit schon deutlichem Abstand Hannover, Laatzen und Pattensen.

Theoretisch dürfte der Mangel gar nicht so spürbar sein. In Flächennutzungs- und Bebauungsplänen sind 860 Hektar Gewerbeareale reserviert, also ein Vielfaches des durchschnittlichen Jahresbedarfs. Fast die Hälfte liegt verkehrsgünstig an den Fernstraßen. Praktisch besteht das Problem, dass nur 10 Prozent davon rechtskräftig zur Besiedlung freigegeben, erschlossen und in kommunalem Besitz sind - und damit kurzfristig verfügbar. Die Logistikbranche, die diese Voraussetzungen benötigt, hat in den vergangenen zwölf Jahren mehr als eine Milliarde Euro im Raum Hannover investiert und steht für mittlerweile rund 54.000 Arbeitsplätze.

„Um wettbewerbsfähig zu bleiben, brauchen wir große, autobahnnahe Ansiedlungsflächen, die sofort bebaubar sind“, sagt Franz. Bemühungen gelten dem Standort Wunstorf-Süd zwischen Bahnlinie und Kanal. Die Stadt und die Hannover Region Grundstücksgesellschaft wollen dort auf 90 Hektar einen Industrie- und Logistikstandort mit Güterzug-, Schiffs- und Lastwagenverkehrsanschluss etablieren. Binnen 15 Jahren könnten dort 4000 Arbeitsplätze entstehen. Weitere Erschließungsvorhaben betreffen die Standorte Barsinghausen-Groß Munzel mit 35 Hektar und Laatzen/Rethen-Ost mit 30 Hektar.

Gemessen an den Anfragen nach neuen Standorten liegt die Logistik in der Region Hannover nur auf Platz drei hinter Handwerk und Dienstleistungen. „Deshalb besteht allgemein großer Handlungsbedarf“, heißt es im Gewerbeflächenmonitoring. Interessant sind Gewerbebrachen vor allem in der Stadt Hannover. Auch auf diesen gibt es Hindernisse, zumeist in Form von abbruchreifen Gebäuden oder Altlasten. „Wir werden Pilotprojekte zur Revitalisierung solcher Flächen mit Zuschüssen fördern“, versprach Alexander Skubowius, Leiter der Wirtschaftsförderung bei der Region. Ein erwünschter Effekt: Der Flächenverbrauch soll stärker auf bereits erschlossene Innenstädte gelenkt werden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr Aus der Stadt
Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.

Briefwechsel zwischen Hannovers Grundschulen und der Queen

Queen Elizabeth ist eine treue Seele. Seit Jahren schon schreibt die britische Monarchin brav Antwortkarten an hannoversche Schulklassen, die ihr zum Geburtstag gratulieren. Oder: Lässt schreiben. Aber immerhin.