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Nach Unfall

Gewerkschaft fordert mehr Lkw-Parkplätze

Von Tobias Morchner

Einen Tag nach dem schweren Lkw-Unfall auf der Autobahnraststätte Garbsen-Nord hat die Gewerkschaft ver.di einen schnelleren Ausbau der Parkplätze für Sattelzüge entlang der Autobahnen in Niedersachsen gefordert.

Bei dem Unfall auf der Autobahnraststätte Garbsen-Nord wurde der Fahrer des LKW schwer verletzt.

© Tim Schaarschmidt

„Nach bisheriger Planung sollen bis Ende 2010 landesweit nur 500 neue Lkw-Stellplätze entstehen. Das ist ein Tropfen auf den heißen Stein“, sagte Christoph Feldmann vom Fachbereich Spedition und Logistik der Gewerkschaft. Am Mittwoch war ein 44-jähriger Pole mit seinem Lkw auf der überfüllten Rastanlage ungebremst auf den am linken Fahrbahnrand abgestellten Sattelzug eines Belgiers aufgefahren. Der Unfallverursacher wurde in seinem Fahrerhaus eingeklemmt und schwer verletzt. Die Feuerwehr benötigte rund zwei Stunden, um den Mann zu befreien.

Derzeit gibt es in Niedersachsen 4260 Stellplätze für Lkw auf Autobahnparkplätzen und Raststätten, auf denen die Fernfahrer ihre gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten einhalten können. Bis zum Jahr 2015 sollen 3000 neue Parkplätze dazukommen. „In Garbsen-Nord sind 68 zusätzliche Lkw-Parkplätze und eine 175 Meter lange Haltespur für Schwertransporter geplant“, sagte Heike Haltermann von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Mit dem Bau der neuen Stellplätze soll im kommenden Jahr begonnen werden.

Der Gewerkschaft reicht dieser Plan nicht aus. „Wir brauchen zusätzlich ein intelligentes Parkleitsystem, dass den Fernfahrern anzeigt, wo es noch freie Parkplätze gibt“, erläuterte ver.di-Sprecher Feldmann. Die Kosten dafür sollen aus den Einnahmen der Lkw-Maut gedeckt werden. „Es gibt tatsächlich derzeit Pilotversuche mit derartigen Systemen in anderen Bundesländern, die wir genau verfolgen“, sagte Silke Schaar, Sprecherin des Verkehrsministeriums. Momentan steckten alle Parkleitsysteme allerdings noch in den Kinderschuhen, sodass eine flächendeckende Einführung noch in weiter Ferne sei. Die Polizei hat inzwischen einen externen Gutachter beauftragt, der sich den Sattelzug des 44-jährigen Polen genau ansehen soll. „Er wird am Montag mit der technischen Untersuchung des Fahrzeugs beginnen“, teilte Behördensprecher Thorsten Schiewe mit. Der Zustand des 44-Jährigen, der in einer Klinik behandelt wird, ist nach Angaben der Polizei stabil.

Im März 2008 war ein 47-jähriger Autofahrer auf dem Parkplatz „Schafstrift“ bei Bad Nenndorf auf einen geparkten Lkw aufgefahren. Der Autofahrer starb noch an der Unfallstelle. Seine Lebensgefährtin erlag Wochen später ihren schweren Verletzungen.

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  • mehr Lkw-Parkplätze Leine2000 – 11.09.09
    Weniger Lkw´s auf der Autobahn! Der Güterverker gehört aus die Schiene!
    So sinkt das Unfallrisiko erheblich. Der verschleiß unserer Autobahn sinkt ebenfalls.
  • LKW-Parkplätze ecky – 11.09.09
    Es ist richtig,. daß an den Autobahnen zu wenig Parkplätze vorhanden sind.Hat man als LKW Fahrer nicht um 17.oo Uhr einen "richtigen" Parkplatz ergattert, wird man später nur einen "Hilfsparkplatz" auf dem Standstreifen oder den Verkehr störend, auf den Fahrwegen und im Halteverbot der Rastanlage finden.
    Was die ungebremsten Auffahrunfälle betrifft, so resultieren diese daraus, daß das Lenken eines LKW`s
    zur lästigsten Nebensache geworden ist. Alles andere wird während der Fahrt erledigt, nur nicht sich auf das Fahrzeug und den Verkehr konzentriert. Das dichte, gefährliche Auffahren auf den Vordermann beweist dieses immer wieder und müsste durch striktere Kontrollen mit sofortigen Fahrverboten geahndet werden.
  • Weniger LKW DerMario1970 – 11.09.09
    Wir brauchen auf deutschen Strassen nicht mehr LKW Parkplätze sondern weniger LKW. Die rollende Lagerhaltung gehört endlich gestoppt - nicht nur aus Sicherheits- und Umweltgesichtspunkten. Und bitte komme mir keiner mit dem Totschlagargument Arbeistplätze, den die rechtfertigen nicht jeden Preis !
  • Weniger Parkplätze - höhere Maut! Klaus – 10.09.09
    Transportkosten spielen gegenwärtig noch immer eine untergeordnete Rolle bei der Preisgestaltung. Dieses zeigen schon die schlichten Beispiel, dass Mineralwasser mit 500 km Transportweg ebenso wenig kostet, wie das aus der Umgebung. Und es gibt noch Tausende mehr.
    Der Ausbau und die Förderung des LKW-Verkehrs kann auch aus ökologischen Gründen nicht zielführend sein, vielmehr ist seine Eindämmung geboten. Und das schnellwirkenste Mittel wäre eine angemessene LKW-Maut!
  • @Willmanord alissa – 10.09.09
    Vielleicht ist es dir entgangen,aber der LKW-Fahrer ist auf den anderen Lastwagen nur aufgefahren ,weil dieser in der Auffahrt zur Raststätte gestanden hat.Kann ja sein das seine Reaktion nicht die beste gewesen ist weil er ja schon etliche Kilometer hinter sich gelassen hat.
    Trotzdem trifft ihn wenn schon nur eine Mitschuld an dem Unfall.
    Wir brauchen dringend mehr Parkplätze für LKW´s.
  • Mehr Parkplätze? WillmaNord – 10.09.09
    Die Forderung nach mehr Parkplätzen ist zwar generell legitim. Nur im Zusammenhang mit den regelmäßigen ungebremsten Auffahrunfällen von LKW trifft es nicht das Problem. Wenn ich derartig auffahre, habe ich vorher den Abstand nicht beachtet oder habe gepennt oder war anderweitig abgelenkt. Gerade die letzte Möglichkeit sollte stärker untersucht werden. Mit einem Handy zu telefonieren oder Video zu gucken scheint bei vielen (nicht nur LKW-) Fahrern zur Gewohnheit geworden zu sein. Die Busfahrer, die ihre Termine per Handy am Steuer koordinieren, kann man häufig erleben.

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