Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Das Weihnachtsessen aus dem Campingkocher

Gewinnspiel: Weihnachtsgrüße aus dem Ausland Das Weihnachtsessen aus dem Campingkocher

Die 21-jährige Sara Flottmann aus Beinhorn verbringt Weihnachten 2015 fern der Heimat: sie wandert mit ihrem Vater in Patagonien. Stammen auch Sie aus der Region Hannover und leben im Ausland? Dann machen auch Sie mit bei unserer Weihnachtsaktion und gewinnen Sie ein iPad mini 4.

Voriger Artikel
Betrüger sollen Kundenkarte gefälscht haben
Nächster Artikel
Diakonischen Dienste heißen jetzt Diakovere

Ein Gruß aus Chile: Sara Flottmann verbringt das Fest in diesem Jahr fern der Heimat.

Quelle: privat

Santiago de Chile. Mein Name ist Sara Flottmann (21) und ich wohne mit meiner Familie in dem wohl kleinsten, aber für mich auch lebenswertesten Dorf der Region Hannover – in Beinhorn. Ich bin im Alter von zwölf Jahren mit meiner Mama, meinem Stiefpapa, meiner Schwester und meinem gerade neugeborenen Bruder dort hingezogen. Das 140-Einwohner-Dorf hat weder einen Supermarkt noch eine Bäckerei, dafür aber eine Eigenschaft, die ich sonst noch nirgends so erlebt habe: ein wahnsinnig tolles Gemeinschaftsgefühl! Dies macht sich besonders während der Weihnachtszeit bemerkbar. Die vielen Familien mit Kindern stecken einen mit der Vorfreude auf Weihnachten jedes Jahr aufs Neue an. Wenn der erste Schnee fällt, ist der Dorfplatz das erste Ziel der kleinen Beinhorner. Es werden spontane Schneeballschlachten veranstaltet, Iglus und vor zwei Jahren sogar eine Eisbar gebaut, an der auch die Erwachsenen ihren Spaß haben konnten. Die Beinhorner trinken Glühwein, grillen und quatschen über die Wunschzettel der Kinder. 

Heiligabend verbringt dann jede Familie für sich. In meiner Familie wird an diesem Tag nach einem ausgiebigen Frühstück der Weihnachtsbaum geschmückt. Ab diesem Zeitpunkt wird jedes Mitglied der Familie mit der Aufregung meines kleinen Bruders angesteckt, der dann wie ein Wasserfall redet, die Treppe hoch und wieder runter läuft und versucht herauszufinden, welche Geschenke wohl dieses Jahr unter dem Tannenbaum liegen. Nachmittags geht es dann zum Hirtenfeuer zwei Dörfer weiter, wo man immer wieder alte Schulfreunde und Bekannte mit ihren Familien trifft. Auf der Rückfahrt steigt die Nervosität um ein Vielfaches, denn komischerweise stellt der Weihnachtsmann immer genau dann seinen Jutesack mit den Geschenken bei uns ab, wenn wir gerade nicht zu Hause sind … 

Nun wird der Ofen angezündet und gekocht, während im Hintergrund Kinderstimmen von kitschigen Weihnachtsliedern zu hören sind. Das Essen kann meist gar nicht schnell genug vorbeigehen. Deshalb ist es bei uns mittlerweile Tradition, den Nachtisch etwas nach hinten zu verschieben und zuerst mit ein paar Geschenken zu beginnen. Bei uns wird gewürfelt: Sobald jemand eine Sechs würfelt, darf er eines seiner Geschenke auswickeln. Das Gefühl der Anspannung, Hektik und Freude ist wohl die tollste Mischung, die ich mir an diesem Abend nur vorstellen kann. Oft kommen auch Oma und Opa noch vorbei. 

Dieses Jahr sieht das Ganze für mich ein wenig anders aus. Ich bin seit Juli für ein Auslandssemester in Santiago, Chile. Da das Semester zwar Anfang Dezember zu Ende ist, ich aber gerne noch ein paar Monate durch Südamerika reisen möchte, um diesen für mich noch fremden Kontinent kennenzulernen, werde ich Weihnachten nicht zu Hause verbringen. Allerdings kommt mein Papa mich besuchen, um wenigstens ein kleines bisschen das Gefühl von Familie ans andere Ende der Welt zu mir zu bringen. Wir haben eine fünftägige Wandertour durch Patagonien geplant. Deshalb werden wir dieses Weihnachten unser Festmahl wohl auf einem Campingkocher zaubern, um danach an einem kleinen Feuer den Sternenhimmel zu bewundern. Das Gefühl von Winter werden mir die schneebedeckten Berggipfel, im eigentlich südamerikanischen Sommer, vielleicht trotzdem geben können. An Weihnachten selbst wird es wahrscheinlich nicht möglich sein, aber in der Zeit davor und danach werde ich mit meiner Familie den Kontakt über Skype halten, wie wir es auch in den vergangenen Monaten schon gemacht haben. Das gibt mir die Möglichkeit, auch aus 12 000 Kilometern Entfernung das Geschehen zu verfolgen. 

Für mich persönlich ist es nur dann so richtig Weihnachten, wenn ich die oben beschriebenen Sachen mit meiner Familie genau so erleben kann. Deshalb fällt Weihnachten für mich dieses Jahr wohl eher aus. Damit ich trotzdem allen eine Freude bereiten kann und für meine Familie wenigstens ein bisschen „anwesend“ bin, habe ich schon vor ein paar Wochen ein Paket mit Geschenken losgeschickt.

Meine Familie hat für die Zeit, in der ich nicht da bin, eine Austauschschülerin aus der französischen Schweiz aufgenommen. Ich freue mich, dass nun auch sie die Möglichkeit hat, diesen wundervollen Tag mit meiner Familie verbringen zu können.

Ich wünsche meiner Familie und allen anderen Familien eine tolle Weihnachtszeit mit ihren Liebsten! Eure Sara

Aus dem Ausland grüßen – iPad mini gewinnen

Nicht jeder kann das Weihnachtsfest zu Hause im Kreise seiner Lieben feiern. Gehören Sie zu denen, die Weihnachten fern der Heimat verbringen? Dann schreiben Sie uns und grüßen Familie und Freunde. Wer mitmacht, kann ein iPad mini 4 gewinnen. Mit der neuen, handlichen Miniausgabe des iPad können Sie noch flexibler Kontakt über das Internet halten. Außerdem lesen Sie damit Ihre Zeitung bequem überall auf der Welt.  So können Sie mitmachen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr Aus der Stadt
Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.

Beamten-Demo in der City

Niedersachsens Beamte fordern mehr Gehalt und Weihnachtsgeld. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat für deshalb in Hannover zu einem Demonstrationszug zum Finanzministerium aufgerufen.