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Gibt es neue Einlassregeln für die Discotür?

Integrationsausschuss Gibt es neue Einlassregeln für die Discotür?

Der Integrationsausschuss der Stadt hat am Donnerstag kontrovers über den Vorstoß der Landesregierung zur Verfolgung von Diskriminierungen an den Discotüren diskutiert. Vor dem Ausschuss berichteten zwei Schüler von der IGS Linden mit Migrationshintergrund von ihren negativen Erfahrungen vor Hannovers Discotheken.

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„Als Gruppe haben wir keine Chance“: Schüler im Integrationsausschuss.

Quelle: Philipp von Ditfurth

Hannover. Der Vorschlag sieht eine Änderung des Gaststättengesetzes vor, wonach eine Abweisung vor einem Club wegen der Hautfarbe oder der Religionszugehörigkeit künftig eine Ordnungswidrigkeit darstellt und mit bis zu 10 000 Euro Geldbuße bestraft werden kann. „Dieser Entwurf wird ein Gerichtsverfahren nach dem anderen nach sich ziehen. Wenn das wirklich so kommt, möchte ich kein Gastronom mehr in Hannover sein“, sagte Jürgen Uhlenwinkel, Betreiber der Raschplatz-Discothek Zaza vor dem Ausschuss. Auch Vertreter des Gaststättenverbands Dehoga lehnten den Vorschlag zur Änderung des Gesetzes rundheraus ab, weil damit die bisherigen Bemühungen auf freiwilliger Basis zunichte gemacht würden.

Seit einem Jahr können Clubs ein Gütesiegel erhalten, wenn die Chefs eine Unterrichtung im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz bekommen haben. Die Resonanz auf das Gütesiegel ist allerdings gering. Von rund 20 Discos in Stadt und Umland haben bisher lediglich sechs das Siegel. Ratsherr Lars Kehlich (SPD) sprach sich für die Gesetzesänderung aus. Sie würde die Discobetreiber in ihren Bemühungen, Diskriminierung vor ihren Türen zu verhindern, eher unterstützen als ihnen schaden. Ratsherr Wilfried Engelke (FDP) sprach sich dafür aus, weniger die Discobetreiber, sondern vielmehr die Türsteher in die Pflicht zu nehmen.

Vor dem Ausschuss berichteten zwei Schüler von der IGS Linden mit Migrationshintergrund von ihren negativen Erfahrungen vor Hannovers Discotheken. „Wenn ich mit meinen Jungs losziehe, gehen wir nur getrennt in die Klubs, weil wir wissen, dass wir als Gruppe keine Chance haben“, sagte einer der Betroffenen.

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