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Aus der Stadt Gilde übernimmt Bierausschank im Stadion
Hannover Aus der Stadt Gilde übernimmt Bierausschank im Stadion
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21:29 23.02.2017
Von Bernd Haase
Hannover-96-Chef Martin Kind und die Gilde-Geschäftsführer Mike Gärtner und Holger Bock (von links) machen bei den Roten gemeinsame Sache. Quelle: Wilde
Hannover

Zum Aufschwung bei der hannoverschen Brauerei Gilde soll jetzt auch eine Partnerschaft mit Hannover 96 beitragen. Die Gilde übernimmt schon zum nächsten Heimspiel von Fußball-Zweitligist Hannover 96 am Sonnabend gegen Arminia Bielefeld den kompletten Bierausschank in der HDI-Arena. Bisher war das Traditionsunternehmen dort nur in einigen Bereichen vertreten. Jetzt löst die Gilde Hasseröder als Biersponsor ab.

„Es war für uns ein Herzenswunsch, bei Hannover 96 Exklusivpartner zu werden“, sagt Gilde-Geschäftsführer Mike Gärtner. Dass es so schnell geklappt hat, lag daran, dass sich das Unternehmen bei der Übernahme der Brauerei in der Südstadt vor einem Jahr auch die entsprechenden Rechte vom Vorbesitzer AB Inbev gesichert hat. Der Vertrag läuft über fünfeinhalb Jahre und gilt sowohl für die erste als auch für die zweite Liga. Angaben über das mit dem Sponsoring verbundene Finanzvolumen machten die Partner nicht. Gärtner betonte, dass das Engagement nicht zulasten anderer Sponsoringaktivitäten gehen wird. Die Gilde ist im Profisport etwa bei Hannovers Handballern, den Recken, im Amateursport, im Kultur- und im Partybereich unterwegs.

Künftig wird es in den VIP-Räumen sämtliche Produkte der Brauerei geben. An den Ständen im restlichen Stadionbereich kommen die Marken Gilde Ratskeller und Gilde Free in den Ausschank. Pro Jahr werden in der Arena nach Gärtners Angaben etwa 3500 Hektoliter Bier verkauft – nicht nur bei Fußballspielen, sondern auch bei anderen Veranstaltungen wie Konzerten. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr hat die Gilde insgesamt etwa 650.000 Hektoliter gebraut.

Ende 2015 hatte die TCB Beteiligungsgesellschaft aus Frankfurt (Oder), bei der Gärtner neben Karsten Uhlmann einer der beiden geschäftsführenden Gesellschafter ist, die Gilde vom Brauereiriesen AB Inbev übernommen. „Sie war ein echter Sanierungsfall“, sagt Gärtner. In den ersten zwölf Monaten haben die neuen Besitzer den Bierausstoß vervierfacht, wobei das Wachstum in erster Linie auf den Export und auf Handelsmarken für Supermarktketten zurückgeht. Die Mitarbeiterzahl ist auf 140 verdoppelt worden. „Dafür waren höhere Investitionen erforderlich als erwartet“, erklärt Gärtner. Insgesamt habe man bereits einen zweistelligen Millionenbetrag in die Hand genommen. „Wir haben damit einen Stand erreicht, der eigentlich erst für 2019 vorgesehen war“, betont der Geschäftsführer. Die Brauerei bietet die Marke Lindener Spezial nach jahrelanger Pause jetzt wieder vom Fass an. Für Lindener ist ebenso wie für Gilde Pilsener eine Dosenvariante geplant. Auch ein naturtrübes Bier ist geplant.

96-Clubchef Martin Kind erinnert daran, dass die heimische Brauerei schon einmal Biersponsor bei Hannover 96 war – zu Zeiten, als der Verein in der dritten Liga spielte und wirtschaftlich angeschlagen war: „In der Krise hat die Gilde zu uns gestanden“, lobt er. Hannover 96 verstehe sich derzeit wie die Gilde als starke regionale Marke: „Der langjährig angelegte Vertrag zum Biersponsoring bestätigt diese Strategie.“     

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