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Aus der Stadt Glück für Dealer: Kronzeuge ist unglaubwürdig
Hannover Aus der Stadt Glück für Dealer: Kronzeuge ist unglaubwürdig
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00:16 05.08.2016
Von Michael Zgoll
Die Polizei fand vergangenen Oktober in der Ledeburger Wohnung von Ali B. 5,7 Kilo Marihuana. Ursprünglich waren hier sogar 7,5 Kilo gebunkert – doch 1,8 Kilo hatten für einen geschätzten Verkaufspreis von 23 000 Euro bereits ihre Abnehmer gefunden. Quelle: Symbolbild (Archiv)
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Der frühere Hainhölzer Kioskbesitzer Dogukan B., dem beim Landgericht wegen Drogenhandels, Freiheitsberaubung und schwerer räuberischer Erpressung der Prozess gemacht wurde, ist mit einem blauen Auge davongekommen. Die 2. Große Strafkammer unter Vorsitz von Martin Grote verurteilte den 33-Jährigen zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren. Wären auch die letzten beiden Anklagepunkte bestätigt worden, hätten es ohne Weiteres sechs Jahre werden können. Doch das Gericht sah es als höchst unwahrscheinlich an, dass B. einen anderen Dealer in einen Keller eingesperrt hat - wie von diesem behauptet - und ihn damit zum Begleichen von Schulden zwingen wollte. Die Aussagen dieses Kronzeugen steckten voller Widersprüche, erklärte Richter Grote.

Der Mitangeklagte von Dogukan B., der ebenfalls 33 Jahre alte Ali B., kam nicht so glimpflich davon: Ihn verurteilte die Kammer wegen Drogenhandels zu einer Haftstrafe von zweieinhalb Jahren, die nicht zur Bewährung ausgesetzt werden kann. Ali B. hatte den An- und Verkauf von Marihuana erst kurz vor dem Ende des Prozesses gestanden, während Dogukan B. seine Tatbeteiligung bereits frühzeitig eingeräumt und seinen Kompagnon belastet hatte.

Die Polizei fand vergangenen Oktober in der Ledeburger Wohnung von Ali B. 5,7 Kilo Marihuana. Ursprünglich waren hier sogar 7,5 Kilo gebunkert - doch 1,8 Kilo hatten für einen geschätzten Verkaufspreis von 23 000 Euro bereits ihre Abnehmer gefunden. Später dann hatte ein anderer Dealer behauptet, von Dogukan B. und einem Albaner tagelang bei Wasser und Schwarzbrot eingesperrt worden zu sein, um ihn zum Begleichen von 2900 Euro Schulden zu zwingen - offenbar ein Schauermärchen.

Das Urteil des Landgerichts ist noch nicht rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von drei Jahren und zwei Monaten gefordert - für beide Angeklagten.

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