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Goldkeks kommt unter den Hammer

Kunstauktion Goldkeks kommt unter den Hammer

Bei einer Kunstauktion in Ahlden werden goldene Bahlsen-Kekse in Größe der gebackenen Originale versteigert. Wie das Original haben sie 52 Zähne. Im Jahr 2013 war ein ähnlicher goldener Leibniz-Keks von der Fassade des Bahlsen-Stammhauses geklaut worden. 

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Nicht echt trotz 52 Zähnen: Metallkekse aus dem Nachlass von Hermann Bahlsen.

Quelle: Handout

Hannover. Das hätte das Krümelmonster leichter haben können. Um seine Gier nach Goldkeksen zu stillen, hätte es sich einfach nur am 10. September diskret unter die Bieter der Kunstauktion in Ahlden mischen und an passender Stelle die Pfote heben müssen. Jedenfalls so diskret, wie man das mit langer, blauer Ganzkörperbehaarung im Kreise gediegener Kunstfreunde eben kann. Allerdings wäre die Stadt dann um den amüsantesten Kriminalfall ihrer Geschichte ärmer gewesen.

Anfang 2013 ging um die Welt, wie der berühmte goldene Leibniz-Keks von der Fassade des Bahlsen-Stammhauses an der Podbi verschwand, wie ein bis heute unbekanntes „Krümelmonster“ in einem Bekennerbrief an die HAZ eine großzügige Keksspende an kranke Kinder forderte („Aber die mit Vollmilch, nicht die mit schwarzer Schokolade“) und wie der Keks dann eines Tages im Morgengrauen am Hals des Niedersachsenrosses wieder auftauchte. Ganz ähnliche Goldkekse kommen jetzt in Ahlden unter den Hammer. Diese Stücke sind zwar nur so groß wie die gebackenen Originale - doch dafür hat jedes von ihnen 52 Zähne.

In der HAZ-Redaktion ist am Dienstagvormittag ein „Erpresserbrief“ eingegangen, dem ein Foto beigefügt war.

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Insgesamt 32 Objekte aus Bahlsen-Besitz werden vom Kunstauktionshaus Schloss Ahlden im September versteigert, von der Schmuckschatulle bis zur Jagdtrophäe. Darunter sind auch ein barocker Dielenschrank aus Eiche („Pilaster aus üppigen Blattvoluten und Putten“), eine Bodenstanduhr und wertvolles Silber. Die meisten Stücke stammen aus dem Nachlass von Hermann Bahlsen. Der Enkel des gleichnamigen Firmengründers war 2014 im Alter von 86 Jahren verstorben.

Wer die Stücke aus Bahlsens Nachlass jetzt zu Geld machen will, verrät das Kunsthaus nicht: „Eine Person aus dem Umfeld der Familie“, sagt Holger Grimm vom Auktionshaus nur - Kunsthändler müssen bisweilen ebenso verschwiegen sein wie Keksdiebe.

Die vier Metallkekse sind auf 120 Euro taxiert - eigentlich ein Schnäppchen, zumal zu dem Konvolut noch zwei Glasuntersetzer, zwei Schalen für Salzgebäck und zwei Anstecknadeln gehören. Vermutlich handelt es sich um Werbegeschenke aus den Sechzigerjahren, sagt Grimm: „Diese Kekse sind schon ein paar Jahre alt - doch sie bleiben immer frisch.“

Mehr Infos unter www.schloss-ahlden.de.

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