Wie der Zoo am Montag mitteilte, ist das Gorillababy nur so groß wie eine Hand. Einen Namen hat das kleine Bündel Fell noch nicht. Darüber werde erst in den nächsten Wochen entschieden, sagte eine Zoosprecherin. Seit der Geburt lässt Josy ihren Nachwuchs nicht mehr aus den Augen. Grund könnte der Tod ihres Babys Femi vor fast einem Jahr sein. Das Gorillamädchen wurde nur fünf Monate alt. Es starb an den Folgen einer Platzwunde am Kopf.
Die kleine Femi war von ihrer Mutter Josy (10) vernachlässigt worden. Der Zoo entschied sich aber gegen eine Handaufzucht, um eine Fehlprägung auf den Menschen zu vermeiden. Die Mutter hatte ihre Tochter häufig unbewacht im Gras liegen lassen. Die Geschwister gingen recht ruppig mit ihr um.
Wegen Femis Platzwunde hatten die Pfleger der Mutter vorsorglich Antibiotika gegeben, die sie über das Stillen an das Baby weitergab. Die Entzündung war äußerlich nicht sichtbar gewesen. Wie die Obduktion ergab, hatten in die Wunde eingedrungene Keime eine Entzündung an der Kopfunterhaut und Knochenhaut verursacht. Die Bakterien breiteten sich im ganzen Körper aus, Femi starb infolgedessen an akutem Herzkreislaufversagen. Nach dem Tod des Tieres waren Vorwürfe laut geworden, Pfleger hätten dem Gorilla nicht rechtzeitig geholfen.
lni
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