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Greenpeace fordert Fahrverbote vor Grundschulen

Stickoxidbelastung durch Autos Greenpeace fordert Fahrverbote vor Grundschulen

Im Einzugsbereich von Schulen in Deutschland überschreitet die Stickoxidbelastung häufig die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Grenzwerte. Das hat die Umweltschutzorganisation Greenpeace durch Messungen herausgefunden - und fordert notfalls Fahrverbote vor Grundschulen.

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Hier fordert Greenpeace notfalls Fahrverbote: Vor der Kestnerschule im Süden der City werden Stickoxidgrenzwerte überschritten.

Quelle: Uwe Dillenberg

Hannover. Bei der Untersuchung schneidet Hannover nicht gut, aber immerhin besser ab als andere Großstädte. Trotzdem steht für Daniel Moser, Verkehrsexperte bei Greenpeace, eines fest: „Kinder dürfen nicht die fatalen Folgen von schmutzigen Autos ausbaden.“

Die Umweltschützer haben im Februar in Hannover, Düsseldorf, München, Hamburg und Frankfurt sowie im September in Berlin jeweils über einen Zeitraum von zwei Wochen sogenannte Passivsammler eingesetzt. Sie sehen aus wie überdimensionale Kaffeetassen, können an Laternen- und Schildermasten aufgehängt werden und die offiziellen Messstationen des Umweltbundesamtes ergänzen. Die gewonnenen Werte gelten Experten zufolge als zuverlässig.

Hauptverursacher für Stickoxidbelastung in der Luft sind Dieselfahrzeuge. Das Reizgas kann unter anderem zu Atemwegserkrankungen wie Asthma führen, weshalb die WHO als Grenzwert eine Belastung von höchstens 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft genannt hat.

Diese Marke wird in Hannover an sechs von insgesamt 20 Grundschulen und Kitas gerissen, die Greenpeace ins Programm genommen hatte. Den Spitzenwert von 42,9 Mikrogramm ermittelten die Umweltschützer im Bereich der Grundschule GS Ahlem. Die Grundschule auf dem Loh (Nordstadt), die Grundschule am Goetheplatz (Calenberger Neustadt), die Johanna-Friesen-Schule (Oststadt), die Rosa-Parks-Schule (Vahrenwald) und die Grundschule Kestnerstraße (Südstadt) liegen ebenfalls noch über 40 Mikrogramm. Nur knapp darunter bleibt die Grundschule Vinnhorst. Den niedrigsten Wert ermittelten die Tester für die Heinrich-Wilhelm-Olbers-Grundschule in Döhren mit 29,2 Mikrogramm.

Betrachtet man sämtliche Ergebnisse in Deutschland, sind die Werte an 70 Prozent aller Messstellen zu hoch. In Düsseldorf beispielsweise bleibt keine unter 40 Mikrogramm. Die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt verbucht mit 72 Mikrogramm auch den höchsten Einzelwert.

„Bürgermeister müssen sofort regelmäßig Stickoxidmessungen an Schulen anordnen und bei zu hohen Werten Schutzzonen durchsetzen - notfalls auch mit Fahrverboten“, fordert Moser. Damit wäre die Umweltschutzorganisation beim Thema. Weil die Stickoxidwerte generell in vielen Städten über den Grenzen des Erlaubten liegen, drängt Greenpeace auf die sogenannte blaue Plakette. Sie soll gewährleisten, dass nur noch saubere Dieselautos in die Städte fahren dürfen. „Sie ist das einzige Instrument, das rasche Besserung verspricht“, sagt Moser.

Einige Bundesländer wie Baden-Württemberg sind Befürworter der „blauen Plakette“, andere wie Niedersachsen lehnen ab.

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