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Stadt beginnt Planung für Kronsberg-Süd

Baupolitik Stadt beginnt Planung für Kronsberg-Süd

Stadtplaner und Architekten beginnen mit den Entwürfen für Hannovers größtes Wohnungsbauprojekt. Im Süden des Kronsberges, neben dem Expo-Gelände, sollen auf einer Fläche von 50 Hektar 2500 bis 3000 Wohnungen entstehen.

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Noch gibt es im Süden des Kronsbergs plattes Land.

Quelle: Rainer Surrey

Hannover. Am Rand von Hannover, auf dem südlichen Kronsberg, soll das größte Wohnungsbauprojekt der Stadt entstehen. Auf einer Fläche von 50 Hektar ist Platz für 2500 bis 3000 Wohnungen. Ein kleiner Stadtteil wird in unmittelbarer Nähe des Expo-Geländes und des Arvato-Logistikzentrums gebaut, mit Geschäften, mehreren Kindertagesstätten und mindestens einer Grundschule. „Das ist sicher auch eines der größten Wohnungsbauvorhaben in Niedersachsen“, sagte Hannovers Stadtbaurat Uwe Bodemann am Donnerstag bei der Vorstellung des Projekts.

Bis Mitte des Jahres will die Stadt Hannover erste Pläne für das neue Quartier vorlegen. Dann wird sich zeigen, wie viele Geschosse die Häuser haben, wo Plätze, Parks und Geschäfte entstehen werden. Spätestens 2018 soll Baurecht vorliegen, sodass die ersten Häuser gebaut werden können. „Das Interesse der Wohnungswirtschaft ist schon jetzt sehr groß“, sagt Bodemann.

Die Fläche des Neubaugebiets ist etwa halb so groß wie das benachbarte Kronsberg-Viertel. Dort sind noch nicht alle Lücken gefüllt. Derzeit wohnen auf dem nördlichen Kronsberg etwa 7000 bis 8000 Menschen in rund 3500 Wohnungen. Passivhäuser, ein ausgeklügeltes Entwässerungssystem und umweltfreundliche Baustoffe haben die Neubausiedlung auf dem Kronsberg zu einem ökologischen Vorzeigeprojekt gemacht. „Hinter diese Standards wollen wir für den südlichen Bereich nicht zurück“, sagt Bodemann.

Der Rat hatte die Stadtverwaltung 2014 beauftragt, das Neubaugebiet deutlich früher als geplant zu entwickeln. Ursprünglich sollte erst ab 2025 mit den Planungen begonnen werden. Doch Hannover wächst. In den vergangenen acht Jahren ist die Bevölkerungszahl um 30.000 Menschen gestiegen, nicht nur durch den Zuzug von Flüchtlingen. Dadurch wird Wohnraum im Stadtgebiet immer knapper. Entlastung soll jetzt das Neubaugebiet am Stadtrand bringen.

Noch ist unklar, welchen Charakter die neue Siedlung bekommen soll. „Wir haben es mit einer extremen Randlage zu tun, zudem schließt die Wohnbebauung an ein Gewerbegebiet an“, sagt Christoph Elsässer, Landschaftsplaner beim Büro West8 aus Rotterdam und Mitglied von Bodemanns Planungsteam. Man müsse sich entscheiden, sagt Elsässer, ob das Quartier als hannoverscher Stadtteil oder als eigene kleine Kronsberg-Stadt im Grünen konzipiert werden soll. Sein Kollege aus der Planungsgruppe, Professor Markus Neppl vom Stadtplanungsbüro Astoc, warnt vor Gleichförmigkeit. Das Viertel dürfe nicht wie eine Siedlung vom Reißbrett wirken. „Die Bewohner der Häuser am nördlichen Kronsberg sind sehr zufrieden. Was können wir daraus für das südliche Gebiet lernen?“, fragt sich Neppl.

Über die Gestalt der Siedlung sollen nicht nur Planer sprechen. Bodemann will vier Expertenrunden um Rat bitten. Sie bestehen aus Vertretern der Wohnungswirtschaft, Architekten, Ratspolitikern und aus Bewohnern vom nördlichen Kronsberg. Zudem sollen die Planungsschritte mit den Bürgern diskutiert werden. „Planung und Bürgerbeteiligung laufen parallel, dadurch geht das Verfahren deutlich schneller“, sagt Bodemann.
Die öffentlichen Diskussionen über das Neubaugebiet Kronsberg-Süd finden im Stadtteilzentrum Krokus, Thie 6, statt. Beginn ist am Dienstag, 12. April, Dienstag, 10. Mai, und Dienstag, 14. Juni, jeweils um 18 Uhr.

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