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Aus der Stadt Extremwetterlagen fordern die Feuerwehr
Hannover Aus der Stadt Extremwetterlagen fordern die Feuerwehr
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00:15 21.11.2017
Die Freiwilligen Feuerwehren der Region Hannover sind im Regionshaus zusammengekommen. Quelle: Peer Hellerling
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Hannover

 Alle Freiwilligen Feuerwehren der Region Hannover haben am Sonnabend ihre Bilanz des fast abgelaufenen Jahres gezogen. Bereits zum vierten Mal fand die sogenannte Große Dienstbesprechung im Regionshaus an der Hildesheimer Straße statt, insgesamt kamen 286 Mitglieder aus 20 Kommunen. Besonders im Fokus standen dieses Mal die zunehmenden Unwetter und die Nachwuchsarbeit. „Häuser, Keller, Garagen, ganze Landstriche standen dieses Jahr unter Wasser“, sagte Regionsbrandmeister Karl-Heinz Mensing. 2017 erfassten die Feuerwehren regionsweit 393 wetterbedingte Einsätze.

Ein besonderer Unwettereinsatz war im Juli 2017, als die Wehren aus dem Norden und Osten der Region Amtshilfe unter anderem in Hildesheim leisteten. „Sie bestand im Wesentlichen daraus, Sandsäcke zu füllen und zu verlegen“, sagte Mensing. In diesem Zusammenhang würdigte Cora Hermenau, Regionsdezernentin für Öffentliche Sicherheit, das Engagement der Helfer. „Ohne sie wäre das alles nicht zu bewältigen“, sagte sie. Hermenau bezeichnete die zunehmenden Extremwetterlagen als „neue Herausforderung“ für die Feuerwehren. Und dabei tun sich offenbar auch Schwächen auf. Regionsbrandmeister Mensing sprach von Abläufen, die verbesserungswürdig seien. „Manchmal schlägt die Realität die Planung“, sagte er.

Insgesamt rückten die Ehrenamtler in diesem Jahr bereits 5794 Mal aus, davon entfielen 1774 Brandeinsätze und 3113 technische Hilfeleistungen. 692 Einsätze entpuppten sich als blinde beziehungsweise böswillige Alarme. „Viele Händen packen an, gemeinsam können wir viel erreichen“, resümierte Mensing. In allen 206 Ortsfeuerwehren der Region sind derzeit fast 8900 Ehrenamtler aktiv. Allerdings kämpfen die Wehren weiter mit Nachwuchsproblemen. „Wir leben deutlich von der Altersschicht von 28 bis 40 Jahren“, sagte Regionsbrandmeister Mensing. Zwar leisten die Kinder- und Jugendwehren hervorragende Arbeit, dennoch betrage der Mitgliedszuwachs 2017 nur 3,4 Prozent. Mensing: „Das zeigt, dass wir nicht nur eine Maßnahme brauchen, damit das besser wird.“

Von Peer Hellerling

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