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Große Hilfe für kleine Vereine

Sommereinsatz Große Hilfe für kleine Vereine

Der „Sommereinsatz“ von HAZ und STIFTUNG Sparda-Bank geht in die dritte Runde. Vereine und Initiativen, die Unterstützung brauchen, können sich jetzt bewerben.

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Gemeinsam Gutes tun: Die Siedlergemeinschaft Barsinghausen verschönerte beim „Sommereinsatz“ mit Felsenbirne und Zwergmispeln den Festplatz.

Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. Dieser Einsatz war anstrengender als manches Punktspiel. Mitten im August trafen sich im vergangenen Jahr mehr als 30 Spieler des SV 06 Lehrte und nahmen sich gemeinsam den alten Grillplatz vor. Die Fußballer gruben bei fast 30 Grad Celsius Löcher für neue Büsche, befreiten Dachrinnen von Laub und reparierten Löcher darin und verlegten Pflastersteine. Dazu bekam der Grillplatz eine neue Dachpappe. Den Sportlern stand der Schweiß auf der Stirn. Dieser ehrenamtliche Einsatz für den eigenen Verein war hart. Und doch stießen Spieler und Fans später gern stolz auf das gemeinsame Werk an. „Wir sind beim Einsatz viel mehr gewesen als in den vergangenen Jahren“, sagte Vereinschef Ulf Meldau deutlich zufrieden. „Die Gemeinschaft ist in einem Verein das A und O. Hier wird das gelebt. Wir sind eine große Familie, und so eine Aktion schweißt natürlich noch mehr zusammen“, sagte der zweite Vereinsvorsitzende Erich Schindler.

Die Aktion in Lehrte wurde von der Initiative „Sommereinsatz“ mit knapp 1700 Euro unterstützt. Insgesamt gab es 15 Einsätze in der Region Hannover, die von der HAZ-Redaktion und der STIFTUNG Sparda-Bank Hannover durchgeführt wurden. Kleine Vereine wurden mit mehr als 30 000 Euro unterstützt. Nun geht die gemeinsame Initiative in den dritten Sommer. Bewerbungen sind von heute an möglich.

Bewerben können sich gemeinnützige Vereine und Initiativen aus der Region Hannover. Oft fehlt ihnen für kleine Umbauarbeiten das nötige Geld. Im vergangenen Jahr half der „Sommereinsatz“ dem Kinderschutz-Zentrum und übernahm die Kosten für einen Maler. Im Franzseebad Amedorf wurden Bänke erneuert und gestrichen. Beim SC Elite in Ricklingen bauten Helfer mit Spielern Trainer- und Mannschaftshäuschen. In Linden wurden Schaukeln gebaut und ein Sandkasten erneuert, in Barsinghausen der Bauwagen des Waldkindergartens saniert. Und beim Verein Grün-Weiß Goltern wurde eine neue Gasanlage eingebaut, die nun für warmes Duschwasser für Sportler sorgt. Auch Kleingärtnergruppen, Siedlergemeinschaften und dem Verein Freunde Auf der Bult wurde bei Projekten geholfen.

In diesem Jahr sind insgesamt 15 Einsätze geplant, bei denen Vereine mit jeweils 1500 Euro unterstützt werden. „Mit unserem ,Sommereinsatz‘ in Hannover und Umgebung begründen wir inzwischen eine dreijährige Tradition“, sagt Andreas Dill, Vorstandsvorsitzender der STIFTUNG Sparda-Bank Hannover. „Ich bin schon gespannt darauf, welche Projekte wir in diesem Sommer verwirklichen werden. Es ist immer wieder faszinierend zu sehen, mit wie viel Tatendrang die Akteure zu Werke gehen.“ Auch HAZ-Lokalchef Felix Harbart freut sich auf die Vorschläge für mögliche Einsätze. „Es ist doch schön, wenn wir auf diese Weise kleinen Vereinen vor Ort helfen können und das Vereinswesen stärken.“

Über die geplanten Einsätze in der Stadt sowie dem Umland entscheiden in den kommenden Wochen Mitarbeiter der Stiftung und der HAZ-Redaktion nach den ausgeführten Kriterien (siehe Text links). Sie klären im Anschluss im Detail Fragen zur Umsetzung der Einsätze vor Ort. Der Aktionszeitraum endet am 30. September dieses Jahres. Natürlich berichtet die HAZ in den kommenden Wochen in den Umlandausgaben sowie im Stadt-Anzeiger über die Einsätze in Ihrem Verein in Ihrer Nachbarschaft.

So können Sie mitmachen

Für den „Sommereinsatz“ der HAZ und der STIFTUNG Sparda-Bank Hannover können sich gemeinnützige Vereine und Initiativen von heute an unter der Adresse www.haz.de/sommereinsatz bewerben. Für die Aktion gelten bestimmte Förderkriterien, die es zu beachten gilt.

Es können sich nur gemeinnützige Träger und Initiativen aus Stadt und Umland Hannovers bewerben. Sie werden einmalig mit einem Förderbeitrag unterstützt. Die Aktionen sollen sinnvoll sein und eine Aufwertung der Einsatzorte bewirken.

Wichtig ist, dass es vor Ort feste Ansprechpartner gibt und ehrenamtliche Helfer, die die Handwerker unterstützen. Wenn es zum Beispiel darum geht, ein Vereinsheim zu streichen, sollten vor Ort auch Freiwillige sein, die bereit sind, unter Anleitung zum Pinsel zu greifen und mitzuhelfen. Vielleicht können sie die Handwerker auch mit Kaffee und Broten unterstützen. Jeder Einsatz macht mit vielen Helfern auch viel mehr Spaß.

Ein weiteres Kriterium ist die Zeit. Sämtliche Einsätze sollten an einem Vormittag oder Nachmittag zu bewältigen sein. Schließlich möchten alle im Anschluss das gemeinsame Werk feiern. Der Tag des Einsatzes ist nicht ausschlaggebend für die Entscheidung. Manche Vereine brauchen bestimmte Wochentage, andere Initiativen bevorzugen das Wochenende. Es wird im Einzelfall entschieden.

Für alle Einsätze gilt, dass keine Folgekosten entstehen dürfen. Und für jeden Einsatz brauchen die Handwerker und Helfer auf dem Gelände natürlich auch die nötigen Zugänge und Genehmigungen. Wenn die Menschen einer Kommune zusammenkommen, um sich zum Beispiel einer sogenannten Schmuddelecke anzunehmen, sollten die Zugänge sichergestellt sein.

 

Das Team

Der „Sommereinsatz“ ist eine gemeinsame Initiative der HAZ-Redaktion und der STIFTUNG Sparda-Bank Hannover. Für die Einsätze arbeitet die HAZ-Redaktion mit Handwerkern und ehrenamtlichen Helfern zusammen. Lokale Unterstützer können sich gern per E-Mail mit dem Stichwort „Sommereinsatz“ an die HAZ-Redaktion wenden. Die STIFTUNG Sparda-Bank Hannover wurde 2004 gegründet. Ihr Fördergebiet umfasst weite Teile Niedersachsens, das Land Bremen und Ostwestfalen-Lippe. Die Stiftung engagiert sich im Bereich Soziales, pflegt und baut Spielplätze, unterstützt bei Präventionsprogrammen und fördert kulturelle Projekte insbesondere im Kinder- und Jugendbereich. Sie schüttet Fördergeld aus, das aus dem Gewinnsparen der Sparda-Bank stammt. Insgesamt unterstützt die Stiftung den „Sommereinsatz“ in Stadt und Umland Hannovers mit 15 Einsätze à 1500 Euro. Die HAZ-Redaktion kümmert sich in Zusammenarbeit mit den Vereinen um die Koordination der Handwerker.

Von Jan Sedelies

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